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AUTOHAUS Titelthema 17/2015: Vom Verkäufer zum Mobilitätsberater

Für AUTOHAUS hat Automobilverkäufer Frank aufgeschrieben, wie der Verkauf im Jahr 2025 seiner Ansicht nach aussehen wird.
© Foto: fotolia, krichanut

Der "anonyme Automobilverkäufer" Frank diskutiert auf seinem Blog Themen, die die Handelsszene bewegen. Für AUTOHAUS wagt er eine Prognose, wie der Verkauf im Jahr 2025 aussehen wird.


Datum:
01.09.2015
42 Kommentare

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Gastkommentar von Autoverkäufer Frank

Wer mich und meinen Automobilverkäufer-Blog kennt, der weiß, dass ich für die Zukunft des Automobilverkäufers nicht alles schönrede, sondern eher vorsichtig und mahnend aufzeige, wie sich der Beruf verändern wird. Denn eines ist klar: den Beruf des Automobilverkäufers, wie es ihn vielleicht die letzten 50 - 60 Jahre gegeben hat, wird es so in Zukunft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr geben.

Das heutige Dilemma: Der Gesamtmarkt ist befriedigt, nahezu alle Nischen sind bedient, und nachdem die deutschen Fahrzeughersteller nach wie vor ihre Produktion auf Volumen und Masse auf Jahre hinweg planen, wird also der Automobilverkäufer immer mehr zum Lagerfahrzeug-Verkäufer wie Individual-Berater. Der Automobilverkäufer wird in Zukunft immer versuchen, die Auswüchse der Massenproduktion unters Volk zu streuen. Denn der identische Neuwagen zwischen Flensburg und Garmisch hat lediglich zwei Unterscheidungskriterien: die Lage und den Preis. Die Lage wird heute im Zeitalter von immer noch interessanteren Reiseangeboten mittlerweile überbewertet. Wer heute für 39 Euro mit dem ICE komplett einmal durch Deutschland fahren oder für 29 Euro fliegen kann, dem wird die territoriale Lage gänzlich egal sein. Bleibt der Preis. Und hier ist der Verkäufer in ein solch engmaschiges Korsett geschnürt, dass er - damit er überhaupt eine Chance am Markt hat - gleich ans Limit gehen muss, wohl wissend, dass dieses Limit nur das erste Limit von mehreren sein wird. Weitere Nachlässe gibt's dann, wenn der Automobilverkäufer das Auto ein zweites Mal verkauft - nämlich seinem Verkaufsleiter.

Gehaltsgefüge wird sich ändern

Der Job des Automobilverkäufers wird sich drastisch ändern, und mit dieser Änderung werden neue Typen und ein anderes Gehaltsgefüge kommen. Man muss bedenken: Automobilverkäufer haben keine Lobby. Während Bahn und Post monatelang über drei bis fünf Prozent Tariferhöhung gestritten haben, verdient der Automobilverkäufer die letzten 20 Jahre jedes Jahr weniger. Die kalte Progression wird als Autoverkäufer richtig gelebt - oder kennen Sie einen Vertrieb, wo das Fixum seit über 20 Jahren auf 480 bis 600 Euro eingefroren ist? Brutto, versteht sich. Wenn also das Fixum stagniert, und das Produkt immer vergleichbarer wird bei gleichzeitigem Anstieg des Vertriebsdrucks, bleibt beim Autoverkäufer am Ende weniger Cash in der Lohntüte. Alleine diese Abwärtsspirale beim Einkommen hat in den letzten Jahren ganze Heerscharen an richtig guten Verkäufern aus der Branche gehen lassen und ein Loch verursacht, das viele Vertriebe bis heute nur notdürftig schließen konnten. Vermutlich wird diese Entwicklung noch weiter voranschreiten, spätestens durch den Verkauf von konzerneigenen Betrieben (Niederlassungen) an irgendwelche ausländischen Investoren.

Eine Brutto-Ertragsprovision wird dabei ein erstes Mittel zum Zweck bei den Automobilverkäufern von Ex-Niederlassungen sein. Sprich: Von dem, was übrig bleibt, bekommt der Verkäufer einen Teil. Nur, bei den meisten "Geschäften" bleibt nichts übrig, bzw. wenn etwas übrig bleibt, kann das der Verkäufer nicht mehr nachvollziehen. Der Grund liegt darin, dass irgendwelche Stückzahl-Boni und sonstige Gratifikationen dem Autohaus zu Teil werden, die dann nicht unbedingt auf jedes Neuwagengeschäft umgelegt und zum jeweiligen Ertrag addiert werden.

Mobilitätsberater mit Festgehalt

Meiner Einschätzung nach wird der Automobilverkäufer im Jahr 2025 eine Art "Mobilitätsberater" mit Festgehalt bei ca. 3.200 Euro und 38-Stunden-Woche werden. Hauptaufgabe wird es sein, Kunden ein Auto zu übergeben - sei es zur Probefahrt, bei der Auslieferung oder beim Car-Sharing. Diese Entwicklung ist aus Hersteller- und Kundensicht sicherlich gar nicht mal so schlecht, denn nun bekommt der Berater wieder etwas für seine Beratung - und nicht nur, wenn er den Abschluss macht, so wie es aktuell leider der Fall ist.

Die klassische Beratung, wie man sie heute noch kennt, wird es in dieser Form so nicht mehr geben. Der Kunde wird 2025 bestens informiert sein. Das ist er eigentlich heute schon. Denn während der Kunde nur ein Auto bzw. Modell im Fokus hat, sollte der Premium-Automobilverkäufer eine Palette von circa 20 verschiedenen Modellen beherrschen, was unmöglich ist. Gefährliches Halbwissen die Folge. Zur Kaufentscheidung wird der Kunde den Verkäufer nicht mehr zwingend benötigen.

Info aus der Cloud

Während der Kunde also seine Informationen im Internet zusammensammelt, werden die weiteren Beratungsschritte für den Berater in sog. Sales-Clouds festgehalten, d. h. virtuellen Speicherplätzen, und nicht mehr im lokalen Computersystem in Autohaus. Probefahrten werden zentralseitig eingeplant - der Verkaufsprozess in der besagten Cloud festgehalten und entsprechend nachgehalten.

Die Premiumhersteller werden es sich noch leisten, bei großen Mega-Dealern ein bis zwei "Personal-Fitter" als Individualkundenberater einzusetzen, die dann die Kuh sogar persönlich kannten, aus der dann das Leder gegerbt wird. Der Rest dürfte Stangenware bekommen, also Lagerwagen, die das Werk schon mal vorproduziert hat - und nachdem die Ware gleich ist, wird auch irgendwann einmal das Preisgefeilsche wegfallen - denn ehrlicherweise braucht man eigentlich nur deshalb Verkäufer: wegen der Preisverhandlung. Apple, Tesla und viele andere haben es längst vorgemacht, dass dieses Verkaufspersonal eben dann nicht benötigt wird, wenn es nichts zu verhandeln gibt.

Klassische Aufteilung verschwindet

Auch die klassische Aufteilung in Gebietsverkäufer, Ladenverkäufer und Flottenverkäufer wird somit in Mobilitätsberater für Flotten oder Privatkunden aufgeteilt werden. Der heutige Flottenverkäufer ist ja genau genommen bereits der Prototyp des Mobilitätsberaters. Die (Leasing-)Konditionen sind festgeschrieben von sog. Key-Account-Managern, die das mit dem jeweiligen Kunden zuvor verhandelten, die Ausstattungspakete bzw. Flottenpakete auch. Somit schickt der Einkauf einfach seinen Bedarf via E-Mail an den Flottenverkäufer, der dann die Verträge nur noch weitergibt und disponieren lässt.

