Jetzt auch Hyundai: Rückruf für 100.000 Kona wegen Brandgefahr

02.04.2026 15:20 Uhr | Lesezeit: 3 min
Hyundai Kona-e auf Landstraße fahrend, Aufnahme von hinten Car to Car
Ursache ist eine fehlerhafte Batterieüberwachungssoftware, die mögliche thermische Probleme innerhalb der Hochvoltbatterie unter Umständen zu spät erkennt.
© Foto: Christian Bittmann

Hyundai hat einen weltweiten Rückruf für den Kona Elektro gestartet. Grund ist eine fehlerhafte Software zur Überwachung der Hochvoltbatterie, durch die thermische Auffälligkeiten möglicherweise zu spät erkannt werden. Dadurch besteht eine erhöhte Brandgefahr. In Deutschland sind mehr als 13.500 Fahrzeuge betroffen.

Hyundai ruft weltweit mehr als 100.000 Exemplare des Kona Elektro zurück. Ursache ist eine fehlerhafte Batterieüberwachungssoftware, die mögliche thermische Probleme innerhalb der Hochvoltbatterie unter Umständen zu spät erkennt. Dadurch kann sich das Risiko eines Batteriebrandes erhöhen. In Deutschland sind mehr als 13.500 Fahrzeuge betroffen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht den Rückruf.

Eckdaten zum Rückruf

  • Hersteller: Hyundai
  • Modell: Kona Elektro
  • Produktionszeitraum: 24.01.2018 – 15.07.2023
  • Rückrufgrund: Fehlerhafte Batterieüberwachungssoftware
  • Risiko: Thermische Instabilität der Hochvoltbatterie wird nicht rechtzeitig erkannt – erhöhte Brandgefahr
  • Maßnahme: Software-Update des Batterie-Management-Systems (BMS); in Einzelfällen Austausch der Hochvoltbatterie
  • Betroffene Fahrzeuge weltweit: 104.011
  • Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 13.523
  • KBA-Referenznummer: 16242R
  • Hersteller-Rückrufcode: 61D004
  • Status: Rückruf behördlich überwacht

Maßnahmen

Hyundai installiert bei den betroffenen Fahrzeugen ein Update des Batterie-Management-Systems. Dieses soll die Überwachung der Hochvoltbatterie verbessern und mögliche Fehlfunktionen frühzeitig erkennen. Die Maßnahme wird in den Vertragswerkstätten durchgeführt. In einzelnen Fällen kann zusätzlich ein Austausch der Hochvoltbatterie erforderlich sein. Zur genauen Dauer des Werkstattaufenthalts macht der Hersteller keine Angaben. Für das Software-Update ist jedoch in der Regel nur ein kurzer Aufenthalt notwendig.

Keine bekannten Schadensfälle

Nach Angaben des Herstellers sind im Zusammenhang mit dem Rückruf bislang keine Sach- oder Personenschäden bekannt. Fahrzeughalter werden in der Regel direkt von Hyundai angeschrieben und über die notwendigen Schritte informiert.


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