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Umfrage: Zwei Drittel der Autoverkäufer machen lustlosen Job

Wissen, Können, Wollen: Einer Studie zufolge gelingt nur vier von zehn Autoverkäufern der "Dreisprung des Verkaufserfolges".
© Foto: ZDK

Über den Erfolg oder Misserfolg im Autohaus entscheidet im Wesentlichen die Kundenzufriedenheit. Welche Rolle dabei motiviertes Verkaufspersonal spielt, hat jetzt eine repräsentative Studie herausgearbeitet.


Datum:
11.02.2011
47 Kommentare

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Die Verkaufsleiter im deutschen Autohandel attestieren ihrem Personal mehrheitlich "Dienst nach Vorschrift". Wie aus einer repräsentativen Studie der Managementberatung 2hm & Associates in Mainz hervorgeht, verdient sich nur ein Drittel der Verkäufer von ihren Vorgesetzten das Prädikat "voll und ganz motiviert". In der jetzt veröffentlichten Analyse wurden die psychologischen Erfolgstreiber im Autoverkauf unter die Lupe genommen, dazu befragte das Unternehmen 400 Verkaufsleiter in großen und kleinen Kfz-Betrieben.

Die Motivation ist dabei nur ein Baustein für den Verkaufserfolg. Laut Studie fehlt es den Verkäufern vor allem an Wissen über die Kundenbedürfnisse (61 Prozent) und am nötigen Können im Umgang mit dem Käufer (57 Prozent). In 46 Prozent der Fälle sei mangelnde Motivation für schlechte Leistungen verantwortlich, hieß es.

Den Angaben zufolge ist für mehr als 90 Prozent der Verkaufsleiter das Wissen, Können und Wollen besonders relevant für ein exzellentes Kundengespräch. Jedoch gelinge dieser "Dreisprung des Verkaufserfolges" lediglich 40 Prozent der Verkäufer. Zwischen den Erwartungen der Kunden und der Erfüllung dieser Erwartungen durch das Personal in den Verkaufsräumen klaffe somit eine Lücke.

In Autohäusern werde immer noch zu wenig beachtet, dass es einen Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit der Mitarbeiter und der der Kunden gibt, erklärt 2hm-Experte Hans Herrmann. Zufriedenes Personal sei hoch motiviert und somit in der Lage, die Kunden zu begeistern. Zwar sei die Messung der Mitarbeiterzufriedenheit in vielen Unternehmen mittlerweile Standard, die Ergebnisse würden aber kaum positiv umgesetzt.

Offene Kommunikation gefragt

Herrmann: "Die Verkaufsleitung muss den Verkäufern Respekt und Vertrauen entgegenbringen, sie muss diese wertschätzen." Er empfiehlt Autohäusern, eine Unternehmens- und Wertekultur zu entwickeln, in der die Belegschaft eine zentrale Komponente zur Erreichung der Unternehmensziele darstellt. Dabei seien offene Kommunikation und Transparenz über die geschäftliche Entwicklung gefragt. "Wesentliche Voraussetzungen für nachhaltige Veränderungen sind: Ein langer Atem, eine echte Dialogbereitschaft und eine gehörige Portion Mut, sowohl auf Seiten der Mitarbeiter als auch im Management", betont der Berater. (rp)

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KOMMENTARE


Franko S.

11.02.2011 - 17:39 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir können doch nur an der Notwendigkeit ( heisst die Not wenden ) solcher Artikel zweifeln, da an unserem wirklichem Problem kein Weg vorbeiführt. Wie stellen sich die Herren Verkaufsleiter und Geschäftsführer das denn vor ? Den übermotivierten, mit den Lieblingsfächern singen, springen, beten, ausgestatteten Multifunktionsverkaufsprofi, der in 2011 für das gleiche Geld arbeiten geht, wie nach der Lehre, das heisst auf gut Deutsch, nach 20 Jahren Verkäufer mit maximal 2.200 - 2.500,- brutto! nach Hause geht. Da versandet jegliche Aufkeimung von Motivation bereits in den ersten Kundenkontakten. Leute, überlegt euch mal gründlich, wie Ihr eure Frontleute entlohnt, neein, wir sind hier nicht im Getränkemarkt, auch wenn die Bezahlung daraus schliessen lässt!!!


Horst Kuhlemann (AutohausScout)

11.02.2011 - 19:19 Uhr

Spannend sind folgende Fragen: Woher WISSEN Verkaufsleiter, dass von den 46% der Verkäufer, die an mangelnder Motivation leiden, einer oder vielleicht auch mehrere von seiner "Mannschaft betroffen sind? Warum KÖNNEN Verkaufsleiter nicht diesen 57% Verkäufern, die den Umgang mit Kunden nicht gut genug beherrschen, das nötige Können vermitteln? Woran liegt es denn, dass lt. Studie, 61% der Verkäufer nicht das notwendige WISSEN über die Kundenbedürfnisse einsetzen? WISSEN die Verkäufer dass sie so wenig KÖNNEN, oder WOLLEN sie es nicht? Kann es sein, dass es "sauschwer" ist mit dem Ergebnis dieser Studie eine deutliche Verbesserung in der Verkaufsleiter-Riege zu erreichen? In jedem Fall kann ich bestätigen, dass mehr geschehen muss, als "nur" aus gegebenem Anlass (o.g.Studie)das Gelesene zur Kenntnis zu nehmen - vielleicht hier und da mal zum Meetingthema zu machen, oder noch schöner, das Ergebnis gar zu ignorieren! Auf eine angeregte - nicht aufgeregte - Diskussion freue ich mich und grüße aus dem Rhei-Main-Gebiet Horst Kuhlemann (horstkuhlemann@aol.com)


BackToTheRoots

11.02.2011 - 19:42 Uhr

Die Ergebnisse der Umfrage kann ich sowohl als ehemaliger Verkaufsleiter,als Kunde und als Coach/Trainer im Wesentlichen bestätigen. Die mangelnde Motivation ist aber nicht unbedingt im Unvermögen oder im Charakter eines Verkäufers zu suchen, sondern vielmehr darin, dass diese mehrheitlich dazu mißbraucht werden, Quantität statt Qualität abzuliefern. Im "Wahn der Quoten" sind Sachkundigkeit und Qualifikation nicht unbedingt gefragt. Quotendrücker werden auf den "Thron gesetzt", echte Dienstleister als "Weicheier" abgestempelt. Noch erschreckender ist die Wertschätzung der Mitarbeiter durch Vorgesetzte. Diese findet leider oft und wenn, dann allenfalls im Aufwiegen von Stückzahlen statt, das war es dann auch schon! Das Übrige wird dann vom Kunden erledigt, dessen Kaufverhalten sich oftmals bis hin zum unqualifizierten Gegängel der Verkäufer artikuliert. Somit ist das Verhalten der Verkäufer verständlich, mit Sicherheit aber nicht akzeptabel. Eine Spirale ohne Ende!??! Hier sind alle gefordert, vom Hersteller bis zum Verkäufer. Und den Anfang muss mit Sicherheit der Erstgenannte machen. Und für alle Vorgesetzten: Je größer und ehrlicher die Wertschätzung seiner Mitarbeiter, umso größer die Motivation! Das funktioniert! 100%