Während es heute dem Geldbeutel und Ansehen dienlich ist, in einem Flottenverkauf zu arbeiten, werden diese Grenzen in naher Zukunft schon allein aufgrund der Gleichstellungs- und Compliance-Richtlinien eingedampft werden. Eigentlich verständlich, denn wer kann wirklich sagen, dass ein Flottenverkäufer, der 300 Fahrzeuge im Jahr "verteilt", ein besserer Verkäufer ist als ein Kundenberater auf dem Land, der max. 50 Einheiten jedes Jahr mit gutem Rohüberschuss verkauft - wirklich verkauft. Allerdings ist das Einkommen eines Flottenverkäufers oftmals dreimal so hoch wie das vom Kundenberater auf dem Land.

Konzerne werden auf online setzen

Die Automobilkonzerne werden die Informationsmöglichkeiten des Internets weiter ausbauen, auch nachdem die Autohändler hier immer noch komplett im Tiefschlaf sind, was z. B. die Entdeckung von Facebook, Twitter, Pinterest und anderen Social-Media-Kanälen als Kommunikationskanal mit und für den Kunden heute schon darstellt. Gerade was das Internet angeht, wird der Kunde seinen Mobilitätswunsch 2025 überall befriedigt bekommen, überall erhält er die gleiche Rate. Dort, wo das heutige Produktwissen, welches die Automobilverkäufer sicherlich haben und wofür sie jedes Jahr auf teuren Produktvorstellungs-Schulungen geschult werden, am ehesten noch gebraucht wird, wird die direkte Kommunikation mit Endkunden und Interessenten in den Social-Media-Plattformen sein.

Einen Vorteil wird die Autovertriebswelt als Mobilitätsberater im Jahr 2025 dann allerdings sicherlich haben: Das Gefeilsche um "gute Bewertungen" wird sich nicht mehr direkt auf Preis und sonstige Zuwendungen beschränken lassen, sodass jeder Mobilitätsberater die gleichen Chancen hat, gute und schlechte Bewertungen zu bekommen."


Kaum ein Beruf im Autohandel ist von den Auswirkungen des Internet- und des Konsolidierungstrends so betroffen wie der des Automobilverkäufers. Das weiß Frank. Er ist 37 Jahre alt, zertifizierter Automobilverkäufer, der seit über 15 Jahren Fahrzeuge im Premiumsegment verkauft und bei einem deutschen Premiumhersteller als Neuwagenverkäufer angestellt ist. Auf der Internetseite www.automobilverkaeufer-blog.de schreibt er schon seit drei Jahren über seine persönlichen Erlebnisse im Handel. Er tut dies anonym, um keine negativen Konsequenzen durch seinen Arbeitgeber oder den Hersteller fürchten zu müssen. Für AUTOHAUS hat Frank aufgeschrieben, wie der Verkauf im Jahr 2025 seiner Ansicht nach aussehen wird.

Das Titelthema in AUTOHAUS 17/2015, das am 31. August erschienen ist, nimmt die Rolle des Verkäufers, die Trends und Veränderungen unter die Lupe. Mehr dazu lesen Sie hier: http://www.autohaus.de/themenspecials/verkaeufer-3-0-1677420.html

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KOMMENTARE


Christian

01.09.2015 - 15:25 Uhr

Das hat Frank sehr treffend beschrieben ,aber ich glaube das passiert schon bis 2020 LG


Matthias Kasper

01.09.2015 - 15:46 Uhr

Hallo "Frank",Auch wenn Sie mit Ihrer Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen vermutlich die richtige Richtung aufzeigen, stellt sich mir die Frage, warum Sie alles ausschließlich negativ darstellen.Wo zeigen Sie die Chancen auf? Ist wirklich alles so schlecht?"Das einzig Beständige ist der Wandel"


Verkäufer

01.09.2015 - 16:47 Uhr

Verkäufer Harz IV Punkt null! Sage ich da nur. Für 3.200 € brutto wird man sich (im Jahr 2025) nicht mal eine vernünftige Mietwohnung leisten können. Wird spannend, wenn der Mercedes-Verkäufer abends kellnern gehen muss und von seinen Kunden gesehen wird. Jetzt kommen bestimmt schlaue Kommentare von superschlauen Theoretikern aus München, Stuttgart, Berlin und Wolfsburg.... Sie müssen Kunden binden und dann ist der Nachlass kein Thema und bla bla bla....... Der Frank hat in vielen Sachen sowas von recht. Und die meisten von uns erleben diese Entwicklungen seit Jahren persönlich. Das Berufsbild des erfolgreichen Automobilverkäufers wird nach und nach runtergewirtschaftet!!!! Weiter so meine Damen und Herren Chefs und Vorstände! Im Jahr 2025 werden dressierte Affen ihre Autos verkaufen!


Frank Leclaire

01.09.2015 - 18:12 Uhr

Wenn man nachhaltig verhindern möchte, dass die eigenen Kinder sich für den Beruf des Automobilverkäufers interessieren, muss man ihnen nur den Blog von Frank zu lesen geben.Natürlich hat Frank in großen Teilen Recht, was seine Vision angeht. Dennoch sollte auch mal gesagt werden, dass es immer noch Autoverkäufer gibt, die ihren Job gerne machen. Und es gibt auch noch welche, die vernünftiges Geld verdienen. Eines wird bleiben und vielleicht sogar in Zukunft noch wichtiger werden: Man sollte seinen Job gut machen, um Erfolg zu haben. Diesen Ansatz vermisse ich ein wenig, hört es sich ja in der Vision so an, als ob man lediglich ein Abwickler wird, bei dem die eigene Leistung irrelevant wird. Sich für Kunden und deren Belange zu interessieren hat mir in über 20 Jahren Autoverkauf zum Erfolg verholfen. Das wird auch so bleiben. Wenn ich heute im Bekanntenkreis rumfrage, warum das Auto hier oder dort nicht gekauft wurde, ist der Preis ganz selten der Grund. Der Verkäufer hatte kein Interesse, er hat mir kein Angebot geschickt, er hat mich nicht gut behandelt usw. sind die deutlich häufigeren Gründe für Nicht-Käufe. Ich bin weit entfernt davon, den Job zu romantisieren, aber den Zusammenhang zwischen gut im Job sein und Erfolg haben und vernünftigem Einkommen gibt es auch im Autoverkauf noch. Vielleicht in 2025 nicht mehr, aber bis dahin sind ja noch 10 Jahre...


