Hohe VW-Abschreibung: Porsche SE erneut mit hohem Verlust

13.05.2026 09:32 Uhr | Lesezeit: 3 min
Porsche SE
Sowohl Europas größter Autobauer Volkswagen als auch die weitere wesentliche Beteiligung, der Sportwagenbauer Porsche, kämpfen derzeit mit schwierigen Marktbedingungen und dem Umbruch in der Automobilindustrie.
© Foto: picture alliance/SvenSimon/FrankHoermann/SVEN SIMON

Die Porsche SE schreibt im ersten Quartal wegen hoher Abschreibungen einen Milliardenverlust. Vorstandschef Pötsch sieht die Geschäftsmodelle vor großen Herausforderungen.

Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE auch im ersten Quartal 2026 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 923 Millionen Euro, wie das Dax-Unternehmen in Stuttgart mitteilte. 

Ein Jahr zuvor war ein etwas größerer Fehlbetrag von 1,08 Milliarden Euro angefallen. Auf den Beteiligungsbuchwert an Volkswagen nahm die Holding der Eigentümerfamilien Porsche und Piech eine Wertberichtigung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro vor.

Sowohl Europas größter Autobauer Volkswagen als auch die weitere wesentliche Beteiligung, der Sportwagenbauer Porsche, kämpfen derzeit mit schwierigen Marktbedingungen und dem Umbruch in der Automobilindustrie.

Porsche-SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch sagte, das Unternehmen habe bei dem um Abschreibungen bereinigten Konzernergebnis einen Gewinn erzielen und seine Finanzierungsstruktur weiter stärken können. "Allerdings müssen die lange Zeit gut funktionierenden Geschäftsmodelle unserer Kernbeteiligungen grundsätzlich auf neue Marktbedingungen ausgerichtet werden." Pötsch verwies auf die laufenden Sparprogramme bei den Kernbeteiligungen. 

Der um Abschreibungen und Wertberichtigungen bereinigte Konzerngewinn fiel im ersten Quartal um gut ein Fünftel auf 382 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung lag mit 5,15 Milliarden Euro leicht höher als zum Jahresende 2025 mit 5,10 Milliarden Euro. Die Beteiligungsholding Porsche SE strebt im Gesamtjahr weiter ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,5 Milliarden bis 3,5 Milliarden Euro und Ende des Jahres eine Nettoverschuldung zwischen 4,7 Milliarden und 5,2 Milliarden Euro an.


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