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Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz: "Mega-Umsatz bei Mager-Rendite"

Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz
Jens Bleutge (li.) und Hans-Werner Norren am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz.
© Foto: Schäfer

Das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz verbuchte im vergangenen Jahr eine rekordverdächtige Umsatzsteigerung. Jedoch verharrte die Rendite der Betriebe bei 1,4 Prozent.


Datum:
18.03.2016
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Im vergangenen Jahr hat das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz eine rekordverdächtige Umsatzsteigerung von acht Prozent verbucht. Etwa 10,4 Milliarden Euro wurden 2015 mit dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen, Ersatzteilen und in den Werkstätten umgesetzt. Alleine der Autohandel legte mit 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Der Rekordumsatz resultiert nach Verbandsangaben vor allem aufgrund der gestiegenen Zulassungszahlen und höherer Autopreise. 2015 wurden in Rheinland-Pfalz 130.238 Neuwagen zugelassen, das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2006 (ausgenommen das Umweltprämienjahr 2009). Auch der Gebrauchtwagenmarkt befindet sich auf einem Höhenflug. Im vergangenen Jahr 2015 wurden in dem Bundesland 406.168 Besitzumschreibungen registriert (2014: 390.000).

Weil zugleich der durchschnittliche Neuwagenpreis auf 28.590 Euro und der Durchschnittsgebrauchtwagenpreis auf 10.620 Euro stiegen, wurde der Umsatzwert von zehn Milliarden Euro erreicht. Allerdings verharrte die Umsatzrendite bei 1,4 Prozent. "Wenn man so will, ist das ein Mega-Umsatz bei Mager-Rendite", kommentierte Hans Werner Norren, Präsident des Kfz-Landesverbands, am Donnerstag die Zahlen. "Das ist nur geringfügig mehr als 2014 und noch immer weit entfernt von den drei Prozent Umsatzrendite, die ein Unternehmen erwirtschaften müsste, um dauerhaft am Markt bestehen zu können."

Konsequenzen aus dem VW-Abgasskandal

Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf der Rückrufaktion im Zuge des VW-Abgasskandals. "Das ist eine Mammutaufgabe für die VW-Werkstätten", sagte Verbandsgeschäftsführer Jens Bleutge. In Rheinland-Pfalz seie etwa 130.000 Fahrzeuge mit der Manipulationssoftware unterwegs. Sie alle müssen von den etwa 120 VW-Betrieben in Rheinland-Pfalz nachgebessert werden.

Als Konsequenz aus dem VW-Abgasskandal fordert der Landesverband die Politik auf, die Endrohrmessung bei der regelmäßigen Abgasuntersuchung als grundsätzliche Ergänzung zum digitalen Auslesen des Autos verpflichtend zu machen - auch für neuere Fahrzeuge. Bleutge: "Entscheidend ist nicht, was die verbaute Messtechnik misst, sondern was hinten raus kommt." (tm)

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