Michael Kühn

01.09.2015 - 18:23 Uhr

Der "Autoverkäufer" bei einem Vertragshändler war einmal ein angesehener Beruf. - Und heute ist er "banal" gesagt, ein "Drücker" im Edelzwirn ... - gem. o.g. Bericht wird ein Verkäufer zum zukünftigen "Sachbearbeiter" degradiert, allerdings zu einem Festgehalt, welches nicht einmal annähernd die Kosten für das Business-Outfit sicherstellen kann !!! - Man stelle sich einmal vor, ein BMW oder Mercedes-Verkäufer in Jeans + Turnschuhen ? - Und der o. g. Bericht gibt genügend Gedankenanregungen zum NACHDENKEN !!! Grüßle MK


Verkäufer2

01.09.2015 - 19:30 Uhr

Kann Verkäufer nur Recht geben.Viel Positives kann man diesem Beruf nicht mehr abgewinnen.Dazu haben die schlauen Herren in München, Stuttgart, Berlinund Wolfsburg maßgeblich beigetragen.


ex. Verkäufer

02.09.2015 - 08:02 Uhr

Ich sehe die Einschätzung des Bloggers ähnlich. Die Einschätzung ist nicht negativ sondern realistisch. Doch eine Berufsgruppe wurde hier noch vergessen. Wer braucht zukünftig noch Verkaufsleiter/innen die von Chancen sprechen und mit irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen Floskeln ihre Mitarbeiter antreiben wollen? Wer ein wenig Ahnung vom Geschäft hat und selber immer engagiert seinen Beruf ausgeführt hat kann die Einschätzung von "Frank" nur teilen. Es gehört zum Beruf des Verkäufers den Markt und seine Veränderungen zu beobachten und einzuschätzen.


Matze

02.09.2015 - 08:59 Uhr

Hi Frank, deine Gedanken zum Autoverkäufer find ich sehr interessant. Dabei hab ich aber auch ein paar Einwände. Ich habe gewisse Bedenken das wir in der heutigen Zeit Prognosen von 10Jahren und mehr machen können über irgendwelche Entwicklungen. Auch finde ich das die achso tollen Autoverkäufer in den letzten Jahren im Vergleich zu den anderen angestellten Mitarbeitern in Autohäusern zu viel verdient haben. Nach all den Jahren von Bestandsrecht des Lohnes ist dies natürlich schwer zu verkraften. Wenn ich mit anderen Branchen einen Vergleich ziehen darf finde ich es auch etwas düster. Eine Gleichheit von Produkten ist marktüblich. Wohnungseinrichtungen, Restaurants, undundund ... überall werden die gleichen Produkte mit ähnlichen Preisen angeboten. Trotzdem laufen einige Geschäfte und andere gehen in der Masse unter. Vielleicht sollten Autoverkäufer sich dort ein Beispiel nehmen und mitbekommen das man sich selber gut verkaufen muss um mitspielen zu dürfen. Ein Beispiel: Ein "Wiener Schnitzel" kriege ich überall. Der Preis ist doch auch annähernd gleich. Warum gehe ich dann also nicht zum nächsten Restaurant, sondern fahre vielleicht 20km? Ganz einfach, der Kellner, die Bedienung und was drum rum ist haben mich überzeugt. Ein persönlicher Kontakt ist fast jedem Kunden wichtiger als der große Glaspalast.


ehemaliger Verkäufer

02.09.2015 - 09:37 Uhr

Die Verkäufer sind eben das letzte Glied in der Kette. Was will man da mehr erwarten.Die Chefs und Geschäftsführer sind nur noch Knechte des Hersteller, die Verkaufsleiter retten Ihre Haut mit schlauen Sprüchen und Winseln nach Oben.Den Rest gibt bzw. gab dann einem noch die Schikanen rund um Testkäufer usw.Nein Danke!!Allerdings haben die meisten Verkäufer nicht den Mut den Mund aufzumachen.Sie trösten sich mit schönen, beruhigenden Sprüchen.Im Blog und Forum von Frank ist ja förmlich das Desinteresse der Verkäuferschaft zu erkennen.


Dirk

02.09.2015 - 11:06 Uhr

Ich arbeite auch seit fast 20 Jahren in der Branche. Das unsere Zukunft nicht mehr funktioniert wie wir das gewohnt waren ist klar. Wie sagte doch Herr Kapser: "Das einzig Beständige ist der Wandel". Wie recht er doch hat.Allerdings Chancen aufzeigen in diesem Kontext halte ich doch für das Gerede von jemandem, der entweder für einen Hersteller arbeitet und keinen Schimmer hat von der Arbeit am POS, oder aber einer Führungskraft im Handel, die ebenso POS-Kompetenzlücken aufweist.Ich denke dass viele Verkäufer ihre Zukunft ausserhalb dieser Branche suchen werden.


Marvin Waraki

02.09.2015 - 11:26 Uhr

2025 wird es genau so wie jetzt auch, zwei Arten von Verkäufern geben. Die einen warten gerne auf Kunden, die anderen reißen gerne welche auf. Ende! Das was sich 2025 bei erfolgreichen Handelsgruppen ändern wird, ist die Teamfähigkeit der beiden Verkäufertypen, wehrend der eine die Bürokratischen Hürden zwischen Vertragshändler und Hersteller niedermetzelt, schafft der andere Nachschub ran. Der Verkaufsleiter schlüpft in die Rolle des Masters, der alle auftretenden Probleme souverän und schnell selber löst, damit sich sein Team auf das wesentliche konzentrieren kann. Also Kollegen nur keine Bange, egal zu welcher Gruppe der Verkäufer Ihr euch hingezogen fühlt, dass entscheidende ist jeden Morgen ein bisschen Neugierde ins Büro mitzubringen. Beispielsweise Neugierde auf den Kunden und dann klappt es auch mit der Volumina.


Rainer

02.09.2015 - 12:40 Uhr

als ehemaliger, und ich darf sagen, sehr erfolgreicher Automobilverkäufer im Premiumsegment habe ich die Zeichen der Zeit schon im Jahre 2001 erkannt, als andere noch an das "Gute" glaubten. Es ging damals schon damit los, dass man im vorgegebenen Entscheidungsspielraum deutlich beschnitten wurde und für jeden Mist bei einem selbstherrlichen Verkaufsleiter nachfragen mußte und dieser schön geschniegelte Mensch dann auch noch seinen absolut unqualifizierten Kommentar zur Sache abgab, was ich seinerzeit oft genug wiederlegen konnte.Ich habe nach 30 Jahren Automobilverkauf das Handtuch geschmissen und bin heute froh über diese Entscheidung! - Schade um den Beruf - er hat mir viel Freude bereitet! - Rainer


Jonny

02.09.2015 - 13:40 Uhr

Die meisten Verkäufer, sorry Berater, haben ja gar keine Chance mehrgenügend Fahrzeuge zu verkaufen um dem Aufwand entsprechend entlohnt zu werden. In den meisten Autohäuser hat sich das Verkaufspersonal verdoppelt, wenn nicht verdreifacht. Für jeden Kunden- und Fahrzeugtyp der spezialisierte Berater.Dazu noch ein paar Telefondamen, die den Kunden hinterher telefonieren um deren Befinden zu erkunden. Wo soll den das Geld herkommen um das zu stemmen?Die einzigen die hier noch Geld verdienen und Spass am Job haben können sind die Gebrauchtwagenverkäufer.Die Neuwagenberater betreiben ein Vielfaches an Überzeugungsarbeit und bleiben auf der Strecke .


Verkaufsleiter

02.09.2015 - 16:18 Uhr

Ach Leute, Ihr klagt, wie schon seit 20 Jahren auf hohem Niveau.Der Markt ändert sich, die Hersteller " drücken" , aber Ihr seid doch keine Verteiler, " Berater" oder Sachbearbeiter sondern VERKÄUFER !Es gibt immer noch erfolgreiche Verkäufer mit ordentlichen Bruttoertägen und wenn deren Verkaufsleiter/ Geschäftsführer/ Inhaber das nicht bergreifen und iherFührungsrolle nicht gerecht werden, dann gehen diese Leute ( und vielleicht auch Ihr ) eben woanders hin.


