VW-Dachgesellschaft: Porsche SE kämpft mit Schwäche der Beteiligungen

26.03.2026 10:10 Uhr | Lesezeit: 3 min
Bei der Hauptversammlung der Porsche Automobil Holding SE spiegeln sich Taschen für die Aktionäre.
In der Holding bündeln die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch ihre Anteile am Volkswagen-Konzern und dem Sport- und Geländewagenbauer Porsche AG.
© Foto: picture alliance/dpa | Stefan Puchner

Absatzflaute in China und Verbrenner-Comeback: Die Turbulenzen beim Sportwagenbauer Porsche haben die Konzernmutter VW 2025 schwer belastet. Das hat auch Folgen für die Eigentümerfamilien.

Die VW-Dachgesellschaft Porsche SE hat die schwierige Lage bei ihren Kernbeteiligungen auch im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. Das um Wertberichtigungen angepasste Ergebnis nach Steuern sank 2025 um gut acht Prozent auf 2,89 Milliarden, wie die Holding mitteilte. 2024 lag der angepasste Gewinn bei 3,15 Milliarden Euro. Damit liegt das Unternehmen am oberen Ende seiner gesenkten Erwartungen.

In der Holding bündeln die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch ihre Anteile am Volkswagen-Konzern und dem Sport- und Geländewagenbauer Porsche AG. Sie investieren aber auch in weitere Bereiche. 2025 hatten sie angekündigt, stärker vom Verteidigungs- und Sicherheitssektor profitieren zu wollen.

Das angepasste Ergebnis ist eine zentrale Steuerungsgröße des Porsche-SE-Managements. Dabei sind vor allem Wertberichtigungen ausgeklammert. Unter dem Strich lag der Gewinn 2025 bei 2,65 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die Holding wegen hoher Abschreibungen auf die Beteiligungen an Volkswagen und Porsche einen Verlust von gut 20 Milliarden Euro verbucht.

Probleme bei VW und Porsche belasten 

Der Konzern und insbesondere der Sportwagenbauer mit dem Familiennamen hatten 2025 unter anderem mit geopolitischen Herausforderungen, den US-Zöllen und stärkerem Wettbewerb zu kämpfen. Bei Porsche kosteten außerdem die strategische Kehrtwende bei Elektroautos mehrere Milliarden. Der Gewinn beider Unternehmen brach deutlich ein.

Sowohl Volkswagen als auch die Tochter Porsche müssen daher sparen. Bis 2030 sollen im gesamten Konzern 50.000 Stellen wegfallen. Vorstandschef Hans Dieter Pötsch teilte mit: "Wir haben die klare Erwartungshaltung an das Management sowohl der Volkswagen AG als auch der Porsche AG, dass sie die herausfordernde Situation als Chance betrachten, die strategischen Anpassungen umzusetzen." 

Schulden sinken leicht 

Die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei 5,1 Milliarden Euro – und damit etwas niedriger als ein Jahr zuvor. Über die Holding hatten sich die Familien 2022 beim Börsengang der Porsche AG 25 Prozent plus einer Aktie der Stammaktien gesichert, dafür aber Schulden in Milliardenhöhe aufgenommen.

2026 geht das Management um Pötsch von einem angepassten Ergebnis nach Steuern zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro aus. Die Schulden sollen zwischen 4,7 und 5,2 Milliarden Euro liegen.


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