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Byton: "Direktvermarktung steht im Fokus"

Andreas Schaaf verantwortet alle Markteinführungsaktivitäten von Byton.
© Foto: Byton

Wenn Mitte 2021 die ersten M-Byte-Modelle von Byton nach Europa rollen, müssen sich die künftigen Vertriebspartner auf eine neue Rolle einstellen. CCO Andreas Schaaf erklärt die Überlegungen des Start-ups.


Datum:
29.10.2019
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Branchen-Newcomer Byton will klassische Muster der Automobilindustrie aufbrechen. Das gilt im Besonderen auch für die Bereiche Handel und Werkstatt. "Wir setzen auf ein hybrides Vertriebs- und Servicemodell. Dabei steht die Direktvermarktung im Fokus", sagte Andreas Schaaf, Chief Customer Officer (CCO) der neuen Automarke, laut einer Mitteilung. Online- und Offline-Kanäle seien komplementär und gleich wichtig.

Schaaf ist seit Jahresmitte für alle Markteinführungsaktivitäten des chinesischen Herstellers, einschließlich Vertrieb, Marketing, After Sales und Kundenbetreuung verantwortlich. Der frührere Cadillac- und BMW-Manager betonte: "Der Kunde entscheidet und wählt seine Vertriebskanäle selbst aus. Die digitalen Kanäle wie App und Webstore steuern wir selbst." Im Präsenzhandel baue Byton auf starke Partner und innovative Unternehmer, "die im jeweiligen Markt fest verankert und erfahren sind".

Nach Unternehmensangaben laufen derzeit Verhandlungen mit potenziellen Vertriebspartnern in allen relevanten Märkten Europas. Vor wenigen Tagen habe man unter anderem mit Hedin Automotive (Schweden), Bymycar (Frankreich), Salvador Caetano (Portugal) und Modern Driving (Schweiz) Absichtserklärungen über eine strategische Zusammenarbeit unterzeichnet, hieß es.

Seit der Vorstellung des Elektro-SUV M-Byte auf der IAA und dem Produktionsstart der Vorserie habe Byton "viele Anfragen" erhalten, unterstrich Schaaf. "Wir müssen jetzt intensiv prüfen, wer auch vom Mindset her zu uns und zu unseren künftigen Kunden passt." Die neuen Kundenbedürfnisse und -ansprüche müssten sich auch im jeweiligen Vertriebs- und Serviceverständnis widerspiegeln. Künftige Partner müssten bereit sein, "in diesem Bereich wirklich neu zu denken". Das könne für Teilbereiche durchaus auch ein Unternehmen sein, das bislang mit der Autobranche nichts zu tun habe.


Byton M-Byte (Serienmodell)

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Laut Schaaf soll es je nach Markt unterschiedlich viele Marken-Showrooms, "Byton Places" genannt, geben. "Diese Partner werden ihre eigene Infrastruktur und ihr eigenes Personal nutzen. Byton ist dabei stets die einzige, direkte Vertragspartei für den Kunden", erklärte der CCO. Vorteile seien, dass man nur einen Datenpool und somit immer eine einheitliche Kundenansprache habe. Zudem gebe es keinen Preiskampf.

Großes Interesse

Byton zufolge liegen weltweit bereits über 50.000 Reservierungen für den M-Byte vor. Der Crossover soll Mitte nächsten Jahres zunächst in China auf den Markt kommen. Nordamerika folgt Ende 2020. Der Europa-Start ist im Sommer 2021 geplant. "Wir priorisieren hier klar einzelne Märkte", erklärte Schaaf. Allein aus Norwegen zähle man über 14.000 Fahrzeugreservierungen. Wichtig seien aber auch Märkte wie Deutschland, Benelux, Frankreich, Schweiz oder Großbritannien. Hier soll der Roll-Out gestaffelt erfolgen.

Wie berichtet, wird es den M-Byte in zwei Varianten geben. Das ohne Steuern 45.000 Euro teure Einstiegsmodell mit einem im Heck montierten Elektromotor leistet maximal 200 kW / 272 PS und bietet eine Reichweite von bis zu 360 Kilometern (WLTP). Die Batteriekapazität beträgt 72 kWh. Die Hochleistungskonfiguration mit Allradantrieb kommt auf 300 kW / 408 PS, 435 Kilometer sowie 95 kWh. Immer an Bord ist ein 48-Zoll-Display, über das alle Fahrzeugfunktionen gesteuert werden. Es ist das weltweit größte in einem Serienauto. (rp)

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