Verkäufer

02.09.2015 - 16:21 Uhr

@Marvin Waraki irgendwie erinnert mich ihre Beschreibung des zukünftigen Verkäufers und des VLs an MediaMarkt oder Saturn :-( kein Verkäufer, kein Berater -> Verteiler ist eher die richtige Bezeichnung. Wo ist denn der Unternehmer im Unternehmen? Erschreckend finde ich auch, dass jeder zweite von uns nicht vernünftig bezahlt wird und jeder dritte keine Zeit zum Verkaufen hat, weil er mit der Bürokratie überlastet wird -> Frage der Woche! Ich finde es wird langsam Zeit, dass wir uns markenübergreifend gegen diese Ausbeute wehren.


Tom Kunz

02.09.2015 - 16:26 Uhr

Die beschriebene Zukunftsentwicklung liest sich wie der Wunschzettel aller Automobilkonzerne.Den Cost of Retail senken, indem ein teurer Vertrieb gegen Berater getauscht wird.Ich wage die Prognose, "Der ein oder andere Konzern wird genau diesen Weg einschlagen, fürchterlich auf die Nase fallen und dann wieder kleinlaut einlenken". Dieser Prozess dauert halt nur einige Jahre.Warum ist verhältnismäßig einfach:Berater beraten und Verkäufer verkaufen!!!Verkäufer verkaufen auch dann, wenn der Bedarf beim Konsument vielleicht nur zu 80% gegeben ist. Ich spreche von echten Verkäufern!Kein Konzern wird es sich langfristig erlauben können, nur die Menschen zu bedienen, die absoluten Bedarf haben.Kein Konzern wird es sich leisten können, auf die Loyalität von Kunden gegenüber Menschen verzichten zu können.Ohne Fragen, beides passiert schon und wird auch weiterhin ausprobiert.Marken wie Tesla und zukünftig vielleicht auch ein Google-, Apple Mobil werden diesen Wunschprozess (Cost of Retail senken) sehr schnell zum Gegenteil umdrehen.Da echte Verkäufer halt nicht nur Kunden halten, sondern diese sogar bei einem Herstellerwechsel auch mitziehen, zeigt deutlich, die Loyalität liegt nicht nur beim Produkt. Sorry an alle tollen Ingenieure - Andere Mütter haben ebenfalls Töchter.Was glauben Sie wirde Apple und Co machen.Ein Automobil lediglich online auf den Markt bringen oder sich die Creme de la Creme an Verkäufern zusammenkaufen um einen Knallerstart auf´s Parkett zu legen?EIn Telefon bestelle ich mir noch online, aber ich kenne wirklich keine Menschen, die dies bei Anschaffungen > 20.000 € tun.Und bei Anschaffungen, die 1/4, 1/3 vielleicht sogar die Hälfte eines Jahreseinkommens kosten, wird der Verkaufsprofi immer erfolgreicher sein.Übrigens kann ich den Wunsch der Konzerne sehr gut nachvollziehen.Als Entwickler oder Controller ist der Vertrieb ein schwarzes Tuch.Wenn er auffällt leider nur NEGATIV!... weil die tolle Neuentwicklung sich nicht sooo verkauft wie budgetiert und wenn er sich verkauft, dann mit viel zu hohen Nachlässen....weil bei jeglichen Test´s auch immer wieder auffällt, was besser funktionieren könnte. (In dem Fall lustig, weils wenn etwas versemmelt wird, meistens von Menschen die in Ihrem Herzen Berater sind)Die Gründe sind klar, aber genau weil die Konzerne Ihre überhöhten Budgets nicht reduzieren werden, es auch die kommenden 10 Jahre ein Verdrängungswettbewerb bleibt, sehe ich der Zukunft eines echten Vertriebes halbwegs gelassen entgegen.Es wird sicherlich spannend und in 10 Jahren wissen wir final, wer Recht behält.Beste GrüßeT. KunzAuch dann wenn der Bedarf v


WEST

02.09.2015 - 17:15 Uhr

Rainer, Sie schreiben mir aus der Seele. Ähnliches Schicksal, auch beendet 2001. Seit dem bin ich Flotteneinkäufer, habe mittlerweile ca 6.000 Autos eingekauft und ich sehe dabei aus dieser anderen Perspektive nach wie vor genau diese Misere. So, wie Sie es beschrieben haben und einige Vorkommentare auch. Ich als Einkäufer habe hohe Wertschätzung gegenüber den Leistungen der Verkäuferinnen und Verkäufer (meinetwegen Berater) - das sollten deren Vorgesetzen erst recht haben. Und auch danach handeln. Diese Kette ließe sich nach oben weiter fortführen. Ich kenne keine andere Branche, bei der das Hierarchiedenken noch so einen altmodisch überzogenen Stellenwert hat. 2025 kommt alles ganz anders als heute erwartet ... denkt mal 10 Jahre zurück.


wallibelli(E.Kühlwetter)

