Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sieht nach dem Ende der aktuellen Prämie für Elektroautos keinen Bedarf für weitere staatliche Kaufanreize. "Die Förderung wird viel genutzt", sagte der CDU-Politiker bei einem Unternehmensbesuch in Neumünster. Zugleich betonte er: "Für die Zukunft halte ich eine weitere Förderung von Elektro-Pkw nicht für erforderlich."
Elektroautos seien gut entwickelt und inzwischen so kostengünstig, dass sie sich am Markt selbst behaupten müssten. Gerade in Zeiten hoher Kraftstoffpreise seien die Chancen dafür gut, sagte Bilger. "Wir tun alles dafür, dass die Strompreise in Deutschland günstiger werden." In der Abwägung spreche bereits jetzt vieles für das E-Auto.
Fördertopf mit drei Milliarden Euro
Das Programm der schwarz-roten Bundesregierung fördert den Kauf und das Leasing von Elektroautos, bestimmten Plug-in-Hybriden sowie E-Autos mit Reichweitenverlängerern. Voraussetzung ist eine Neuzulassung seit dem 1. Januar 2026. Die Höhe des Zuschusses hängt vom Fahrzeug, dem Einkommen und der Familiengröße ab und kann bis zu 6.000 Euro betragen. Bis 2029 stehen dafür insgesamt drei Milliarden Euro bereit. Nach Angaben der Bundesregierung soll dies für rund 800.000 Fahrzeuge reichen.
Potenzial bei E-Lastwagen
Voranbringen will Bilger zudem den Einsatz von E-Lastwagen und anderen alternativen Antrieben für Transporter. Hier gebe es ein "Riesenpotenzial" für den Klimaschutz, insbesondere angesichts der Verwundbarkeit der weltweiten Kraftstoffversorgung und teils drastischer Preisschwankungen. Bilger besuchte in Neumünster das Handelsunternehmen Bartels-Langness mit den Supermarktketten Famila und Markant. Das Unternehmen hat mit Förderung des Ministeriums zwei elektrische Sattelschlepper in seine Logistikflotte aufgenommen.