Stefan Niedermeier

11.02.2011 - 20:20 Uhr

Dass die Motivation fehlt, liegt häufig daran, dass viele Verkäufer nach wie vor mit einem heutzutage nicht mehr tragbaren Provisionssystem arbeiten / leben müssen. 1.000€ Fixum und 12% vom Bruttoertrag bei Neuwagen, dazu keine Provision für Finanzierung und Versicherung, da kommt halt am Ende nicht sehr viel raus. Und mal ehrlich: Wieviel Möglichkeiten hat der Verkäufer denn heute noch den Preis zu beeinflussen. Im Internet sind alle Preise transparent. Wer gut ist holt je nach Geldbeutel des Kunden vielleicht noch 100 - 500€ mehr raus. Der Aufwand den man dafür treiben muss, um den Kunden zu begeistern, steht da oft in keinem Verhältnis zum Provisionsertrag. Ich kann nur dazu animieren die Provisionsregelungen so zu verändern, dass jeder Verkäufer ein Grundgehalt hat, von dem er leben kann und ein Bonusmodell, dass die Leistung honoriert.


Bernd Klümpel

11.02.2011 - 20:59 Uhr

Man wird mit adminstrativen Aufgaben seitens der Hersteller - Banken - Versicherungen - Garantien und natürlich der eigenen Führungsetage zugeschüttet, hat gar keine Zeit mehr sich auf den Kunden zu konzentrieren !!! Der Kunde ist nur noch der geldbringende Spielball dieses Systemes !!! Ich habe nach 15 Jahren meinen Schlußstrich gezogen und habe mich in einer anderen Branche selbständig gemacht . Die neuen Jungen Verkäufer werden als JASAGER und ERFÜLLER dieser adminstrativen Aufgaben ausgebildet --- Sie machen nur noch einen JOB ! Der Kunde bleibt auf der Strecke ! Es gibt nur noch wenige ALTE die es als BERUFUNG sehen -- die meisten sind rausgeekelt worden oder von selbst gegangen !!!!


Herbert Seeger

12.02.2011 - 00:43 Uhr

Verkaufsleiter die so eine Meinung von ihren Verkäufern haben, sind für mich keine VerkaufsLEITER. Entweder sind ihre Verkäufer zu einer besseren Arbeitsweise zu entwickeln, dann muss diese Entwicklung von den Verkaufsleitern angestossen und begleitet werden. Sind die Verkäufer nicht zu entwickeln, müssen sie ersetzt werden. Beides wohl Aufgabe der Verkaufsleitung. Jetzt ist die Frage wer einen schlechten Job macht für mich beantwortet. Sorry liebe Verkaufsleiter, da habt ihr mit dieser Umfrage wohl ein Eigentor geschossen. Merke: Wer mit dem Finger auf Andere zeigt, auf den zeigen 3 Finger zurück!


E.S

12.02.2011 - 10:50 Uhr

na klar, immer sind es die Verkäufer, die für Erfolg oder Misserfolg zuständig sind. Wie ist es denn mit dem Kopf oder den Herstellern mit Ihren Aktionen bzw. Würdigung des Einsatzes eines Verkäufers??? Wer arbeitet denn sonst in Deutschland ab 50 Stunden aufwärts an 6 Tagen und hat im Schnitt 25 Arbeitstage Urlaub im Jahr??? Man sollte auch einmal berücksichtigen was heute einem Verkäufer abverlangt wird mit allem Einsatz und Bürokratie!


colpradat

12.02.2011 - 11:01 Uhr

Verkaufsleiter attestieren ihrem Verkaufspersonal "Dienst nach Vorschrift" ? Dann sollten die Verkaufsleiter mal überdenken woran das liegen kann. Jeder dieser gefrusteten Verkaufsberater hat mal mit viel Elan , Schwung und Leistungsbereitschaft seinen Job begonnen, und war bereit weit mehr als 40 Stunden in der Woche für ein gutes überdurchschnittliches Einkommen zu investieren. Geblieben ist mittlerweile nur die überdurchnittlich hohe Arbeitszeit durch immer längere Öffnungszeiten , bei keineswegs überdurchschnittliche Bezahlung. Motivation könnte durchaus durch finanzielle Anreize entstehen, wenn aber ein Verkäufer Monat für Monat seine Provisionen dazu verwenden muss um sein Garantiegehalt aufzufüllen, d.h. er übers Jahr nie über sein Garantiegehalt von knapp € 2700,-- pro Monat kommt dann ist das einfach frustriernd und demotivierend . Lasst die Verkäufer wieder Geld verdienen , und respektiert die Verkäufer als Individuen die Firmen nach außen tragen, quasi das Gesicht einer Marke bzw. des Autohauses sind.


Robert Wischemann

12.02.2011 - 13:11 Uhr

Dieses Ergebnis überrascht doch jetzt keinen wirklich, oder!? Die meisten Verkäufer halten sich eh für die Größten und der Kunde ist nur nervendes Beiwerk. Hinzu kommt, dass Jeder glaubt zum Verkäufer geboren zu sein. Allerdings finde ich es interessant, dass diese Umfrage nicht die Verkaufsleiter mehr in die Verantwortung nimmt! Denn diese wählen doch die Leute aus und stellen Sie ein! Diese leben doch vor und schulen und motivieren! Diese führen doch die Verkäufer und bringen Sie auf den richtigen erfolgreichen Weg! Oder welche Funktion hat der Verkaufsleiter!? Umfragen beantworten!? Verkauf heisst Beratung ohne aufdringlich zu sein. Verkauf heisst eine Beziehung zum Kunden aufzubauen. Verkauf heisst Lust auf Menschen und Ihre Interesse zu haben. Verkauf heisst positives Bauchgefühl zu erzeugen. Verkauf heisst Kunden zu gewinnen in dem man Mensch ist und mit Menschen umgehen kann.


