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Conti-Studie: Autopilot bei langen Autobahn-Fahrten gewünscht

12.12.2013 09:48 Uhr
Conti-Studie: Autopilot bei langen Autobahn-Fahrten gewünscht
Hände weg vom Steuer: Das vollautomatisierte Fahren zeichnet sich bis 2025 ab.
© Foto: VW

Die Revolution durch automatisiertes Fahren zeichnet sich bis 2025 ab. In einer Studie ergründete Conti jetzt die Erwartungen der Autofahrer. Fazit: Das technisch Machbare und das Wünschenswerte nähern sich an.

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Der Traum vom Autopiloten auf der Straße wird nach Einschätzung von Continental immer greifbarer. In einer Mobilitätsstudie des Autozulieferers aus Hannover sprachen sich 76 Prozent von 1.000 befragten Deutschen für eine entsprechende Technologie vor allem bei langen Autobahn-Fahrten aus. Kaum Interesse äußerten sie dagegen an moderner Fahrerassistenz bei alltäglichen Fahrten (27 Prozent) oder auf Stadt- (39) und Überlandstrecken (36).

Nach der am Donnerstag vorgestellten Untersuchung steht aber der technischen Revolution im Auto durch vollautomatische Systeme das hohe Vertrauen der Bundesbürger in die eigenen Fahrkünste entgegen. Auch wenn sich 67 Prozent der Umfrage-Teilnehmer durch das steigende Verkehrsaufkommen in Deutschland gestresst fühlen: Die gleiche Anzahl von Autofahrern greift dennoch weiter gern selbst zum Lenkrad. Automatisiertes Fahren wird auch für Parkhäuser (46) oder bei Fahrten durch Autobahn-Baustellen (69) und -Staus (54) gewünscht.

Die Befragung wurde im Auftrag von Conti vom Infas-Institut unter je rund 1.000 Autofahrern in Deutschland, den USA, Japan und China sowie unter jeweils 200 Fahrzeughaltern in Frankreich, Brasilien und Indien durchgeführt. "Die Studie ist damit eine der weltweit umfassendsten ihrer Art zur Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen und automatisiertem Fahren", hieß es bei den Hannoveranern.

Schritt für Schritt

Vorstandschef Elmar Degenhart wertete die Ergebnisse als Beleg für die Annäherung von technischer Machbarkeit und Bedürfnissen der Autofahrer: "Denn teilautomatisierte Fahrzeuge werden im ersten Schritt Fahrten durch Baustellen und Staus auf der Autobahn bewältigen – gefolgt von der Möglichkeit, sein Fahrzeug in einem Parkhaus automatisiert einparken zu lassen."

Die schrittweise Automatisierung bis hin zur Vollautomatisierung hält das Unternehmen bis 2025 für technisch möglich. Es tüftelt bereits an Komplettsystemen für das fahrerlose Fahren. Die zunehmende Durchsetzung von Fahrerassistenzsystemen seit der Jahrtausendwende mache etwa Parkassistenten oder Tempomaten bereits für alle Fahrzeugklassen erschwinglich. Ihre Akzeptanz bei Autofahrern aller Altersklassen gelte als ausgesprochen hoch.

Allerdings begegnen viele der Befragten der Revolution im Auto durch vollautomatische Fahrsysteme noch skeptisch: "Der Hälfte (52 Prozent) der heimischen Autofahrer macht die Entwicklung Angst, und 48 Prozent glauben nicht daran, dass automatisierte Fahrzeuge zuverlässig funktionieren werden", heißt es in der Studie. 

Realistische Kostenschätzung 

Die preislichen Schätzungen der Teilnehmer für die Mehrkosten von Neuwagen – zwischen sechs und zehn Prozent des Pkw-Durchschnittspreises – halten die Auftraggeber der Analyse für realistisch. Im Schnitt nannten die Befragten 2.900 Euro an Kosten für die automatisierte Autobahnfahrt und 1.700 Euro für automatisiertes Parken im Parkhaus. (dpa)

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