VW-Chef Blume stellt klar: Keine Gespräche mit China über Osnabrück

20.05.2026 16:08 Uhr | Lesezeit: 2 min
Oliver Blume, VW
VW-Chef Oliver Blume: "Wir haben in unseren Werken in Europa und Deutschland weiterhin Überkapazitäten."
© Foto: VW

VW-Chef Blume stellt klar: Es gibt keine Gespräche mit chinesischen Herstellern zum Osnabrücker Werk. Stattdessen laufen Verhandlungen mit Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie.

VW-Chef Oliver Blume hat Spekulationen über eine Abgabe des Osnabrücker Werks an einen chinesischen Hersteller eine Absage erteilt. "Es gibt aktuell keine Überlegungen und Gespräche mit chinesischen Herstellern", sagte er auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg. Berichten zufolge soll sich unter anderem der Automobilhersteller Xpeng für die Übernahme von Standorten in Europa interessieren.

Zugleich verteidigte Blume vor der Belegschaft die verstärkten Sparbemühungen des Konzerns. "Wir haben in unseren Werken in Europa und Deutschland weiterhin Überkapazitäten", sagte er nach Konzernangaben auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg. "Diese müssen wir angehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben."

"Wichtig für unsere Werke sind intelligente Lösungen"

Allerdings, so fügte Blume hinzu: "Wichtig für unsere Werke sind intelligente Lösungen." Für das Werk in Osnabrück etwa "verhandeln wir aktuell mit Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie". Ziel sei es, Beschäftigungsperspektiven über das Ende der Fahrzeugproduktion 2027 hinaus zu entwickeln. "Darüber hinausgehende Spekulationen und im Umfeld diskutierte Ansätze sind kein Thema für uns."

Branchenkreisen zufolge könnte der israelische Rüstungskonzern Rafael das Werk übernehmen und dort Komponenten rund um das Flugabwehr-System "Iron Dome" fertigen. Berichten zufolge zeigt auch der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS Interesse. Eine eigene Waffenproduktion hat VW dagegen mehrfach ausgeschlossen


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VW: Cavallo erteilt Werksschließungen eine Absage

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo forderte auf der Versammlung ein Ende der anhaltenden Spekulationen um die Zukunft inländischer VW-Werke. "Auch die Arbeitgeberseite bei uns sollte ein großes Interesse daran haben, dass diese unsäglichen Schlagzeilen rund um Werksschließungen endlich aufhören", sagte sie laut einem Beitrag im Intranet. Denn die ständigen Diskussionen schadeten dem Bild, das der Konzern in der Öffentlichkeit abgebe.

Auf Arbeitnehmerseite gebe es keinerlei Erkenntnisprobleme zur aktuellen Krisensituation des Konzerns, betonte Cavallo. "Wir als Belegschaft verstehen die Situation. Und wir haben geliefert!" Cavallo verwies dabei auf den im Dezember 2024 erzielten Tarifkompromiss. "Jetzt ist die andere Seite mal dran mit dem Abliefern!"


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Teilnehmerkreisen zufolge soll Blume mit Blick auf Stammwerk und Konzern-Zentrale auch versichert haben: "Wolfsburg ist und bleibt das Power-House dieses Konzerns!" Den Angaben zufolge wurde das von der Belegschaft mit wohlwollendem Applaus quittiert.

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