Karl Schuler

12.02.2011 - 13:30 Uhr

Taugen dann nur 133 Verkaufsleiter, ein Drittel, für diesen Job? Spaß beiseite. Wichtig ist, dass die Mannschaft das gleiche Ziel hat. Es sind eben Wissen, Können und Wollen besonders relevant für exzellente Kundenbeziehungen. Nur muss das auch gelebt werden... Es gilt die ernstzunehmende Formel, wie das Unternehmen seine Kunden sieht: "Ein Kunde ist kein Außenstehender, sondern ein lebendiger Teil unseres Geschäftes. Wir tun Ihm keinen Gefallen, indem wir Ihm dienen, sondern er tut uns einen Gefallen, wenn er uns Gelegenheit gibt, es zu tun."


Heinz Kretschmer

12.02.2011 - 14:53 Uhr

...da frage man ob diese 400 repr.befragten VL(bezogen auf VL bundesweit-erschreckend)selbst über das erforderliche Maß an Motivation,Wissen,Realitätsbezug u.Führungsqualität verfügen, oder nur Äffchen im Anzug! ...sind Sie der/das Unternehm- er/en welcher/es mein Wissenspotential u.Leistungsvermögen nutzen und von ihm profitieren will? Kurzvita:Vk.-VL.NW/GW-GL.in Einzel. und führenden Gruppenbetrieben- Produkte IN/WOB u.Asien/ NRW Kontkt.heinz.kretschmer@googlemail.com Heinz M.Kretschmer


Christian Blas

12.02.2011 - 16:31 Uhr

Um dies festzustellen, wird eine Unternehmensberatung benötigt? Mehr unternehmerisches Denken und weniger Beratung wäre schon mal ein guter Anfang. Und smarte Sprüche von den Beraterheinis bringen nur eines - Gähnen!! Autohändler macht Eueren Job und jagd die Dummschwätzer endlich vom Hof.


Juergen K

13.02.2011 - 10:00 Uhr

Nun, wenn ich mir so manchen "Verkaufsleiter" anschaue, dann spruehen die auch nicht vor Begeisterung. Von der Akzeptanz durch die MA mal ganz zu schweigen. Woher soll es also kommen? Hier ist ein Struktur- und Wertewandel notwendig. Und ob das in den "verkrusteten" Strukturen moeglich ist, mag ich zu bezweifeln. Schoen fuer die Kunden waere es aber allemal. JTK


R. Fuchs

13.02.2011 - 12:00 Uhr

R. Fuchs Dieses ist leider eine traurige, allen Seiten bekannte Tatsache, dazu brauchte es keiner Erhebung. Was nutzen denn die ganzen verqueren Marketing-Sprüche, die verschlimmern es doch nur noch. Den Kunden wie einen potentiellen Käufer ansprechen und behandeln, seine Wünsche und Möglichkeiten herausfinden, qualifiziert beraten und nach dem Verkauf weiter betreuen. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo es ganz anders war. Kaufentscheidend war dann die gute Betreuung durch " sein/mein Autohaus". War das wirklich alles so verkehrt ?


Siegfried Elbing

14.02.2011 - 09:04 Uhr

Das Hauptproblem ist, dass ein großer % Anteil Verkäufer dem Zeitgeist entsprechend menschlich garnicht in der Lage ist, auf seine Kunden einzugehen. Man spricht mehr in Überschriften als mit Textinhalten ( wie Blödzeitung ) Weiterhin besteht der Hauptanteil des Verkaufsgespräches aus der Vermittlung einer günstigen Finanzierung. Und zum Schluß sei noch gesagt, wenn jemand glaubt, dass ein Verkaufsleiter den Verkauf leitet, glaubt er auch dass ein Zitronenfaletr Zitronen faltet...... Verkaufserfolge werden das Ergebnis der eignen Führung dargestellt, Mißerfolge als das Ergebnis von Unvermögen...so wird es gelebt! Es gibt Ausnahmen, und das sind die erfolgreichen der Branche


Hans Meiser

14.02.2011 - 10:38 Uhr

Die Kommentare, die ich hier lese, stimmen mich sehr bedenklich. Ich bin "Verkaufsleitend" tätig, muss aber täglich meine Interessenten und spätere Kunden neu begeistern, damit ich mein Geld verdiene. Wenn die "echten" VL die Verkäufer kritisieren, dass sie lustlos am Kunden vorbei agieren, müssen die VL doch in ihrer Funktion Vorbild sein und dem VB zeigen, wie "gutes" Verkaufen dann funktioniert. Der VB muss Motivation haben, in dem er über Provision für seine Leistung honoriert wird. Wenn ich aber an 2010 denke und manchen MOnat dachte, ich müsste noch Geld mitbringen, dann kann die EIgenmotivation schon leiden. Dann muss mein VL mich motivieren und in schwierigen Zeiten muss auch mal mein AG für mich da sein ! Fazit: Gutes Vorbild der VL, Motivation für VB ... und dann klappt auch der Verkauf


Simone Gerber/FrAutomobil

14.02.2011 - 10:48 Uhr

Ich glaube schon, dass Veränderung möglich ist. Die Frage ist, wo man ansetzt. Um Mitarbeiter zu motivieren, bedarf es die u.a. die Fähigkeit zur Selbstreflexion bei der Führungskraft. Wie heißt es so schön: Wie es in den Wald hineinschallt...., Was denke ich denn als Chef von meinen Verkäufern? Habe ich tatsächlich Vertrauen in ihre Fähigkeiten oder meine ich sie nur mit Kontrolle führen zu können, weil sie mich sonst ausnutzen? Wie habe ich selbst Führung erlebt? Bei der Frage nach Wertewandel muß ich mir zunächst meiner eigenen Werte bewusst sein...


bmw_biker

14.02.2011 - 11:13 Uhr

Liebe Leser/Leidensgenossen. Es ist ein Schwachsinn auf Erden solche studien zu erheben, schaut man sich die Anzahl der Befragten mal an. Ein Verkäufer arbeitet eine Unzahl von Stunden, vielleicht noch zusätzlich am Wochenende auf einer Verkaufsveranstaltung etc... und bekommt dafür eine ganz miserabele Bezahlung, und mit Glück für Wochenenddienste noch ein "Danke". Hat einer der Verkaufskollegen schonmal den Std-Lohn ausgerechnet - macht es lieber nicht! Wir sind das Aushängeschild des Betriebes, unser Gesicht sieht der Kunde zu aller erst. Sorry wenn da die Gesichter nicht fröhlich und motiviert aussehen, wie auch? Kein Geld, keine Frei-Zeit, Prellbock für alles was kommt! Preise und Rabatte bekommt der Kd im Netz, die gute Beratung und Probefahrt findet beim örtlichen Händler statt. Der Verkäufer muss dann nur noch entscheiden ob er das miese Geschäft machen möchte oder nicht. In der Provisionsauswertung finden sich ERU 50,- nicht wieder. Ich würde den Job heute nicht mehr aussuchen, aber aus dem Job rauszukommen ist verdammt schwer. Vielleicht sollte mal ein Buch über dieses Job geschrieben werden - aber ich habe keine Zeit dafür......


