Ford-Handel: Hoffnung unter Vorbehalt

27.04.2026 16:52 Uhr | Lesezeit: 5 min
FPV-Präsident Fabio Krause (3. v.l.) mit Jim Baumbick (President Ford Europa) (4. v.l.) und Christoph Herr (Managing Director Deutschland) (5. v.l.) auf der Jahreshauptversammlung.
© Foto: Stefan Schmid

Historisch schwache Zahlen, ein Pkw‑Geschäft ohne Impulse und steigender Kostendruck: Die Jahreshauptversammlung des Ford‑Händlerverbands zeigt, wie stark das Geschäftsmodell vieler Autohäuser derzeit aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eine schnelle Wende ist vorerst nicht in Sicht.

Mit 679 angemeldeten Teilnehmern und mehr als 700 erwarteten Gästen zur Abendveranstaltung war die Jahreshauptversammlung des Ford-Händlerverbands auch in diesem Jahr sehr gut besucht. Das große Interesse kommt nicht von ungefähr: Die Branche befindet sich in einer Phase grundlegender Umbrüche – und Ford, so legen es zumindest die Zahlen nahe, gehört bis dato nicht zu den Gewinnern dieser Entwicklung.

"Wir bewegen uns seit geraumer Zeit zwischen Zweckoptimismus und Aufbruchsstimmung", sagte FPV-Präsident Fabio Krause in seiner Eröffnungsrede. Um das nächste Kapitel der Ford-Geschichte in Europa aufzuschlagen, brauche es herstellerseitig nun "größtmögliche Flexibilität" und "einen Willen zur Veränderung". 2025 schrieben knapp 28 Prozent aller Betriebe rote Zahlen, nur gut jeder Vierte erzielte noch eine Umsatzrendite von mehr als zwei Prozent. Zudem ging die Schere zwischen Gewinn und Verlust deutlicher auseinander als in den Vorjahren.

Historisch schwaches Ergebnis – Geschäftsmodell verliert Balance

In der Gesamtschau steht für 2025 damit ein historisch schwaches Ergebnis: Hans-Georg Schröder, Vorstandsmitglied des FPV, sprach vom "schlechtesten Resultat seit 2004". Insbesondere die großen Gruppen hätten "Federn lassen" müssen, was in erster Linie auf deren Großkundengeschäft zurückzuführen sei. Auch der Jahresauftakt macht bislang wenig Hoffnung auf eine schnelle Wende...

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