Liqui Moly baut sein internationales Geschäft in Asien aus und gründet dafür eine neue Tochtergesellschaft in China. Das neue Unternehmen mit Sitz in Shanghai soll demnach im Sommer 2026 seine operative Tätigkeit aufnehmen. Es handelt sich bereits um die zehnte Auslandsgesellschaft des Ulmer Schmierstoffanbieters.
Internationalisierung als Wachstumstreiber
Mit dem Schritt verfolgt das Unternehmen seine Strategie, Märkte direkter zu bearbeiten. "Ein wichtiger Baustein in unserer Strategie, durch Internationalisierung weitere Wachstumspotenziale zu heben", sagte Geschäftsführer Salvatore Coniglio laut einer Mitteilung.
Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt Fabian Wedekind. Er ist seit 2018 für Liqui Moly in China tätig und war zuletzt als Export Area Manager für den Markt verantwortlich. Seine langjährige Präsenz vor Ort soll beim Ausbau des Geschäfts helfen. Bereits seit 18 Jahren ist Liqui Moly mit einer Repräsentanz in China vertreten. Trotz eines intensiven Wettbewerbs sieht das Unternehmen weiterhin Wachstumsmöglichkeiten und geht mit der neuen Tochter den nächsten Schritt.
Mehr Kontrolle über Vertrieb und Marktauftritt
Die Gesellschaft in Shanghai fungiert künftig als offizieller Importeur. Dadurch will Liqui Moly das Händlernetz gezielt erweitern und die Zusammenarbeit mit Werkstattketten und Autohäusern stärken. "Wir werden noch näher dran sein am Kunden als bisher", erklärte Wedekind.
Die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität in China sieht das Unternehmen als Ansatzpunkt für zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten. Neben klassischen Schmierstoffen setzt Liqui Moly dabei auf ein breites Sortiment aus chemischen Produkten rund ums Fahrzeug.
Lokale Steuerung und schnelleres Handeln
Die neue Tochtergesellschaft soll operative Entscheidungen eigenständig treffen. Dazu zählen die Auswahl von Produktsegmenten sowie Anpassungen des Sortiments an lokale Anforderungen. Auch der Ausbau des Marketingbereichs vor Ort ist vorgesehen.