02.09.2015 - 17:32 Uhr

Ich stelle mal ganz provokativ die Frage, ob wir in 20 Jahren in den hochentwickelten Ländern (überreifen Märkten) überhaupt noch Autos im gewohnter Form verkaufen? "Die größte Ineffizienz" ist es, den Menschen ein Produkt "anzudrehen", das an in D-Land 23,1 Std. am Tag ungenutzt rumsteht und in den Ballungsräumen /Megacities dieser Welt als "Stehzeug" statt "Fahrzeug" den dort lebenden Menschen die Luft zum Atmen nimmt. Warum zum Teufel, Herr Meunzel soll ich mir ein Auto kaufen, wenn dies wie in ihrem Editorial (AH 17 vom 31.8.15) prognostiziert (Zitat): "In der Endausbaustufe setzen oder legen wir uns in jedem Zustand ins Auto, spielen mit dem Smartphone und werden auf dem kürzesten Weg, schnell und unfallfrei und ohne eigenes Zutun zum gewälten Bestimmungsort gebracht." Da bin ich mit ihnen einer Meinung. Dann kommen auch Anfänger jederzeit nach der Disco unversehrt wieder nach Hause und Senioren können ohne Unsicherheitsgefühle beruhigt zum Therapeuthen fahren. Und dem von Schweden ausgerufenem, weltweit propagiertem Ziel: "Null Tote im Straßenverkehr" kommen wir in Riesenschritten näher. Wir brauchen keine Füherscheine mehr, wir bekommen keine Bußgelder mehr, wir zahlen keine Stellpatzgebühren mehr. Und kommen dennoch vielfach schneller durch den Großstadtverkehr, weil die US IT-Firmen nicht mehr den isolierten Autokauf bzw. die ständige Vorhaltung, sondern die vernetzte effiziente, preiswerte Autonutzung auf dem Radarschirm haben: Eine neue Form eines öffentlichen Nachverkehrs für Großstädte und Ballungsraum wird entstehen. Wie ich hier im Portal schon geschrieben habe. Anstatt: "Harry, hol' den Wagen", heißt es dann aus den Uber& Co.-Zentralen: "Wagen,hol' den Harry." US IT-Firmen entwickeln vernetzbare E-Autos. Sie sind technisch einfacher, unterliegen in USA bis 40 mls/h geringeren Sicherheitsstandards und lassen sich demnächst bis auf wenige Teile in 3-D Technologie produzieren. Damit sinken die Kosten dramatisch, was wiederum für eine preisgünstige, bedarfsanlässige Nutzung statt permanente Vorhaltung mit hohen Fixkosten spricht. Künftigen Autoverkäufern rate ich nach China zu gehen: Dort gibt es erst ca. 65 Autos auf 1000 Einwohner. Laut Statement von Prof. Dr. Winterkorn sieht er dort, wie in den USA, ein Potential von 700 Autos pro 1000 Einwohner und versicherte vor ein paar Monaten im Beisein von Frau Merkel dem chinesischen Ministerpräsdenten: " Die dt. Autoindustrie steht mit allen Ressourcen bereit, gemeinsam mit einheimischen Firmen dieses gigantische Potential zu erschliessen" (knapp 900 Mio.) Dabei hat China nicht mal die Straßeninfrastruktur für 200 Autos pro Einwohner. Bei uns ist der Markt nicht nur gesättigt, wie im Kommentar von Herrn Frank beschrieben, sondern im echten "Neuwagen-Endkunden-Verkäufersegemnt" deutlich rückläufig (Privatkunden / Einzel und Kleinunternehmer). Nachwachsende kaufen deutlich weniger NW, der Internet NW-Absatz gewinnt. Jungwagen aus den Händler-/Hersteller-/Vermieter-/Leasing- Bereichen übernehmen immer öfter die Funktion eines früher gekauften Neuwagens. Das braucht es in der Tat kaum noch Beratungsbedarf. Effizient abwickeln können das auch externe Dienstleister zu geringen Kosten. Individueller Kundendialog läuft demnächst life über e-call" bzw. jetzt schon bei "Opel onstar" auf Big-Data Basis aus zentralen Callcentern. "Opel-Onstar-Customer-Dialog-Service-Center" sitzt in GB. Von dort wird der nächste Kaufabschluss online im "im audio visuellen "one to one Dialog" getätigt. Händler bekommt dann seine Abwicklungspauschale, die er sich ggf. mit "Kroschke" teilt.


Rainer

02.09.2015 - 20:48 Uhr

So weit weg ist die Zukunftsbeschreibung doch gar nicht. IVTs (InternetVertriebsTeams) die eine telefonische und schriftliche Erstberatung machen, gibt es doch schon heute. Der nächste Schritt wäre dann der hier beschriebene - raus aus dem abgeschotteten Büro, ran an die Front.


Dieter

02.09.2015 - 23:36 Uhr

Auch ich kann Rainer nur Recht geben.Nach jahrzentelangem erfolgreichen Verkauf werde ich mich von diesemBeruf in dieser fremdbestimmten Form verabschieden müssen.Spass hat es die letzten Jahre keinem mehr gemacht.Es gibt so viele Chefs,Controller, Verkaufsleiter usw. die es viel besser können....Ich werde meine Kunden in Zukunft mit fairen Angeboten bedienen.Es kann nicht sein, das ein Verkäufer, der einen Kunden an einen Hersteller oderBetrieb für Jahre oder Jahrzehnte bindet mit ein paar Eurofünfzig entlohntund Mysteryshopping und sonstigen Schikanen geohrfeigt wird.


Armer Verkäufer

03.09.2015 - 10:18 Uhr

Leider ist es so, selbst der ach so weit vom Verdienst her hochherrschaftliche Schwerlastverkäufer hat in den letzten Jahren Bekanntschaft mit dem also gehasstem Garantiegehalt gemacht, das übrigens für viele, über Jahre ein nicht mehr abzubauender Kredit in den Autohäusern geworden ist. Manche haben nur noch den Ausweg aufzuhören um einmal über 3.200,00 Euro brutto zu verdienen.Kommt der schicke Dienstwagen dazu, bleiben einem dann oft nur noch 1.600,00 Euro Netto übrig. Dafür 6 Tage die Woche von 8.00 Uhr morgens bis 18.30 Uhr abends ohne Pause weil man sich das Mittagessen sowieso nicht mehr leisten kann, inklusive der Sonntagsdienste auf Golfplätzen und Bauernmärkten.Für die Chefs kein Problem so lange es junge aufstrebende Jungverkäufer gibt, die zufrieden mit einem sportlichen Dienstwagen sind, einen schickem Anzug anhaben, die Single sind, ohne Kinder und noch bei den Eltern wohnen, so lange wird der Provisionssatz angepasst, aber nicht nach oben.Und die Sprüche, man muss sich verkaufen, klar natürlich, gerne schreibe ich Ihnen ein Angebot, klar mache ich die persönliche Probefahrt, klar besorge ich Ihnen ein Fahrzeug zur Besichtigung genau in der Farbe und in dem Polster. Klar bin ich nicht enttäuscht das der Kollege aus dem Autohaus 400 km entfernt für 500,00 Euro weniger als man selber durfte, per Fax innerhalb von 5min. den Auftrag gemacht hat, klar bin ich danach für den Kunden immer noch der persönliche Ansprechpartner der für Ersatzwagen etc. zu sorgen hat, klar muss man sich den Vorwurf gefallen lassen das man an seiner Abschlusssicherheit arbeiten muss.Wo soll das noch hin, armer Verkäufer…


R.Schultz

03.09.2015 - 11:15 Uhr

Ich vertrete eine Automarke, die in den letzten 20 Jahren ca. 13 % Marktanteil verloren hat. Trotz dieser nicht berauschenden Situation verkaufe ich diese Marke mit Leib und Seele. Es ist richtig, dass die Erträge am FZG immer niedriger werden, aber die Inhaber und GF können mittels angemessener Bank- und Versicherungsprovisionen den Minderertrag am Fahrzeug ausgleichen. Das treibt die Motivation und mir persönlich macht das Verkaufen schon große Freude, denn am Monatsende stimmt auch das Einkommen.Wie im Artikel beschrieben, sind die Verkaufsberater heute schon Mobilitätsdienstleister. So sehe ich mich auch.


Marvin Waraki

03.09.2015 - 11:22 Uhr

Verkäufer Hallo, mit Ihrem Kommentar bin ich einverstanden weil es der Realität entspricht, gerade was die Entlohnung und den Bürokratieaufwand angeht. Unverständlich für mich ist aber, warum Sie den von mir beschriebenen Verkäufer mit einem Verteiler vergleichen. Meiner Beschreibung nach kümmert sich um jeden Kunden ein Team der aus zwei Verkäufern besteht. Der eine ermittelt den Bedarf des Kunden und führt diesen durch einen Kaufvertrag dem Vertragshändler zu. Bitte, das hat doch mit verteilen wirklich nichts zutun. Oder?


Frager

03.09.2015 - 12:01 Uhr

Interessant Marvin,du hast Recht es sollte vermutlich Kümmerer nicht Verteiler heissen.Was macht in Deinem Beispiel der 2. Verkäufer. Für den Käufer ist das allemal schön, wenn sich 2 Verkäufer um Ihn kümmern, besser wären allerdings noch mehr um das Wohlgefühl zu steigern.Was passiert mit den paar Euro Provision ??