Sabine Schröder, Kiel

14.02.2011 - 11:15 Uhr

"Nur ein zufriedener Mitarbeiter ist meist auch ein guter Mitarbeiter". Das gilt sowohl für das Autohaus als auch für den Autokunden. Mein Bruder ist seit 30 Jahren als Autoverkäufer der guten alten Schule tätig gewesen. Seit einiger Zeit sucht er eine neue Tätigkeit im Autoverkauf. Er findet sie nicht weil er über 50 ist und keine Zertifizierung hat. Er hatte langjährige Anstellungen mit sehr guten Verkaufserfolgen. Ihm wurden dann jedoch "Jungdynamiker" vor die Nase gesetzt bei denen es nicht mehr auf Qualität sondern nur noch auf Quantität an kam. Die gute alte Schule war nicht mehr gefragt von der Geschäfts- und Verkaufsleitung. Ich persönlich habe auch feststellen müssen, dass je größer ein Autohaus wurde, um so schlechter wurde der Service. Wenn ich mir heute ein neues Auto kaufe, gehe ich grundsätzlich zu einem älteren Verkäufer. Da stimmt meist auch der persönliche Kontakt.


Veit Müller

14.02.2011 - 11:24 Uhr

Verkäufer heute heißt:Bankberater, Versicherungsfachmann,An-und Abmelde dienst und nicht zuletzt auch Kellner zu sein. Das wirkliche Verkaufen kommt mittlerweile ganz zum Schluss. Die Wochenarbeitszeit wird immer mehr dafür wird die Endlohnung immer weniger.Die Verkaufleiter stecken sich nach einem "guten" Jahr die Lorbeern ein und bei einem schlechten Jahr sind natürlich die Verkäufer dran schuld.Nach einem "guten" Jahr wird das "WIR" hochgehalten,nach einem schlechten wird man als Verkäufer Namentlich Gebrandmarkt.Verkaufleiter werden völlig überbewertet.Verkäufer sind die Leute an der Front.Die sollte man Hegen und Pflegen.Dann kommt die Motivation und die Lust von ganz alleine zurück.


C. Wagner

14.02.2011 - 11:38 Uhr

Hat eigentlich schonmal einer der schlauen Herren bemerkt, das die Bezahlung der Verkäufer, auch bei Nobelmarken wie Mercedes mittlerweile unterirdisch ist? Gerade wenn auf Bruttoertragsbasis verprovisioniert wird. Weniger Absatz, steigende Nachlässe, geringere Erträge und der Verkäufer ist immer mit im Boot. Ich finde es schon etwas weltfremd von einem Mitarbeiter höchstes Engagement zu verlangen, gleichzeitig aber bei einer 50-60 Stunden Woche, Samstagsdiensten und Wochenendveranstaltungen Einkommen zu zahlen die keine € 3500 brutto mehr erreichen. Und das bei ständig wachsenden Aufgaben und Anforderungen. Wer gutes Personal will, muss es auch bezahlen. Andernfalls bekommt er keins oder die guten Verkäufer im Unternehmen suchen sich mittelfristig was anderes. So einfach ist Marktwirtschaft.


Ulrich Demel

14.02.2011 - 11:47 Uhr

Gute Verkäufer muss man nicht durch Geld motivieren. Motiviert wird durch Wertschätzung und Vertrauen. Geben sie den Verkäufern das "gute Gefühl" ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens zu sein. """Nicht geschimpft ist auch Gelobt""" ist der falsche Weg. Einfach mal drüber nachdenken. Eigentlich ist es sehr einfach.


M.M.

14.02.2011 - 13:02 Uhr

Selten hat ein Artikel im Autohaus online so eine starke Flut am Lesermeinungen hervorgerufen. Ich selbst bin Verkäufer bei einer Premiummarke und zur zeit auch nicht richtig motiviert. Der Hauptgrung ist die Bezahlung. Klar, haben wir es selbst in der Hand über Provisionen unser Einkommen selbst zu bestimmen. Was aber ist bei Qualitätsproblemen, Lieferschwierigkeiten und Wirtschaftskrise. Dann kann das Einkommen mal schnell um 50% !!!! sinken und es interessiert niemanden. Dazu kommt dann noch 3 Tage Ausgleichsverzicht bei Schulungen, Kürzung der Ergebnisbeteiligung um 50% gegenüber den Werksmitarbeitern und 3 Tage unentgeltliche Arbeit zur Sicherung des Arbeitsplatzes. Dem gegenüber steht eine 50-60 Stundenwoche un viele Wochenendeinsätze oder Abendveranstaltungen usw. Wenn dann am Monatsende noch ein Gehalt von 1.500 Euro netto übrig bleit ( zugegeben inkl. DW), dann wird einem schon etwas mulmig. Dazu kommt ein Wulst von Papierkram der abgearbeitet werden muss. Die Zeit um sich einen Kunden zu kümmern wird immer weniger, die Arbeitanweisungen immer mehr. Das Vertrauen in die Verkäufer nimmt stark ab. Also kann nur Dienst nach Vorschrift rauskommen. Um das hier nicht falsch zu Verstehen, ich mache meinen Beruf gern, auch für diese Marke aber ein wenig Verständnis für die Situation wäre von Vorteil.


A. Walter

14.02.2011 - 13:05 Uhr

Mitarbeitermotivation ist alles ! Ich mache den Job im Verkauf/Betriebsleitung schon über 20 Jahre. Warum nur wurde z.B. bei meiner ersten Verkäuferstation Jahr für Jahr das Provisionssystem geändert, sofern der Geschäftsleitung (Prokurist, NICHT Inhaber) und nicht der Verkaufsleitung das Verkäufergehalt zu hoch erschien ??? Und das Jahr für Jahr TROTZ REINER ERLÖSPROVISION ??!! Auch bei allen anderen Stationen hat sich dieser Trend fortgesetzt. Letzendlich will ich mich nicht beklagen, jedoch verdiene ich aktuell (bin fast 10 Jahre im Unternehmen) in etwas das gleiche, wie 1995 ! Warum nur gibt es in unserem Unternehmen Mitarbeiter (Service, Teile, Werkstatt) die z.T. in Steuerklasse I rund 1500,- netto überwiesen bekommen (für eine geregelte Arbeitszeit, bei der jede Überstunde total verpönt ist, obwohl sie entweder bezahlt oder gutgeschrieben wird), während der Verkäufer in Steuerklasse III mit 2 Kindern auch nur 2.000,- ausgezahlt bekommt. Und das bei den bekannten Arbeitszeiten ? Ich möchte hier niemanden in Schutz nehmen, da es auch viele Betriebe mit perfekter Struktur gibt. Aber wie soll ich das bitte verstehen, wenn solche Aussagen von den Leitungskräften kommen, die GENAU DIESEM PROBLEM entgegenwirken sollten ? Schon interessant.


