Der Gewinner im aktuellen ADAC-Automarxx - einem Index, der die Darstellung der Automarken im deutschen Markt misst - heißt BMW. Die Münchner Stammarke erhielt eine Gesamtnote von 2,07 und rangiert im Juni vor Mercedes-Benz (2,10), VW (2,15), Audi (2,21) und Porsche (2,22). Am anderen Ende des Rankings, das das Center of Automotive Research (CAR) an der FH Gelsenkirchen unter der Leitung von Prof. Ferdinand Dudenhöffer für den Automobilclub berechnet, stehen die Marken Lancia (Gesamtnote 3,58), Kia (3,61), Chrysler (3,66), Daewoo (3,71) und Rover (3,82). Gründe für den Siegeszug des bayerischen Herstellers, der in der letzten Statistik (März) "nur" den dritten Platz belegte, sieht der Index einerseits in der Zufriedenheit der Händler, andererseits auch in der Verbesserung der Marktstärke begründet. Überdies seien Gebraucht-Fahrzeuge von BMW wertstabiler geworden. Zusätzliche Pluspunkte: Die Münchner haben im Frühjahr in Werbung investiert "und damit den Positiv-Trend der Marke unterstrichen". Porsche musste im Vergleich zum März-Ranking eine Verschlechterung hinnehmen. Audi und VW schoben sich an den Zuffenhausenern vorbei. Der Sportwagenhersteller konnte laut Index keine neuen Maßstäbe im Bereich Technik- und Markentrends setzen. Überdies habe Porsche bei seiner Handelsorganisation Zufriedenheit eingebüßt. Toyota und Peugeot stabil Die Volumenhersteller Opel und Ford konnten sich leicht verbessern. Nach einem gemeinsamen 14. Platz im März belegt die Marke mit dem Blitz nun Rang 10 (Gesamtnote 2,82). Ford ist einen Platz dahinter zu finden (2,92). Toyota und Peugeot (beide stabil auf Platz sechs und sieben) sowie Renault, die von dem elften auf den neunten Rang rutschten, sind die einzigen nicht-deutschen Marken in den Top Ten. Ein weiterer Verlierer ist Jaguar. Die englische Raubkatze büßte gleich sechs Plätze ein (aktueller Rang: Platz 16). Hier führt der Automarxx u.a. die Händlerunzufriedenheit und die Pannenhäufigkeit als Gründe an. Der Automarxx setzt sich aus insgesamt sechs Kerngrößen zusammen. Bewertet werden die Kriterien Markenstärke, Marktstärke, Produktstärke, Unternehmensstärke, Trend-Technik und Trend-Marke. Hierbei fließen sowohl langfristige Fakten - etwa aus der ADAC-Pannenstatistik oder dem Tüv-Report - also auch kurzfristiger wirkende Daten ein. Das Gesamtranking sowie die Gesamtbewertungen in den einzelnen Kategorien und Teilergebnisse stehen in der Download-Box für Sie zum Abruf bereit. (od)
Automarxx: Spitzenreiter BMW
Bayerische Marke verdängt Mercedes vom ersten Platz / Jaguar büßt sechs Plätze ein