Rückrufaktionen: VW holt die meisten Autos in die Werkstatt

27.03.2026 11:18 Uhr | Lesezeit: 2 min
VW ID.3 2023
Der Volkswagen‑Konzern ruft wegen defekter Hochvoltbatterien aktuell zigtausende Autos der Marken VW und Cupra zurück.
© Foto: VW

Von Zeit zu Zeit sorgen große Pkw-Rückrufe für Aufmerksamkeit. Eigentlich sind die Nachbesserungsaktionen aber an der Tagesordnung.

Der Volkswagen‑Konzern ruft wegen defekter Hochvoltbatterien aktuell zigtausende Autos der Marken VW und Cupra zurück. Die sicherheitsrelevanten Probleme sind längst keine Einzelfälle: Wie ein Blick in die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zeigt, wurden allein in den Jahren 2025 und 2026 fast 500 Rückrufe für Pkw veröffentlicht. Spitzenreiter bei der Zahl der Rückrufaktionen ist Ford: Die Kölner Marke verzeichnet 61 behördlich registrierte Maßnahmen, gefolgt von Mercedes‑Benz (54) und Opel (47). Volkswagen liegt mit 27 Rückrufaktionen auf Rang fünf.

Bei den potenziell betroffenen Fahrzeugen führt dagegen der VW‑Konzern: Summiert über alle aktuellen Aktionen sind weltweit mehr als zehn Millionen Fahrzeuge der Wolfsburger in der KBA‑Statistik gelistet. Ford folgt mit rund sieben Millionen betroffenen Fahrzeugen, Kia mit gut 4,5 Millionen. In Deutschland sind vor allem Ford‑Fahrer betroffen (knapp 532.000 Fahrzeuge), dahinter folgen BMW (rund 289.000) und Opel (rund 184.000).

Am häufigsten sorgt Brandgefahr durch elektrische Kurzschlüsse oder defekte Hochvoltbatterien für einen Rückruf. Insgesamt 119 Fälle führt die Behörde aktuell auf. An zweiter Stelle folgen Probleme mit Airbags und Gasgeneratoren, an dritter Stelle Motor‑ und Antriebsprobleme. Andere Kategorien wie Brems‑ und Lenkungsdefekte, fehlerhafte Assistenzsysteme oder Sicherheitsgurte machen jeweils kleinere Anteile aus.

Die Rückrufdatenbank des KBA ist online öffentlich zugänglich. Fahrzeughalter können anhand der KBA‑Referenznummer oder ihrer Fahrgestellnummer prüfen, ob ihr Fahrzeug von einer der bekannten Aktionen betroffen ist. 


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