Franco Francia

14.02.2011 - 13:06 Uhr

@Veit Müller: Danke für Ihre wichtige Anmerkung: "Verkäufer heute heißt: Bankberater, Versicherungsfachmann, An- und Abmeldedienst und nicht zuletzt auch Kellner zu sein." Wäre eine Lösung, die Verkäufer/Verkäuferinnen konsequent von diesen "Aufgaben" zu befreien und zu entlasten? Die Verkäufer/Verkäuferinnen würden sich um Akquisition, Interessentenpflege, Probefahrtmanagement und Kundenstamm kümmern? Mit der Konsequenz, sie würden mehr verdienen und mehr Fahrzeuge leichter und besser verkaufen?


Andreas Witt

14.02.2011 - 13:36 Uhr

" Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit der Mitarbeiter und der der Kunden " Wen wundert es, daß einige Verkäufer unzufrieden sind. Man sollte sich mal die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeiten, Verantwortung, Erfolgsdruck, Vergütung) GENAU ansehen. Da kann man dann auch schon mal unzufrieden werden... Ich habe selber schon in verschiedenen Autohäusern gearbeitet und gute und weniger gute Erfahrungen gemacht. Sicher muß man und sollte man sehr anpassungsfähig sein und sich auch selbst motivieren können. Das kann einem aber leider sehr schwer gemacht werden. Gewollt und ungewollt, z.B. durch mangelnde oder unaufrichtige Kommunikation (stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“) und Team-player die eigentlich alles Einzelkämpfer sind. Ich kann nur empfehlen, wenn man sehr unzufrieden ist, sollte man schnellstens nach einer Lösung suchen. Evtl. mit Hilfe von "aussen". Das gilt sicher für Verkäufer wie auch für Verkaufsleiter. Im übrigen kann ich den Kommentaren hier (insbesondere der Herren Demel, Wagner und Müller) nur Zustimmen. Ich hoffe, daß dieser Artikel von ganz vielen gelesen wird und dadurch auch was bewegt wird.


Veit Müller

14.02.2011 - 15:08 Uhr

Die zustimmung auf meinen Kommentar ist sehr schön aber auch erschreckend.Zeigt es doch auch wieviele Kollegen nicht zufrieden sind.Aber liebe Kollegen es geht auch anders.Ich habe nach vielen Jahren in einem Autohaus, in dem es genauso ist wie von vielen besrieben, endlich den Mut aufgebracht an meiner Situation etwas zu verändern.Jetzt lebe und liebe ich wieder diesen schönen Beruf.Da wo ich jetzt bin bekommt der Verkäufer die Wertschätzung und Endlohnung aus der er seine Motivation ziehen sollte.Es macht wieder freude und spaß auf die Arbeit zu gehn.Und so sollte es sein.Nur dann kann man auch dem Kunden gegenüber volle Leistung erbringen.Also:ES gibt sie noch...die tollen Arbeitgeber, danke Chef!!!


matthias Franke

14.02.2011 - 15:27 Uhr

In vielen Autohäusern ist die Stückzahl das Wichtigste. (Die Gründe sind:Abnahmeverpflichtung gegenüber dem Hersteller,besser dastehen als der andere Betriebsteil,etc....)Dementsprechend ist die Werbung schon gestaltet, das heisst es wird von Anfang an mit niedrigen Margen geworben. Am Ende macht dann das Eine mehr oder weniger verkaufte Auto auf dem Lohnzettel des Verkäufers keinen Unterschied. Wo soll die Motivation herkommen? Ich freue mich als Verkäufer über ein verkauftes Auto ohne Ertrag gar nicht.Von einem Strich kann ich nicht leben! und noch eins: Die Erfahreung zeigt, das ein getätigtes "Geschäft" mit einem bis zum Letzten feilschenden Kd., nur um die Stückzahl zu erfüllen, immer Ärger gibt. Diese Kd. wollen nichts bezahlen, aber wie Premiumkd. behandelt werden.


Michael Hansmann

14.02.2011 - 17:23 Uhr

Ja, so ist das eben, wenn man Wein predigt und Wasser bezahlt. In Zeiten, in denen sich Hersteller schon in der Werbung die Preise um die Ohren hauen und Angebote mit wenig bis keiner Restmarge gemacht werden, ist es schwierig, einen vernünftig ausgebildeten und hochmotivierten Automobilverkäufer zu bezahlen. Bei den miesen Entlohnungssystemen, die überwiegend im Kfz-Gewerbe genutzt werden muss man sich nicht wundern, wenn das Personal nicht motviert ist und öfter mal die Mannschaft wechselt. Nun zeigt also eine Befragung das, was vielen Arbeitnehmern mit gesundem Menschenverstand schon seit Jahren bewusst ist: Wenn man zufriedene, hochmotivierte Mitarbeier haben möchte, funktioniert das mit dem derzeitigen Geschäftsmodell nicht. Am Besten sind dabei immer noch die historischen Sprüche, dass man sich sein Gehalt selbst bestimmen kann. Die Frage ist, wie man das rechnet, wenn es oftmals 55,13 Euro Mindestprovision für ein Fahrzeug gibt, die zu dem vereinbarten Fixum auf Niveau eines Auszubildenden - wahlweise zwischen dem ersten und dritten Lehrjahr - zugezahlt werden. Mir persönlich ist ein Autohaus in Kassel bekannt, welches ein Fixum von 255,00 Euro bezahlt. Wenn man also 40 Autos verkauft, kann man auch schon mal einen Monat seine Miete bezahlen und vielleicht sogar noch einen neuen Anzug kaufen, der ja gern gesehen wird vom Arbeitgeber - man soll ja doch ein wenig repräsentieren. Vielleicht sind meine Ansprüche ja zu hoch, allerdings finde ich solche Zahlen nicht so richtig motivierend...


