Liqui Moly hat das vergangene Geschäftsjahr mit neuen Höchstwerten in der Öl- und Additivproduktion abgeschlossen. Der Umsatz stieg um acht Prozent, wie der Schmierstoffproduzent am Donnerstag mitteilte. Im Geschäftsjahr 2024 hatte das Unternehmen 1,03 Milliarden Euro erwirtschaftet. Rund zwei Drittel der Erlöse wurden 2025 im Ausland erzielt, im Inland habe man ein überproportionales Wachstum erzielt, hieß es.
An dem wirtschaftlichen Erfolg beteiligt die Geschäftsleitung die Belegschaft: "Bis zu 7.000 Euro Prämie bekommt jeder der inzwischen fast 1.300 Beschäftigten rund um den Globus", erklärte Geschäftsführer Salvatore Coniglio in Ulm.
Mit 119.000 Tonnen produziertem Öl, 40 Millionen Ölgebinden und 25 Millionen Additivdosen erreichte Liqui Moly neue Produktionsrekorde. Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, ist am Standort Saarlouis ein Ausbau der Produktionskapazität auf 160.000 Tonnen Öl geplant. "2026 geht es Stück für Stück an die Umsetzung", erklärte Geschäftsführer Uli Weller. Zum 1. Januar 2026 wurde zudem die Meguin GmbH & Co. KG Mineralölwerke in die Liqui Moly Produktions GmbH & Co. KG umfirmiert.
Schmierstoffe: Das sind die neuesten Motorenöle
Auch am Firmensitz in Ulm sollen zusätzliche Produktionskapazitäten durch neue Abfülllinien sowie durch Automatisierung und Digitalisierung geschaffen werden. Darüber hinaus plant der Mittelständler den Bau eines neuen Logistikzentrums im Ulmer Norden. Der Spatenstich für das größte Bauvorhaben in der Unternehmensgeschichte ist für 2026 vorgesehen. "Das größte Bauvorhaben in der Unternehmensgeschichte wird unsere logistischen Abläufe immens verbessern. Es ist der Schlüssel für eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit, noch höhere Kundenzufriedenheit und ein wesentlicher Baustein unserer Wachstumsstrategie", erklärte Geschäftsführer Günter Hiermaier.
Ein weiterer Schwerpunkt der Wachstumsstrategie ist die Internationalisierung. Noch im laufenden Jahr sollen neue Auslandsgesellschaften in China, der Schweiz und der Türkei gegründet werden. "In diesen Ländern sind wir schon viele Jahre aktiv, wollen aber die Märkte besser durchdringen und die vorhandenen Potentiale besser ausschöpfen", so Coniglio.