VVMB-Treffen 2026: Sterne unter Strom
Elektroschub, neue Standards und Softwaredruck: Beim zweijährlichen Treffen der Mercedes-Vertrags- und Servicepartner in Frankfurt wurde deutlich, wie stark der Veränderungsdruck auf die Betriebe wächst.
Das Servicegeschäft verändert sich spürbar. In Frankfurt diskutierten rund 300 Teilnehmer aus dem Mercedes-Servicenetz, wie stark sich das Aftersales derzeit verschiebt und welche Folgen das für die Betriebe hat. Im Zentrum stand dabei vor allem die Transformation der Antriebe. "Der Übergang zum E-Fahrzeug beschäftigt unsere Mitglieder massiv", sagt VVMB-Vorstandssprecher Heiko Ehret. Prozesse, Personalbedarf und Geschäftsmodelle geraten dadurch zunehmend in Bewegung.
Die Auswirkungen zeigen sich bereits im Werkstattalltag. Noch vor ein bis zwei Jahren mussten Kunden vielerorts vier bis sechs Wochen auf einen Termin warten. Inzwischen hat sich die Situation deutlich entspannt, Termine sind häufig wieder innerhalb weniger Tage oder einer Woche verfügbar. Dahinter stehen mehrere Entwicklungen gleichzeitig.
Elektrofahrzeuge benötigen weniger Wartung, Kunden reagieren sensibler auf Preise und die Fahrzeugqualität hat sich verbessert, sodass Rückrufe und Serviceaktionen seltener werden. Für die Betriebe bedeutet das sinkendes Servicevolumen bei gleichzeitig wachsendem wirtschaftlichem Druck.
Gleichzeitig steigt die Komplexität. Werkstätten müssen weiterhin alle Antriebsarten parallel beherrschen und entsprechendes Know-how, Personal und Ausstattung vorhalten. Während größere Gruppen diese Anforderungen besser organisieren können, geraten kleinere Standorte zunehmend an ihre Grenzen, weil sie dieselben Vorgaben erfüllen müssen, aber über deutlich geringere personelle Spielräume verfügen.
Mehr Infos finden Sie hier!