Thomas Ernst Neumann

14.02.2011 - 17:36 Uhr

Mache meinen Job jetzt über 25 Jahre. In der Zeit vor dem Jahr 2000 hat man doch wirklich das Geld mit der Schubkarre nach Hause gefahren. Internet, mobile oder AS24 etc. machen doch die Preise gläsern. Wer nicht auf den ersten Seiten steht verkauft kaum oder nur sehr schwer seine Fahrzeuge. Da kann man dann von Glück reden, wenn man einen guten Standort mit vielen "freien Adressen" pro Tag hat. (Einkaufsmarkt etc) Arbeitszeiten hatten wir schon immer mehr als genug, doch die Bezahlung oder der Erfolg war da. Der Verkäufer konnte die fehlende Freizeit mit "Geld" wieder ausgleichen. (Putze, Gärtner usw.) Das ist heute nicht mehr möglich. Unsere Mechaniker bekommen jede Minute Mehrarbeit bezahlt und die Jungs die nicht gerade zwei linke Hände haben machen sich erst nach Feierabend in der Garage gegen Barzahlung richtig Müde. Da kann schon Frust aufkommen.


Dieter M. Hölzel

14.02.2011 - 18:11 Uhr

Es ist schon unglaublich, wie hier öffentlich über einen Berufsstand hergezogen wird. Was werden denn unsere Kunden denken ??? Ich bin ent- setzt über diese Veröffentlichung. Personalprobleme sollten nicht in der Öffentlichkeit geklärt werden, dazu gibt es VKL und GF oder den Inhaber selbst. Ich bin kein Automobil - Verkäufer, aber ich freue mich immer bei einer konstruktiven Zusammenarbeit in Sachen der Kfz.-Vers. im Autohaus. Allerdings " spucke ich nicht in den Brunnen aus dem ich selber trinke "! Diese sehr zweifelhafte Umfrage unter VKL dient ganz sicher nicht einer guten Zusammenarbeit !


Franz Wagner

14.02.2011 - 18:23 Uhr

Liebe Kollegen, schaut Euch doch mal das Bild zu o.g. Bericht etwas genauer an. Was sehen wir? 1. Einen "alten Hasen" (rechts), der einen Kaufvertrag übergibt. 2. Einen übermotiviert grinsenden "Jungstar" (links), frisch von der Akademie, der noch an die Versprechen glaubt. 3. Eine demotivierte Verkäuferin (mitte), die die Wahrheit kennt. 4. Eine Verkaufsleiterin (vorne), die wieder ein Stück mehr in der Statistik hat (siehe Bildschirm). Irgendwie ein interssantes Bild. Frage: Braucht ein guter Verkäufer wirklich einen Verkaufsleiter? Ich glaube es ist andersrum. Viel Erfolg !!!!!


Robert Paintinger

14.02.2011 - 19:18 Uhr

Also alles was recht ist, aber da möchte ich dabei sein, wenn ein Hageldrücker so eine Dachhaut einwandfrei ausdrückt. Klappern gehört ja bekanntlich zum Handwerk, aber gleich so.....?


CC

14.02.2011 - 21:38 Uhr

Die einen sagen so - die anderen sagen so!!! Leider ist es zum aktuellen Zeitpunkt so, dass man einem "Grünschnabel" - gerade die Schulbank verlassen, der vielleicht sogar auch schonmal so etwas wie eine Lehre hinter sich gebracht hat einen Anzug anzieht und ihm erzählt, er sei nun Verkäufer!!! Ein weiser Mann hat mal zu mir gesagt: "Junge, Du bist entweder als Verkäufer geboren, oder Du bist es nicht!" Irgendwie sind es viele "Verkäufer" nicht. Die sind es nur solange, wie auch das "Schmerzensgeld" am Ende eines Monats stimmt. Ich bin der Meinung, dass die Bezahlung nartürlich zum einen der idividuellen Fähigkeit eines einzelnen in der Frage auf Kompetenz und natürlich der Arbeitszeit angepasst werden sollte. Einige würden mehr verdienen, andere weniger. So hätte man aber sicher einen Weg gefunden, die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Wissenhungrigen und Kompetenten von der Schenkern und denen, die der Meinung sind Team steht für "TOLL EIN ANDERER MACHTS". Wie viele sogenannte Verkäufer habe ich in meinem Leben gesehen, die sich nach einem Markenwechsel nicht einmal ansatzweise hinsetzten um sich mit neuen Produkten, anderen Begrifflichkeiten auseinanderzusetzen - denen war das einfach egal - hauptsache die Kohle stimmt, und wenn es mal nicht so sein sollte, schnell das Autohaus wechseln. Ferner möchte ich bei dieser Gelegenheit anmerken, dass das Thema Verkäufer - Berater - Psycholge - Produktgenie - Bankberater - Versicherungskaufmann - Kellner - oder einfach "Mädchen für Alles", die Hure an der Front ein mittlerweile doch sehr viel komplexer geworden ist!!! Nur wenige Verkaufsleiter können sich entweder daran zurück erinnern, oder sie haben sowieso noch nie richtig an der Automobilfront gekämpft. Wie dem auch sei - der Fisch stinkt immer vom Kopf!!! Ich für mich habe einen Weg gefunden: Ich erfreue mich in erster Linie daran, für einen anderen Menschen eine große Hilfe im Bezug auf das Automobil zu sein. Damit tue ich einem Anderen etwas gutes und er hat in der Regel danach eine umso größere Freude an "seinem neuen Objekt der Begierde"!!! Des Kunden Freude ist die meine!!


Undertaker

15.02.2011 - 08:38 Uhr

...eifach unglaublich! Die Führungsriege beschwert sich über den Dienst nach Vorschrift? Ein Gehalt wie eine ungelernte Putzfrau, kombiniert mit der Arbeiszeit eines Top- Managers. Erfolg hat nur die Verkaufsleitung und Misserfolg geht immer auf die Kappe der blöden Verkäufer. Solange uns die Arbeitgeber als reine Kostenstelle sehen und das Recht auf vernünftige Entlohnung und Anerkennung absprechen, wird sich aber auch gar nichts an dieser Situation ändern. Die bedauernswerten, sich mit fremden Federn schmückenden Verkaufsleiter sind arme Menschen. Sie sind nicht einmal in der Lage die Ursache des Problems festzustellen. Vielmehr geben sie uns ein weiteres mal die Schuld: "Dienst nach Vorschrift." Ich schäme mich für diese Leute und frage mich wie es möglich ist mit so wenig Menschkenntnis und Analysetalent, eine solche Position zu bekleiden? Der Fisch fängt am Kopf zuerst an zu stinken! Seit einfach froh, dass wir noch Dienst nach Vorschrift machen. Wenn ich Dienst nach Bezahlung und Motivation machen würde, bräuchte ich morgen nicht zu kommen und würde mich als Putzfrau bewerben! Ich hätte gerne noch mehr geschrieben, aber meine rechte Schläfe juckt so. Ständig muss ich mich mit dem Zeigefinger daran kratzen.