Verkäufer

03.09.2015 - 12:39 Uhr

@Marvin Waraki: ich befürchte, dass wir völlig unterschiedlicher Auffassung bezüglich des Berufsbildes eines Automobilverkäufers sind! Ich sehe mich als Unternehmer im Unternehmen (old school, würden sie vermutlich dazu sagen), ich bestimme selbst mein Einkommen! Ich binde meine Kunden an MICH, ich berate, führe PF durch, erstelle individuelle Angebote (Inzahlungnahme, Leasing, Finanzierung, Versicherung usw), ich bin für meine Kunden (fast) rund um die Uhr da, baue eine persönliche Beziehung auf und gehe abends auch mal ein Bierchen mit meinen Kunden trinken und höre mir gerne ihre Lebensgeschichten an, ich opfere meine Freizeit für Wochenendveranstalltungen, sorge für Emotionen beim Kauf! Ich bin VERKÄUFER! Denn ein Autokauf ist eine persönliche, emotionale und vertrauensvolle Sache! Hier hat ein Team -nicht falsch verstehen, ich bin ein Teamplayer und arbeite mit einer Provisionstopf-Regelung- von Beratern/Verteilern und "Kassierern" nichts verloren, denn das fördert nicht die Loyalität der Kunden. Und alles was ich dafür verlange sind: 1. eine vernünftige Provision (mehr als 20€/Fzg.) und 2. die Freiheit und einen zeitlichen Rahmen (weniger Bürokratie) fürs VERKAUFEN! Das was Sie beschreiben existiert doch schon (Internetvertriebsteams, Einkäufer, Azubis und Verkaufsassistenten) und das hat uns zwar 10% der Bürokratie abgenommen, jedoch haben wir bis zu 40 % unseres Einkommens verloren. Ich vermute, dass sie den Job noch nicht lange machen. Bitte nicht persönlich nehmen! Aber wenn sie in diese Richtung weiter denken, dann dürfen sie schon bald für 8,50€/Stunde FEST / 60 Stunden/Woche Kunden zuführen (ihre Worte).


Verkäufer

03.09.2015 - 12:51 Uhr

@Verkaufsleiter: schön, dass es noch vernünftige VL's gibt. Mein ehemaliger VL meinte wörtlich: " Ihr Verkäufer könnt nicht rechnen" als er mit den sinkenden Provisionen konfrontiert wurde. Wie kann ich mich bei Ihnen bewerben? ;-) Bitte um Email-Adresse.


Matthias T

03.09.2015 - 14:43 Uhr

Den Automobilverkäufer in welcher Form auch immer wird es in 20 Jahren noch geben. Das Problem wird nur sein, dass ein Arbeitsplatz in einem Autohaus in der heutigen Zeit nicht mehr besonders attraktiv ist. Bei sinkenden Arbeitslosenzahl wird sich doch in der heutigen Zeit kaum noch ein fähiger junger Mensch einen Job im Autohaus suchen, wenn ein Job in der Industrie deutlich besser bezahlt wird bei deutlich weniger Zeitaufwand. Daher mein Appell an alle Autohausinhaber und Hersteller, ein Beruf in einem Autohaus muss deutlich attraktiver werden sonst wird es echte Personalprobleme in den Autohäusern in Zukunft geben.


Marvin Waraki

03.09.2015 - 15:24 Uhr

Verkäufer, Sie sind ein Profi, werden mit Provision entlohnt und kümmern sich gerne um alles selbst. Ihre Zeit um Neukunden zu akquirieren ist aber begrenzt, weil Sie den Bürokratischen Aufwand nicht bewältigen. ( Sorry Ihre Worte ) Wie wär’s wenn Sie die Bürokratie an einen Kollegen mit Festgehalt abgeben, dann können Sie so richtig durchstarten, mit Akquise meine ich.


Verkäufer

03.09.2015 - 16:07 Uhr

@Matze: hier spricht wohl ein Troll der um 16 Uhr den Stift fallen lässt und eine 36,5 Stunden Woche hat. Ich habe letztes Jahr 13 Monate gearbeitet OHNE Überstunden (Überstunden kommen noch dazu, aber das Wort kenne ich nicht) und du? Ein Verkäufer ist Provisionsempfänger und wenn er viel verdient dann hat er viiiiieeeel verkauft, viel geleistet und viel mehr Zeit als du dafür aufgewendet UND mit den Bruttoerträgen auch DEIN Gehalt gesichert!!!! So wie du denken Menschen die erstens vergessen wer dafür sorgt, dass der Kunde unsere Marke kauft, sein Geld da lässt und dann auch noch in die Werkstatt kommt und dein Gehalt bezahlt und einfach keine Ahnung haben. Frag doch erstmal gleich morgen deine Verkäufer was die tatsächlich verdienen, welche Arbeitszeiten die haben, worauf sie verzichten müssen, was die "feinen" Anzüge Kosten und und und..... Und wenn du dann immer noch der Meinung bist, dass ein automobilverkäufer überbezahlt ist oder war, dann werde ich dich zukünftig bei allen Fragen rund ums Auto persönlich!!! kostenlos!!! beraten - lebenslang!!! Versprochen!!!!


Dalow

03.09.2015 - 18:08 Uhr

Hört doch auf aufeinander rumzuhacken!Gibt halt solche und solche Verkäufer. Die besseren brauchen auch die schlechteren um sich überhaupt abzuheben, oder? Entscheidend ist doch das die Hersteller im Neuwagenbereich keine individuellen starken und selbstbewussten Persönlichkeiten haben wollen. Die wollen berechenbare und austauschbare Marionetten die sich in jedem nach neuester CI-Norm gestylten Laden exakt gleich verhalten. Der "Verkauf" soll wohl am besten überall genau gleich ab laufen. Immer überall exakt der gleiche Ablauf ... zig mal Mystery Shopping, ... Mailing, ... Callling ... 100 Fragen Checkliste .. und wehe man hat keine Probefahrt angeboten, selbst wenn der Interessent keine will.Autos verkaufen wie die, die bei Mäcces den Burger zusammen legen ... alles vorgeschrieben, bis ins kleinste Detail. Vielleicht sollten die Marken & Hersteller mal erkennen das auch die Fast Food Ketten alle enorme Umsatzeinbußen haben ... die ganzen kleinen individuellen Läden dafür gut laufen ... gerade weil eben nicht überall alles gleich ist!Verschiedene Arten Verkäufern ergänzen sich doch: es gibt die klassischen Ladenverkäufer, die Außendienstler, die ruhigeren, die lauteren, die aggressiven, die defensiven ... alle haben Ihre Stärken und Schwächen ... ein guter Verkaufsleiter und/oder Inhaber erkennte das und nutzt das. Er respektiert und achtet alle. Nur die Hersteller sehen in allen Verkäufernummern die gefälligst Quoten zu erfüllen haben.Habe nach 5 Jahren Neuwagenverkauf 2007-2012 die Schnauze voll gehabt und mache seit dem nur noch und ausschließlich Gebrauchtwagen. Da hält der Hersteller sich weitestgehend raus und geht mir nicht auf die Nerven.Immer mehr Pflichten, immer weniger Rechte ... darauf läuft alles hinaus.Und was das Geld angeht: Die antiquierten Provisionssysteme sind echt traurig.Frank hat in seinem (genialen) Blog ja auch viel zum Mindestlohn geschrieben.Sollte jeder Verkäufer mal nachlesen!Ansonsten einfach nicht jammern: Was man ändern kann, ändert man ... was man nicht ändern kann, muss man entweder akzeptieren ... oder kündigen, neuen Job suchen. Basta.


