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BVfK-Händlerumfrage: Verkauf weiter deutlich unter Normalniveau

Auf die Frage "Wie erfolgreich konnten Sie wieder starten?" antworteten 49,0 Prozent, die Kundschaft sei noch eher zurückhaltend.
© Foto: littlewolf1989/stock.adobe.com

Die freien Kfz-Händler ziehen eine Woche nach Wiedereröffnung der Verkaufsräume eine durchwachsene Bilanz. 65 Prozent sind laut Verband optimistisch, 35 Prozent fürchten um ihre Existenz.


Datum:
27.04.2020
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Der Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK) hat seine Mitglieder gefragt, wie gut sie in der ersten Woche nach der Corona-Schließung wieder gestartet sind. Die rund 100 Rückmeldungen zeugen von einer durchwachsenen Stimmung. Die Nachfrage nach Autos war eher zögerlich und erreichte vielfach gerade 50 Prozent des derzeit üblichen Umfangs, wie der BVfK am Montag mitteilte.

Laut Befragung sind knapp 65 Prozent der Händler optimistisch, die Krise gut zu überstehen, wenn sich das Geschäft bald wieder erholt. Gut 35 Prozent fürchten um ihre Existenz, wenn der Staat die Verluste nicht zu mindestens 50 Prozent ausgleicht. Mit der Umsetzung der Hygienemaßnahmen haben über 82 Prozent der Befragten kein Problem.

Die Ergebnisse im Detail (Mehrfachnennungen waren möglich): Auf die Frage "Wie erfolgreich konnten Sie wieder starten?" antworteten 49 Prozent, die Kundschaft sei noch eher zurückhaltend. Der Abverkauf habe bei weniger als 50 Prozent des Normalen gelegen. 2,1 Prozent waren der Meinung, das Geschäft habe bereits wieder das bisherige Niveau erreicht. Wiederum 2,1 Prozent stellten fest, dass sich ein gewisser Nachfragestau zu lösen scheine. Nachfrage und Umsatz lägen über dem vergleichbaren Niveau. 41,7 Prozent berichteten, die Kundschaft sei eher kritisch und zurückhaltend. 5,2 Prozent empfanden hingegen die Kundschaft ist positiv gestimmt und kauffreudig.

Auf die Frage nach der geschäftlichen Situation insgesamt antworteten 64,7 Prozent, die Lage sei angespannt aber beherrschbar, wenn sich das Geschäft bald wieder erhole. 23,5 Prozent berichteten von einer sehr angespannten Situation. Ohne weitere staatliche Hilfe würde es schwierig. 11,8 Prozent empfinden die Situation als extrem angespannt. Sie sehen kaum eine Chance, die Krise geschäftlich zu überleben. 49,1 Prozent der Händler fordern einen mindestens 50-prozentigen Ausgleich ihrer Verluste. 50,9 Prozent halten sogar einen 100-prozentiger Ausgleich der Verluste für erforderlich.

Auf die Frage zu den Erfahrungen mit der Umsetzung der Hygieneschutzmaßnahmen antworteten 82,6 Prozent, sie seien gut aufgestellt und hätten keine Probleme, die Vorschriften umzusetzen. Dagegen haben 14,5 Prozent nach eigener Aussage dabei Schwierigkeiten. 2,9 Prozent der Händler berichteten von Kontrollen des Ordnungsamts.

"Das Ganze ist eine Katastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes"

Auch die individuellen Rückmeldungen zeichnen laut BVfK ein überwiegend sorgenvolles und pessimistisches Bild. Eine Auswahl:

"… Umsatz = 0, wird auch lange so bleiben. Die Leute haben andere Sorgen, als Gebrauchtwagen zu kaufen. Das Ganze ist eine Katastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes …" 

"… Seit fünf Wochen kein einziger Anruf, geschweige denn ein Abverkauf oder Verkaufsgespräch!!! ..."

"… dass mit Verstand die Unternehmen unterstützt werden. Nicht direkt alle Gelder an große Konzerne ausschütten, die dann am Ende des Jahres wieder dicke Tantiemen ausschütten. Wenn jeder ein Teil der Gewinne aus den vergangenen Jahren im Unternehmen gelassen hätte, wäre die Krise eher überwindbar …" (AH)

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