Kurt Hößle

15.02.2011 - 09:00 Uhr

Respekt an alle Kollegen, die hier so offen Ihre Meinung darstellen. Noch mehr Respekt habe ich vor all den Kollegen, deren Rezessionen aufgrund falscher Ansprache oder Wortwahl hier nicht veröffentlicht wurden. Ich hoffe und wünsche mir das alle VKL und GF das hier aufmerksam lesen, denn Respekt gegenüber uns und unseren Leistungen wäre ein guter Anfang!


Gerdi Hellmann

15.02.2011 - 09:28 Uhr

@Dieter Hölzel: Ich schätze immerzu Ihre Anmerkungen, aber Ihren heutigen Kommentar möchte ich ausnahmsweise mit folgendem Zitat von Marc Aurel (121 - 180) und sportlichen Grüssen beantworten: "Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab."


Matthias Franke (Autohaus am Nordring)

15.02.2011 - 10:11 Uhr

Alle Kommentare unter den Namen Matthias Franke bzw MatthiasSurf oder wie auch immer stammen nicht von mir . Wer auch immer die Langeweile hat sollte in der Zeit lieber Auto´s verkaufen anstatt zu sich zu beklagen . Liebe Grüße Matthias Franke vom Autohaus am Nordring


caramba-68

15.02.2011 - 10:17 Uhr

Tja... ich denke es ist alles gesagt und geschrieben... 50-60 Std. Woche.. Der Kunde holt sich die Beratung und Testfahrt im Autohaus.. kauft oder vergleicht den Preis im Netz.. wenn Glück hast kommt er nochmal... und ich entscheide dann ob für 50.- Prov. geschrieben wird. Und Mädchen für alles biste sowieso... Wen wundert es, dass teilweise die Motivation nicht gegeben ist Andererseits: Warum geben wir auf einen Kleinwagen 10% und sämtliche Verkaufsförderungsprogramme? Sollten wir da nicht alle an einem Strang ziehen? Lass doch die Mittelklasse brutto 40.000,- kosten. Barrabatt 7% und gut ist.... dann bleibt (richtig) was hängen... aber dazu sind wir zu doof... - Nur bei streng limitierten geilen Serien die aufgelegt werden - da klappt das oftmals ....da ist einem die Taube auf dem Dach lieber als der Spatz in der Hand....


Peter Krüger

15.02.2011 - 10:56 Uhr

Ich bin ein motivierter Verkäufer, weil ich jetzt bereits 25 Jahre durchhalte und ein gute Stammkundschaft habe! Peter Krüger


Lutz Drittel

15.02.2011 - 11:14 Uhr

Gute Einstellung Peter Krüger!!!!!!!!!!!!


Verkäufer

15.02.2011 - 11:26 Uhr

Jetzt wurde mal wieder ein Institut beauftragt, Leistungsbreitschaft und Qualität zu messen, Glückwunsch. Ich bin seit 25 Jahren einer dieser Autoverkäufer, der in der Fachpresse und von den Herstellern anonym getestet und beurteilt wird. Ich wurde geprüft, qualifiziert und zertifiziert. Meine Arbeitszeit beginnt um 8 Uhr am Morgen und endet in der Regel gegen 18.30 Uhr, Samstags erlaube ich mir schon um 14 Uhr ins Wochende zu gehen. Ich frage mich, warum gibt es keine objektive Beurteilung meines Berufes? Nein, es ärgert mich schon lange nicht mehr wenn Unwissende über mich und meine Kollegen urteilen, wenn Theortiker bei den Herstellern Aqisitionsmaßnahmen entwickeln die in der Praxis nicht umsetzbar sind. Ich kann auch nur mit dem Kopf schütteln wenn uns unsere Kundeninformationssysteme tägliche Pflichtkontakte abverlangen,bei deren Bearbeitung niemand von uns einen klaren Kopf für neue Interessenten oder eine Bedarfsanalyse hat. Lustlosigkeit und fehlende Motivation vor zu werfen ist natürlich der einfache Weg. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, das es bei irgend einem Hersteller oder auch Impoteur in Deutschland einen hellen Kopf gibt, der hier die Zeichen der Zeit erkennt und durch neue Denkanstösse den richtigen Weg auf zeigen wird.


Dieter M. Hölzel

15.02.2011 - 11:46 Uhr

Sehr verehrte Frau Hellmann ! Der Philosoph sagte;die Fackel der Wahrheit durch die Menge zu tragen, ohne Jemandem den Bart zu verbrennen, ist ein schwieriges Unterfangen. Menschen sind wie sie sind, andere haben wir nicht, daher ist zu be- denken, dass die Diskussion nicht eskaliert und die VKLs nicht die " Verachtung " derer trifft, die gemeint waren. Wenn Sie mich, verehrte Frau Hellmann, gar mit Marc Aurel in Verbind- ung bringen, so ist es der Ehre zu viel, dennoch freue ich mich über Ihren Kommentar und grüße via Internet.


mm

15.02.2011 - 13:58 Uhr

Ich bin Autoverkäufer.................... Ich bin für jeden gerne Psychiater, Detektiv, Anwalt, Seelsorger und Mutter Teresa. Gerne helfe ich beim Abbau langfristig aufgestauter Aggressionen. Ich ernähre mich buchstäblich von Druck von allen Seiten, falschen Anschuldigungen und Beleidigungen und bin mental darauf angewiesen, komplett von Allen runtergeputzt zu werden. Schließlich habe ich dem Kunden das Auto nicht nur verkauft, sondern ich habe es auch konstruiert, zusammengebaut, lackiert, finanziert, versichert und kaputt gemacht. Ich bin in der Lage, gleichzeitig drei Telefonate anzunehmen, eine Bestellung aufzunehmen, dabei eine E-Mail zu verschicken und die komplette Ausstattung eines vor fünf Jahren ausgelieferten Fahrzeugs auswendig aufzusagen. Ganz nebenbei kann ich zwei Kollegen Auskünfte erteilen, die Auslieferung von drei Fahrzeugen koordinieren, die Einhaltung aller Termine sichern und ein Leasingangebot erstellen. Ich besitze die Fähigkeit, die Kunden am Telefon auch nach mehreren Jahren an der Stimme zu erkennen und mittels meinen außergewöhnlichen Talenten die Wünsche des Kunden in Bezug auf das gewünschte Fahrzeug, Baureihe, Farbe, Motorisierung und Ausstattung zu erkennen, ohne daß er mir diese mitteilen muss. Ich erkenne den Anspruch an einen guten Verkäufer an, daß wenn der Kunde einen Termin für Mittwoch hat, klar ist, daß er eigentlich viel lieber Donnerstag gekommen wäre und natürlich auch kommt - wobei ich selbstverständlich auch am Freitag und Samstag zur selben Zeit zur Verfügung stehe. Ich habe jedes erdenkliche Auto schon mal über längere Zeit privat gefahren und beim Zusammenbau aller dieser Autos assistiert. Aus diesem Grunde habe ich natürlich die Baupläne und Bedienungsanleitungen aller aktuellen und aller älteren Modelle bis Baujahr 1948 im kopf und ich weiß zu jedem erdenklichen Fehler mindestens drei verschiedene Möglichkeiten, diesen zu beheben. Die verbale Beschreibung eines Fehlers genügt und führt somit automatisch zur Lokalisierung des defekten Teils. Ich bin alleinverantwortlich für nicht erfolgte Rückrufe unseres Servicebereichs und unseres Teiledienstes, für die telefonische Nichterreichbarkeit der Bank, des Mietwagenunternehmens oder der Versicherung, für jeden Fehler am Fahrzeug, für die permanent schlechte Wirtschaftslage, für die aktuelle Bundesregierung, für die letzten Bundesligaergebnisse und natürlich für das schlechte Wetter. Ich kann singen, schauspielern und tanzen, ersetze nicht nur den Infoschalter, sondern auch Post, Telefonauskunft und Internet. Ich kenne keine freien Tage und arbeite sehr gerne so gut wie unentgeltlich - am liebsten nach 19.00 Uhr oder Samstagnachmittags. Persönliche Freizeit ist für mich schier unerträglich und Freunde, Verwandte und Hobby oder gar ein intaktes Familienleben stören mich nur. Kurz, ich bin Autoverkäufer.