Klaus

03.09.2015 - 18:16 Uhr

"Verkäufer - 03.09.2015 - @Matze: ... Ich habe letztes Jahr 13 Monate gearbeitet ..."Wow, das ist dann wohl voller Einsatz für Unternehmen und Kunde - in 12 Monaten insgesamt 13 Monate arbeiten !? Möchte nicht wissen, wie Sie Ihre Angebote kalkulieren...


Verkäufer

03.09.2015 - 18:38 Uhr

@Marvin: Bitte aufmerksam lesen. Wir haben doch schon -> Internetvertriebsdienst, Verkaufsassistenten, Azubis, Innendienst, Kasse, Fuhrpark, Einkäufer. Wen wollen sie denn noch einstellen und bezahlen? Es ändert nichts an der Tatsache, dass die Bürokratie immer weiter zunimmt! Das muss (teilweise vom Hersteller) reduziert werden! Des Weiteren sinken die Bruttoerträge und die Provisionssätze! Wie wollen Sie mit weniger Geld noch mehr Menschen bezahlen ohne dass der einzelne dabei verliert? Ich gehe jetzt mal auf ihren Vorschlag ein.... Sie akquirieren und ein Kollege übernimmt den Rest! Glauben sie ernsthaft, dass sie dadurch die Stückzahl mehr als verdoppeln? Denn sie MÜSSEN ja mit ihren Erträgen das Defizit ausgleichen und auch noch ihren Kollegen ernähren! Bei gleichbleibender Qualität der Beratung bitte.... Mit Beziehungsaufbau und Kundenbindung und und und... Wenn ja, dann sichere ich Ihnen sofort einen Job, egal wann sie können bei uns anfangen! Um es endgültig und verständlich zu formulieren -> ich verkaufe immer mehr Autos und verdiene dabei immer weniger und habe noch mehr Zettel auf meinem Tisch! Seltsam oder? Bitte weitere innovative Vorschläge! Wenigstens machen Sie sich Gedanken! Dafür ein Lob von mir! Denn andere haben sich anscheinend mit der Situation abgefunden oder verkaufen keine Autos mehr!


Frank - der Automobilverkäufer

04.09.2015 - 09:39 Uhr

Liebe Damen und Herren, es freut mich das mein Artikel schon solche Wellen schlägt. Gleichzeitig sind die Reaktionen und Kommentare, Emails und Facebook-Messages absolut überragend! Zwei Reaktionen hier möchte ich kurz kommentieren. @Matthias Kasper - sie beklagen, dass ich die Situation negativ darstelle: Ähm - ganz ehrlich - ich stelle sie nicht negativ und nicht positiv dar, sondern zeige ziemlich nüchtern auf, wie sich der Job meiner Meinung nach in den kommenden Jahren verändern wird. Wenn sie das negativ empfinden - gut, okay! Vielleicht herrscht in mir Trauer, weil der Job wirklich mal der "geilste Job der Welt" war - aber das der Wandel hier auch eingesetzt hat ist ein Umstand den ich akzeptiere.Ihre Frage nach den Chancen den dieser Wandel bringt würde ich gerne geantworten wenn Sie mir die Zielrichtung ihrer Frage bekanntgeben - Chancen für wen? Autohaus? Kunde? Den Automobilverkäufer können sie ja nicht meinen - oder?@Matze: Dein "Wiener Schnitzel" mag vielleicht gut schmecken, passt aber nicht in der Argumentation - warum? Ganz einfach: Ein Kunde kommt zu mir, erhält eine komplette Beratung - einmal Vollprogramm - kommt wieder - erhält erweiterte Beratung - kommt wieder - erhält Probefahrt - kommt wieder - hat noch Änderungen am Angebot - kommt wieder braucht noch die Probefahrt mit dem Automatik-Getriebe - kommt wieder - bringt Altwagen zum Schätzen - kommt mit seiner Frau wieder zur Farb/Typberatung - kommt wieder - letzte Preisverhandlung - Kollege 40km hat Gegenangebot unterbreitet, schriftlich, ist 2000 Euro billiger... Das ich vorher ca. 5 Stunden investiert habe um das Vollprogramm abzufeuern - mein Problem! Ich hole das letzte aus dem Angebot raus - muss in den Clinch mit dem Verkaufsleiter wegen 300 Euro - und schlußendlich liege ich immer noch 1.200 Euro über dem 40km weit entfernten Angebot für das gleiche Produkt, vom gleichen Produktionsband... Keine Verkäufer/Kundenbeziehung "verzeiht" 1.200 Euro - kein Kunde kauft deswegen, weil ich das ganze Feuerwerk gegeben habe dann "lieber" bei mir - NEIN! Eintausendzweihundert Euro ist eine ganze Stange Holz, die viele von uns Automobilverkäufer nicht mal im Monat verdienen... wieso soll der Kunde diesen Mehrpreis für die Marke "Verkäufer" ausgeben??? Würden Sie es tun?


Verkäufer

04.09.2015 - 10:10 Uhr

@Klaus: genauso rechne ich meine Angebote und VERKAUFE! Über den Tellerrand hinausschauen, lieber Klaus! Man nehme die reinen Arbeitstage von einem "Schreibtischtäter" (mit Stempeluhr) z.b. Matze und vergleiche diese mit den effektiven Arbeitstagen eines fleißigen Verkäufers mit seinen Samstagsdiensten ohne Ausgleich und Wochenendeinsätzen ( z.b. auf Golfplätzen). Das ergab in meinem Beispiel 24 reine Arbeitstage mehr. Ohne Überstunden!!!! Alleine das dürfte doch einem Verkäufer erlauben mehr zu verdienen als ein "normaler Büroangestellter", oder? Wie sehen sie das? Leider ist es heute nicht immer der Fall und Menschen wie Matze (ich gehe davon aus, dass er im Autohaus arbeitet) wissen oder vergessen das leider oft.


Mr. Mr.

04.09.2015 - 11:15 Uhr

Ehrlich...vor 3 Jahren wollte ich aufhören...aber man ist ja ein Kämpfer und außerdem der Familie verpflichtet, also habe ich nochmal unterschrieben, da mein neuer Chef endlich mal einer war, der vieles so sah wie ich und nicht rumgesülzt hatte! Die Lage ist freilich weiter beschissen und schwer zu ändern...10-12h Tage zzgl. Samstag und noch einige Sonntage (gerne auch mal 13 Tage am Stück) ... da darfste dein Gehalt nicht runter rechnen auf den Stundenlohn!!! Selbst wenn du netto 2.000 Euro hast, was ist das im Vergleich dazu? Zudem Läuft das Leben ohne dich weiter! Keine Zeit für Frau und Kinder! Ständig im Termindruck im privaten Bereich kostet dich die letzten Reserven deines Nervenkostüms und wehe du machst mal was klar (Urlaub buchen/ Arzttermin, oder nur Friseur) während der Arbeitszeit..., tja meine lieben Verkäufer und die Endkonsequenz daraus ist ... wir suchen gutes Personal und auf dem Markt ist nur noch Grütze! Das ist in meinen Augen auch nachzuvollziehen! Meine definitive Empfehlung??? Der Kunde muß wie beim Immobilienmakler einen Auftrag unterschreiben, wo er uns regelrecht bestellt gg. 5% (z.Bsp.) Honorar, das entlastet den Betrieb und sichert eine gerechte Bezahlung des Angestellten - fertig! Dann hat auch das ausspielen der Autohäuser untereinander oder der EU Verramsche durch den Kunden endlich ein ENDE! Ich habe fertig...LG und viel Erfolg euch allen!


