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VW-Vertrag verloren: Neuer Rückschlag für Kath

VW-Vertrag verloren: Neuer Rückschlag für Kath
Erst Audi, jetzt Volkswagen: Kath ist am Standort Rendsburg seit vergangenem Donnerstag kein VW-Händler mehr.
© Foto: Kath/VW/iStockphoto/AHO-Montage

Volkswagen hat der Gruppe die Händlerlizenz für den Standort Rendsburg entzogen. Der Grund: "schwerwiegende Vertragsverletzungen". Das Autohaus will sich gegen die Kündigung wehren.


Datum:
30.08.2011
6 Kommentare

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Die norddeutsche Kath-Gruppe ist erneut in Turbulenzen: Nach Audi hat auch VW mit Wirkung zum 25. August den Vertrag für den Verkauf und den Service von Pkw und Nutzfahrzeugen gekündigt. Betroffen ist aber nur der Standort Rendsburg. Der Autokonzern begründete den Lizenzentzug mit "schwerwiegenden Vertragsverletzungen". Weitere Details nannten die Wolfsburger nicht.

Die Kath-Management um den neuen geschäftsführenden Gesellschafter Malte J. Drengenberg zeigte sich von der Vertragskündigung "völlig überrascht". Zu den Hintergründen machte das Unternehmen auf Anfrage von AUTOHAUS Online keine Angaben. Es verwies auf das laufende Verfahren und eine mögliche Einigung über eine Rücknahme der Kündigung.

Kath erklärte schriftlich, dass Gesellschafter und Geschäftsführer mit der Volkswagen AG im Dialog seien. Nach Rücksprache mit einem Fachanwalt für Vertriebsrecht gehe die Gruppe davon aus, "dass die nach hiesiger Auffassung rechtswidrigen Kündigungen" unverzüglich zurückgenommen werden müssten. Für die Arbeitsplätze in der Friesenstraße hat das Platzen des Händlervertrages laut Mitteilung keine Konsequenzen. "Entlassungen stehen nicht an", hieß es.

Audi: Neue Service-Partnerschaft

Ende April hatte bereits Audi die Zusammenarbeit mit der gesamten Kath-Gruppe aufgekündigt (wir berichteten). Mittlerweile kam es wieder zu einer Annäherung: Kath schloss nach eigenen Angaben für die Betriebe in Rendsburg, Flensburg, Husum, Hamburg, Bordesholm und Preetz neue Serviceverträge mit den Ingolstädtern. In Kiel seien noch "bauliche Maßnahmen" nötig, bevor auch dort wieder der Audi-Service gesichert sei, hieß es.

Kath zählt mit neun Betrieben in Hamburg und Schleswig-Holstein und einem Jahresumsatz von 250 Millionen Euro (2010) zu den größten Autohäusern Norddeutschlands. Das Kerngeschäft ist der Verkauf der Marken Volkswagen, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Zu Jahresbeginn beschäftigte das Familienunternehmen rund 700 Mitarbeiter und Auszubildende. (rp)

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KOMMENTARE


Sarah Wurtz

30.08.2011 - 16:47 Uhr

Mit einem "...Jahresumsatz von 250 Millionen Euro (2010) zu den größten Autohäusern Norddeutschlands. Das Kerngeschäft ist der Verkauf der Marken Volkswagen, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge." Wolfsburg liegt auch in Nordeutschland. Klingelts?


Lutz Kowalski

30.08.2011 - 19:07 Uhr

Komisch, dass sich die GF der Kath-Gruppe nicht zu den Gründen der Trennung äußert. Komisch auch, dass der geschäftsführende Gesellschafter Hauke Drengenberg kein Geschäftsführer mehr ist und erst nach seinem Rücktritt die Serviceverträge mit Audi wieder geschlossen worden sind. Komisch auch, dass die Staatsanwaltschaft in Kiel gegen das Unternehmen ermittelt. Wenn man mal selber ein bißchen recherchiert, dann wundert man sich was da seitens der Kath Gruppe bei der Abwrackprämie gelaufen ist... Es muss schon einiges vorgefallen sein, das sowohl Audi als auch VW sich von der Kath Gruppe trennen und wo Rauch ist, da ist auch Feuer....


Robert Freund

31.08.2011 - 12:22 Uhr

Mit der Nähe von Wolfsburg hat dies m. E. überhaupt nichts zu tun. Vielmehr trifft der Kommentar von Lutz Kowalski weitesgehend zu. Aber viel wichtiger für den gesamten deutschen Volkswagen und AUDI Handel: Endlich ist ein Internet-Schleuderer vom Markt verschwunden, der vielen Partnern in Deutschland am eigenen Handelsplatz das Leben schwer gemacht hat.


Heinz Bierbraum

31.08.2011 - 13:32 Uhr

@Robert Freund: "Kath hat Tom Strenge zum 15. Februar 2011 als weiteren Geschäftsführer berufen. Der erfahrene VW- und Audi-Manager soll die norddeutsche Handelsgruppe bei ihren Expansionsplänen unterstützen. Wie das Unternehmen jetzt in Rendsburg mitteilte, übernehme der 49-Jährige zunächst den Standort in Kiel, den regional größten Einzelkundenmarkt mit jährlich mehr als 12.000 Pkw-Neuzulassungen. Darüber hinaus soll er die Regionen Preetz, Plön, Bordesholm und Neumünster mitverantworten." Mit der Nähe zu Wolfsburg hat dies m.E. nichts zu tun???


Lutz Kowalski

31.08.2011 - 21:53 Uhr

Ich denke eher, dass Herr Strenge von der Familie Drengenberg "eingestellt" wurde um dessen Verbindungen zu VW zu nutzen. Offensichtlich erfolglos, denn in Rendsburg ist der Stammsitz der Kath Gruppe und dieser Stammsitz verliert erst den Audi und jetzt den VW-Vertrag. Recherchiert man mal im Internet so muss ich Robert Freund recht geben mit dem "Internet-Schleuderer".


Klaus F.

01.02.2012 - 20:28 Uhr

Mich wundert nichts mehr. Habe im März 2011 einen Audi gekauft mit Effiziensprämie. Es hieß es dauert ein bischen mit der Prämie. Hab dann im Oktober nachgefragt, keine Antwort. Nach Anfrage bei AUDI Ingolstadt kam dann raus das sie von mir keine Daten mehr haben, keine Rechnung etc. ich musste alles nachliefern. Die Prämie habe ich bis heute nicht erhalten.


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