R. Brand

01.03.2011 - 16:48 Uhr

Lustig! 98 Prozent aller Verkäufer attestieren wohl diesen befragten Verkaufsleitern und Führungskräften wohl Unfähigkeit und selbst mehr als ungeeignet ihren Job abzusitzen!!! Mit der miserablen Qualität der drittklassigen Führungskräfte wurde ja erst die letzte Restmotivation der Verkäufer völlig eliminiert.Wenn die sogenannten Erfinder des Automobils dermaßen miserabel mit ihrem eigentlich wichtigsten Gut, ihren Verkäufern, so umgehen wie es die Praxis ist... darf sich keiner wundern weshalb z.b der Erfinder des Autos keinen Verkaufsnachwuchs mehr findet.


Ralf Kissinger

01.03.2011 - 17:48 Uhr

Zum schreien! 95 Prozent aller Verkäufer würden guten Grundes Ihren "Verkaufsleitern" wohl attestieren, dass Ihnen neben völliger Talentfreiheit Mitarbeiter zu führen, noch mehr die Fähigkeit fehlt, sich überhaupt menschlich mit "Ihren" Verkäufern auseinander zu setzen. Weshalb gibt man gerade Geld dafür aus, die überflüssigste aller Schnittstellen in Unternehmen zu befragen, statt die Wahrheit der eigentlich betroffenen und wichtigsten Bindegliedern zum Kunden, dem Verkäufer Gehör zu schenken??? Wenn z.B. der Erfinder des Automobils seine Verkäufer lieber mit Verzicht auf Erfolgsbeteiligung und einem unter Harz IV Grundgehalt abspeist, aber eine 60 Stunden Woche fordert, so braucht sich doch niemand über den Verlust an Lust am Verkaufen wundern!


a.g.

27.12.2011 - 14:25 Uhr

"Ich habe überall Kunden, denn meine Kollgen sind für mich auch meine Kunden!" Ich bin Nachwuchsverkäufer, habe durch ein Familienmitglied noch die alte Schule des Verkaufens mitbekommen und möchte diese auch gerne weiterhin anwenden. Dass ich dadurch natürlich nicht die gewünschte Quantität liefern kann die mein Vorgesetzter gerne hätte ist mir bewusst, aber egal. Was für mich zählt ist, Verkäufer zu sein, kein Verteiler. Dass dies heutzutage (scheinbar) nicht mehr geht, ist mir klar. Auch das ist mir egal. Die aktuellen Führungskräfte, die ich miterlebt habe waren meist eintweder Choleriker, die jeden, der nicht so wollte wie sie zusammengeschrieen haben oder unfähige, dem Verkaufstehema überhaupt nicht gewachsene studierte. Ich würde mir von so einem nichts übers Verkaufen erzählen lassen, warum auch, er hat ja sowieso keine Ahnung. Ich habe nur sehr wenige Führungskräfte erlebt, die auch wirklich gewusst haben, was ihre Hauptaufgabe ist, nämlich die Mitarbeiter zu führen und, viel wichtiger noch, zu motivieren. Die meisten der Führungskräfte hat man entweder nie oder nur 3 mal pro Jahr, inklusiver Weihnachtsfeier (da gab es soetwas noch) gesehen. Ich frage mich, warum ein Unternehmen solche Leute an solche Positionen setzt? Wie soll ich einen Verkaufsleiter ernst nehmen bzw. um Rat fragen, wenn dieser noch NIE selber verkauft hat sondern nur einen Dipl.-Ing. im Namen trägt? Wer sucht diese Leute aus? Und warum? Es muss sich etwas ändern, nicht nur in der Stellenbesetzung sondern im ganzen System, nicht nur in den diversen Autohäusern sondern in allen Branchen. Solange Leute in Führungspositionen sitzen, die nicht in der lage sind auf die Mitarbeiter einzugehen geschweige denn sich damit überhaupt auseinandersetzten zu wollen, solange wird sich nichts ändern, sondern eher noch verschlechtern. Der Drang nach mehr Produktivitätä in der Produktion wird immer größer, der Drang nach mehr Stückzahl im Verkauf wird immer größer, der Service wegen mangelnder Wertschätzung und Motivation wird immer schlechter. Die Gier nach mehr wird 90% der Menschheit in den Abgrund stoßen, nur damit die Top-Manager noch eine halbe Million mehr im Jahr verdienen, die sind aber auch derart unterbezahlt, aber es ist ja alles Leistungsgerecht.... Ich fordere ein Festgehalt für Verkäufer, 6500,- € brutto pro Monat, unabhängig von Stückzahl oder Aquisen. Der, der unter 45 verkauften Autos pro Jahr liegt, sollte gefragt werden, warum er nicht besser motiviert wurde. Der zuständige Verkaufsleiter oder Teamleiter sollte daraufhin einer Kontrolle/Schulung unterzogen werden, besser wäre allerdings, dass es garnicht erst zu solchen Szenen kommt, da die VL`s WISSEN, WIE SIE DIE KOLLEGEN (was die Verkäufer zweifelsohne sind) RICHTIG MOTIVIEREN! Hoffentlich ist das kein allzu ferner Traum...


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