Der Münchner Autobauer BMW rechnet in China nach dem Rückgang im vergangenen Jahr 2005 wieder mit einem Absatzplus. "Wir kommen gerade aus der Bremsphase des Marktes heraus", sagte BMW-Chef Helmut Panke heute auf der Automesse in Schanghai. "Wir sind zuversichtlich, wieder mehr Autos zu verkaufen." Ein genaues Ziel nannte Panke nicht. 2004 hatte die BMW-Gruppe in China rund 24.300 Wagen abgesetzt, das entsprach einem Minus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im ersten Quartal 2005 sei der Verkauf in China, Hongkong und Taiwan mit rund 6.000 Wagen konstant geblieben, der März habe bereits ein Plus gebracht. Neue Impulse erhofft sich der bayerische Autobauer vom Produktionsstart der neuen 3er-Limousine, die vom zweiten Halbjahr an in der BMW-Fabrik in Shenyang gebaut wird. Das Joint Venture mit dem chinesischen Partner Brilliance China Automotive sei profitabel. Zudem wachse das Premiumsegment doppelt so schnell wie der Markt. Erneute Eingriffe der Regierung fürchtet der Automanager nicht. Ein harter Wettbewerb und Preisverfall macht den Autobauern in China derzeit das Leben schwer. "Wir sehen aber ein Ende der Preisspirale", sagte Panke. Als Reaktion auf Nachlässe anderer Anbieter hatte BMW zum Jahreswechsel die Preise um rund 13 Prozent gesenkt. Weitere Schritte sind nach seinen Worten derzeit nicht geplant. Das Händlernetz soll bis Jahresende von derzeit 40 auf 60 wachsen. (dpa)
BMW will in China wieder Fahrt aufnehmen
Keine konkrete Absatzprognose / Vorstandschef Panke erwartet "Ende der Preisspirale"