Ford baut sein europäisches Pkw-Programm wieder aus. Bis 2029 will die Marke fünf neue Modelle auf den Markt bringen – darunter einen elektrischen Nachfolger des Fiesta und drei Crossover mit Verbrennungsmotor. Damit kehrt der Hersteller nach Jahren der Modellstreichungen wie bei Mondeo, Focus oder Fiesta wieder zu einem deutlich breiteren Angebot zurück.
Den Anfang macht 2028 ein kompaktes SUV, das sich optisch und möglicherweise auch beim Namen am kernigen Geländewagen Bronco orientieren soll. Produziert wird das Modell im spanischen Valencia, wo derzeit auch der ähnlich große Kuga vom Band läuft. Noch offen ist, ob Ford ausschließlich auf klassische Verbrenner setzt oder zusätzlich Vollhybrid- beziehungsweise Plug-in-Hybrid-Versionen anbietet.
Ford-Partner Verband - Hauptversammlung 2026
Ebenfalls 2028 sollen zwei neue Elektroautos starten. Sie dürften aus der neuen Kooperation mit Renault hervorgehen. Erwartet werden ein Ford-Modell auf Basis des Renault 5 sowie eine Variante, die sich am Crossover-Ableger Renault 4 orientiert. Ford stellt dafür eine vom Rallyesport inspirierte Designsprache und eine entsprechend dynamische Abstimmung in Aussicht.
Den Abschluss der Pkw-Modelloffensive bilden 2029 zwei weitere Crossover aus europäischer Fertigung. Auch sie sollen Rallye-Anleihen tragen. Technisch bleibt Ford allerdings vage und spricht von "Multi-Energy"-Fahrzeugen.
Ford: Neue Nutzfahrzeuge am Start
Die Nutzfahrzeugsparte Ford Pro erweitert zudem die Produktpalette um zwei neue Fahrzeuge:
- Der Ford Transit City ist ein neuer, rein elektrischer Transporter, der speziell für Flotten in dicht besiedelten städtischen Gebieten entwickelt wurde.
- Der neue Ford Ranger Super Duty erweitert die Familie der Pick-ups. Er bietet ein zulässiges Gesamtzuggewicht von acht Tonnen und eine Nutzlast von fast 2 Tonnen und bietet zusätzlichen Unterbodenschutz und hohe Bodenfreiheit.
"Ford Pro ist das Rückgrat unseres Europageschäfts", sagte Jim Baumbick, Präsident von Ford in Europa. "Wir verkaufen nicht nur Transporter und Pickups, wir liefern ein integriertes Ökosystem aus Fahrzeugen, Software und Dienstleistungen."
Ford Transit City
"Ford ist zurück, um zu gewinnen"
Der Comeback-Fahrplan kommt auch bei der Händlerschaft gut an: "Wir unterstützen Fords Strategie, in Europa in die Offensive zu gehen, voll und ganz", sagte Nicola Gilda, Geschäftsführerin der Peoples Automotive Group und Vorsitzende des europäischen Händlerrats von Ford. "Aufbauend auf dem Erfolg von Ford Pro und dem Einsatz der Ford Rennsporttradition für das Design der neuen Pkw – das alles macht deutlich, Ford ist zurück, um zu gewinnen."