Während VW seinen Touareg gestrichen hat, setzt Audi beim Schwestermodell Q7 auf Kontinuität. Die dritte Generation des großen SUV steht in den kommenden Wochen zur Bestellung bereit. Statt wie zuvor auf der MLB-Evo-Architektur, basiert die Neuauflage auf der Verbrennerplattform PPC (Premium Platform Combustion), die auch bei den aktuellen Baureihen A5, A6 und Q5 zum Einsatz kommt. Einen reinen Elektroantrieb wird es damit nicht geben.
Die vier Ringe leuchten erstmals
Optisch orientiert sich der nun 5,06 Meter lange Q7 an der aktuellen Audi-Formensprache der PPC-Familie. Große Flächen, weich modellierte Karosseriepartien und eine markante Front prägen den Auftritt. Schmale LED- beziehungsweise OLED-Leuchten gehören ebenso dazu wie individualisierbare Tagfahrlichtsignaturen. Erstmals leuchten auch die vier Audi-Ringe. Optional projizieren Matrix-LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Technik Informationen der Assistenzsysteme auf die Fahrbahn.
Den Q7 gibt es als Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer. Alle Plätze sind elektrisch verstellbar, die Sitze der zweiten Reihe lassen sich zusätzlich verschieben und umklappen. Das Ladevolumen reicht von 670 bis 2.075 Litern, beim Siebensitzer von 581 bis 1.980 Litern. Gegen Aufpreis lassen sich die Türen elektrisch öffnen und schließen, auch per App.
Audi Q7 (2027)
Große Displays im Innenraum
Im Cockpit dominieren große Displays, optional ergänzt um einen Beifahrerbildschirm. Viele Funktionen werden über den zentralen Touchscreen gesteuert, klassische Tasten sind rar geworden. Hinzu kommen ein variabel einstellbares Ambientelicht, Echtholzdekore, ein in mehreren Stufen elektrisch abdunkelbares Panoramaglasdach sowie ein Bang & Olufsen-Soundsystem mit 4D-Klang. Die neue Elektronikarchitektur E3 1.2 ermöglicht zudem die Einbindung von Smartphones, Drittanbieter-Apps und ChatGPT.
Zum Marktstart setzt Audi ausschließlich auf einen Dreiliter-V6-TDI mit 180 kW / 245 PS oder 220 kW / 299 PS. Beide Varianten verfügen über die weiterentwickelte Mildhybrid-Technik MHEV plus mit 18 kW / 24 PS Zusatzleistung. Sie ermöglicht kurze elektrische Fahrphasen und unterstützt den Verbrenner beim Beschleunigen. Rekuperationstechnik macht den Diesel effizienter. Ein elektrischer Verdichter soll zudem das Ansprechverhalten verbessern. Serienmäßig sind Achtgang-Automatik und Allradantrieb an Bord.
Adaptive Luftfederung auf Wunsch
Fahrwerksseitig bietet Audi ein Stahlfahrwerk sowie optional adaptive Luftfederungen an. In Verbindung mit den Luftfahrwerken ist auch eine Allradlenkung erhältlich, die die Wendigkeit bei niedrigem Tempo verbessern und die Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten erhöhen soll.
Die Preise starten bei 87.900 Euro für die 245-PS-Version und bei 90.500 Euro für die Variante mit 299 PS. Die ersten Auslieferungen sind für September geplant.