Starverkäufer

04.09.2015 - 21:03 Uhr

Ich bin seit 9 Jahren im Verkauf beim Besten oder nichts! Wo kann man denn heute noch so viel Geld verdienen wie im Vertrieb? Man muß halt Gas geben und einen langen Atem haben. Es dauert 3 - 5 Jahre, bis man erntet was man sät, diesen Atem haben die ganzen Jungen Verkäufer heute nicht mehr. Nicht umsonst machen 1/4 der Verkäufer 3/4 des Geschäft. Vor allem bei Premium Marken wünscht der Kunde eine perfekte Betreuung, wenn man das lebt, wird es ein Selbstläufer. Hochpreisige Ware wird auch in Zukunft beim Verkäufer vor Ort gekauft werden.


Andra

05.09.2015 - 12:50 Uhr

Das Geschäft ist in den vergangenen Jahren in unserer Branche für alle anspruchsvoller geworden - egal ob Geschäftsführer, Verkaufsleiter, Verkäufer oder Kollege im Service. Das wird sich aufgrund der Marktsituation auch nicht ändern.Für uns alle gilt das Gleiche: Entweder beweinen wir unser schweres Schicksal und klagen "alles und jeden" an, hinterfragen uns aber keinesfalls selbst - oder wir überwinden verkrustetes Denken, liebgewordene Routinen und gestalten aktiv unsere Zukunft. Dazu gehört auch, sich selbst zu hinterfragen und bereit zu sein, sich weiter zu entwickeln, auch wenn das manchmal schmerzhaft ist und wir dazu heimelige Komfortzonen verlassen müssen. Mit Rezepten, Weisheiten und "Feindbildern" von gestern ist die Zukunft sicher nicht erfolgreich zu gestalten. Im Automobilhandel genauso wenig wie in anderen Branchen. Das schaffen wir nur mit Mut, Optimismus und der Bereitschaft zur WeiterEntwicklung und Veränderung.


007

07.09.2015 - 16:05 Uhr

Eigentlich wurde hier schon alles geschrieben und es bedarf keinen weiteren Kommentar. Klar kann ich mich verändern und zunächst meine sogenannte Komfortzone verlassen, aber ich würde dies als Niederlage vor dem System sehen!Warum verdammt nochmal halten wir nicht alle zusammen?! Warum gründen wir nicht eine Gewerkschaft, die sich WIRKLICH für unsere Interessen einsetzt?! Unsere Themen sollten nicht an letzter Stelle der Tagesordnung stehen!Wir alle gemeinsam hätten so eine Macht, dass wir die 10-15% der Egoisten (ich bin heute zufrieden Verkäufer) nicht benötigen! Ich bin beeindruckt von den Menschen, die sich nicht alles gefallen lassen und die Mißstände bis zum Kollaps des Systems aufzeigen. (Leider) bin ich kein französischer LKW-Fahrer, aber die Jungs haben wenigstens "E..r in der Hose!". Wir jammern wahrscheinlich wirklich auf hohem Niveau, denn in der Regel bewegt man seinen Hintern, sobald es unangenehm wird. Da wir hier nur alle Schreiben (geschweige von den Kollegen, die dies nicht mal tun), scheint es uns noch zu gut zu gehen! Daher mein Vorschlag: Den Blog von Frank schließen, denn mir jeden Tag aufzeigen wieviel Mißstände es in unserer Branche gibt, grenzt an Folter! Bewegen wird sich nichts, da wir alle "Feiglinge" sind. Ich habe abschließend nur noch eine Hoffung (die hoffentlich nicht stirbt): Eines Tages wird der Vorstand sämtliche Zusatzgratifikationen abschaffen und die Provisionen noch weiter kürzen, damit der Konzern 15% oder mehr Rendite erwirtschaften kann und spätestens dann hoffe ich, dass wir Verkäufer zum "französischen LKW-Fahrer" mutieren!


andra

07.09.2015 - 22:06 Uhr

Genauso sieht`s aus, Starverkäufer :) Unser Beruf (nicht Job) besteht nach wie vor nicht nur aus Ernten, sondern aus Säen, Pflegen und Ernten. Der Kreislauf ist der gleiche wie in der Landwirtschaft. und wer das versteht, Freude am Kundenkontkt und am Produkt hat, sich bewegt und fleissig ist, hat auch Erfolg - ein verkäufliches Produkt vorausgesetzt.Viele Kollegen bewegen sich zu sehr im Gestern. Freunde, in anderen Branchen hat der Wind sich auch gedreht. Das ist nicht zu ändern. Man kann sich aber darauf einstellen, wenn man willens ist. Und viele der Jungen sind nicht bereit, genau diese drei, vier Jahre vollen Einsatz bei schmalem Salär zu gehen, bis der Erfolg sich einstellt, von denen Starverkäufer zu Recht spricht. Anders geht es aber nicht, ist es im übrigen auch früher nicht gegangen.


Seit 35 Jahren Verkauf

22.09.2015 - 21:51 Uhr

Jeder hat recht. Gebt den Jungen eine gute Ausbildung, aber keiner nimmt das Geld oder die Zeit in die Hand.Bin zufrieden in meinem Job. Ackern ackern aber keine Anerkennung der Hersteller. Das Umdenken fängt oben an. Jeder erfolgreiche Vertriebler wechselt wenn Entlohnung und Anerkennung nicht vorhanden ist. Aber brauchen werden sie uns immer.Gewerkschaft Zusammenhalt Druck Macht das würde etwas ändern.


JungerVerkäufer

29.09.2015 - 10:37 Uhr

Ihr versteh' das ganze gewinsel nicht. Klar, Arbeiten am Sonntag weil irgendein Fest stattfindet, Samstagdienst bis 18:00 weil der Hersteller sein neues Auto vorstellt - nervt halt, aber gehört dazu.Ich bin 23, habe mit 18 angefangen Autos zu verkaufen ; Habe eine Freundin mit Tochter und bin für einen französischen Hersteller tätig. Klar sind überstunden an der Tagesordnung - und glaubt mir, wenn ich sage dass es nicht leicht ist in einer VW-Hochburg (Raum Wolfsburg) französische Autos zu verkaufen. Dadurch dass ich erst seit 2,5 Jahren in diesem Betrieb tätig bin, kann ich auch noch nicht von Stammkundenprofetieren. ABER:Trotz der Arbeitszeiten habe ich genug Freizeit, man muss sie sich halt vernünftig einteilen; Es kommt bei mir keiner zu kurz, und ich gehe im Schnitt mit 2500 - 3500€ Netto (bei Lohnsteuerklasse 1!) nach hause. Egal wie sich der Markt also entwickelt; Es IST möglich, in dem Job noch Erfolg und Spaß zu haben, wenn es schafft sich jeden Morgen aufs neue selbst zu motivieren!


Andreas

28.05.2016 - 02:48 Uhr

Ein sehr treffender Artikel - der Frank hat schätzt das realistisch ein. http://www.bald.de/start


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