Brandgefahr auch bei neuen Modellen: Ford weitet Rückruf für Kuga aus

14.05.2026 14:32 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ford Kuga (2024)
Ford erweitert den Rückruf für den Koga unter einem neuen Herstellercode (25SC4). Betroffen sind Fahrzeuge aus den Baujahren 2019 bis März 2026. Ein Kurzschluss in der HV-Batterie kann zum Brand führen.
© Foto: Ford

Ford ruft den Kuga wegen Brandgefahr durch die Hochvolt-Batterie zurück. Über 74.000 Fahrzeuge sind allein in Deutschland betroffen. Laut KBA sind bereits sieben Vorfälle registriert – allerdings ohne Personenschäden.

AKTUALISIERT: Der Autohersteller Ford muss seine große Kuga-Rückrufaktion offenbar erweitern. Der Herstellungszeitraum der betroffenen Fahrzeuge reicht nun vom 2. August 2019 bis 2. März 2026 (vorher 28.11.2023).

Grund ist weiterhin ein mögliches Sicherheitsrisiko durch Kurzschlüsse in der Hochvolt-Batterie, das im Extremfall zu einem Fahrzeugbrand oder einem plötzlichen Antriebsverlust führen kann. Betroffen sind Modelle aus dem Produktionszeitraum August 2019 bis März 2026. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind allein in Deutschland über 74.000 Fahrzeuge von dem Rückruf erfasst.

Ford selbst weist auf seiner Rückrufseite darauf hin, dass die Hochvoltbatterie bis zur Abhilfe nur bis 80 Prozent geladen und ausschließlich der Standardmodus "Auto EV" genutzt werden soll. Eine endgültige Lösung stellte Ford dort zuletzt für Mitte 2026 in Aussicht. Durch die Ausweitung des Herstellungszeitraums dürfte die Zahl der betroffenen Fahrzeuge deutlich steigen. Konkrete aktuelle Zahlen liegen bislang nicht vor.

Eckdaten zum Rückruf

  • Hersteller: Ford
  • Modell: Kuga
  • Produktionszeitraum: 02.08.2019 – 02.03.2026
  • Rückrufgrund: Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie
  • Risiko: Brandgefahr und möglicher Antriebsverlust
  • Maßnahme: Vom Hersteller nicht spezifiziert (Überprüfung durch Werkstatt erforderlich)
  • Betroffene Fahrzeuge weltweit: mind. 252.972
  • Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 68.810
  • KBA-Referenznummer: 15919R
  • Hersteller-Rückrufcode: 25SC4
  • Status: Rückruf wird durch das KBA überwacht

Maßnahmen

Das KBA listet derzeit keine konkrete technische Abhilfemaßnahme. Ford verweist auf Vertragswerkstätten, die nach Prüfung des jeweiligen Fahrzeugs weitere Schritte einleiten. In einem früheren Rückruf mit gleicher Problematik verwies das KBA darauf, dass in Vertragswerkstätten die Software des Batteriekontrollmoduls aktualisiert werde. Die neue Software könne ungewöhnliche Zellveränderungen frühzeitig erkennen und betroffene Batterien identifizieren.

Falls das System eine Anomalie feststellt, wird das gesamte Hochvolt-Batteriepaket ausgetauscht. Der Fall Kuga steht dabei nicht isoliert. Auch andere Hersteller kämpfen derzeit mit Rückrufen rund um Hochvoltbatterien. Besonders deutlich zeigt das Mercedes bei den Modellen EQA und EQB: Dort berichtete der ADAC im Februar 2026, dass wegen Brandgefahr die Hochvoltbatterie getauscht werden soll. Betroffen seien Fahrzeuge der Baujahre 2021 bis 2024.

Deswegen gilt: Fahrzeughalter sollten schnellstmöglich Kontakt zu ihrer Ford-Werkstatt aufnehmen und dabei den Rückrufcode 25SC4 bereithalten. Eine erste Prüfung bietet Ford auch auf der eigenen Ford-Rückruf-Seite an. 


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