Der Fahrzeuglogistiker Onlogist erweitert sein Angebot um professionelle Carrier- und Trucktransporte. Mit "Onlogist Carrier" integriert das Unternehmen künftig auch großvolumige Fahrzeugtransporte auf fremder Achse in seine Plattform- und Servicewelt. Zum Marktstart haben sich rund 150 Spediteure registriert.
Bislang ermöglichte Onlogist neben Überführungen auf eigener Achse auch Einzeltransporte per Anhänger. Das neue Angebot deckt nun die gesamte Bandbreite vom einzelnen Fahrzeug bis zum Großtransport mit Achterzügen ab. Autotransporter mit einem Ladefaktor zwischen drei und acht Fahrzeugen sollen zusätzliche Kapazitäten für hohe Volumina und komplexe Transportaufträge schaffen.
Europaweites Carrier-Netzwerk geplant
Bis Ende 2026 rechnet Onlogist nach eigenen Angaben mit 700 bis 800 aktiven Spediteuren und einem flächendeckenden Carrier-Netzwerk in Europa. Die Leitung des neuen Geschäftsbereichs übernimmt Erich Kulterer als Head of Operations Truck. Er verantwortet den strategischen Ausbau von Onlogist Carrier und die Weiterentwicklung der digitalen Prozesse für Transporte auf fremder Achse.
"Mit Onlogist Carrier schaffen wir die Grundlage, auch Transporte auf fremder Achse vollständig digital steuerbar und nahtlos integrierbar zu machen. Unternehmen können somit vorhandene Transportkapazitäten kurzfristig nutzen und flexibel skalieren, ohne eigene Ressourcen aufbauen zu müssen", sagte Kulterer laut einer Mitteilung.
Für die Nutzung der Plattform stehen zwei Modelle zur Verfügung. Über den Onlogist Marketplace wählen Unternehmen einen Fahrdienst oder Carrier selbst aus. Beim Onlogist Transport Service übernimmt der Anbieter dagegen den gesamten Vergabe- und Steuerungsprozess.
Digitale Steuerung der Transportkette
Mit dem neuen Geschäftsbereich will Onlogist die bislang stark fragmentierte und analog geprägte Logistik auf fremder Achse digitalisieren. Beauftragung, Disposition und Kommunikation sollen ebenso zentral gesteuert werden wie Tracking, Statusmanagement und Abrechnung. Ziel ist es, unterschiedliche Transportmodelle und Ladefaktoren über eine gemeinsame Plattform miteinander zu verbinden.
"Die Zukunft der Fahrzeuglogistik liegt nicht in einzelnen Transportlösungen, sondern in der intelligenten Orchestrierung und dem situativen Einsatz der verschiedenen Modelle. Auf unserer digitalen Plattform verbinden wir beide Welten – Fremde und Eigene Achse – in einem hybriden System, um die effiziente Nutzung der im Markt vorhandenen Kapazitäten sicherzustellen", erklärte Onlogist-Chef Felix Müller.
Angebot für verschiedene Marktsegmente
Onlogist verfügt nach eigenen Angaben über ein Netzwerk von mehr als 18.000 geprüften Fahrdiensten. Je nach Bedarf vermittelt die Plattform zwischen einer und mehr als 10.000 Fahrten pro Kunde und Monat. Das Angebot reicht von einzelnen Überführungen bis zu komplexen europaweiten Transportketten.
Zur Zielgruppe gehören Unternehmen aus dem Automobilhandel, dem Leasinggeschäft, dem Hersteller-Umfeld, der Fahrzeugvermietung und dem Flottenmanagement. Sie sollen künftig sämtliche Überführungsmodelle zentral steuern können, unabhängig davon, ob die Fahrzeuge auf eigener oder fremder Achse bewegt werden.