Dacia-Bilanz 2025: Licht und Schatten

20.01.2026 14:15 Uhr | Lesezeit: 3 min
Dacia  Bigster und Frank Marotte
Dacia-Chef Frank Marotte mit dem neuen Marken-Zugpferd Bigster
© Foto: Dacia

Im vergangenen Jahr hat der rumänische Renault-Ableger insgesamt 3,1 Prozent mehr Fahrzeuge im Vergleich zu 2024 abgesetzt. Aber nicht alle Modelle machten Freude.

Die gute Nachricht zuerst: Im zweiten Anlauf hat Dacia die Rallye-Dakar in Saudi-Arabien gewonnen. Und dann gleich die zweite gute Nachricht: Im vergangenen Jahr hat der rumänische Renault-Ableger mit 697.408 Verkäufen insgesamt 3,1 Prozent mehr Fahrzeuge im Vergleich zu 2024 abgesetzt und einen Marktanteil von 4,5 Prozent erreicht. Damit übersprang die Marke die Hürde von zehn Millionen hergestellten Modellen seit dem Produktionsstart im Jahr 2004.


Dacia Duster Hybrid-G 150 4x4 (2026)

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Bei den Privatkunden lag der Anteil bei 7,9 Prozent, womit Dacia in diesem Bereich in Europa den zweiten Platz erreichte. 2023 stand die Marke am Jahresende noch auf dem dritten Rang. Wie es nach dem Erfolg bei der Wüstenrallye weitergeht, wollte Dacia-Chef Frank Marotte bei der Vorstellung der Zahlen für das Jahr 2025 allerdings noch nicht erklären. "Wir bewerten den Erfolg und werden uns die nächsten Schritte überlegen."

Dacia Bigster performt stark

Die Absatzzahlen für die einzelnen Modelle zeigen Licht und Schatten. Der elektrische Stadtwagen Spring verbesserte sich um 53 Prozent auf europaweit 35.034 abgesetzte Fahrzeuge, während der immer noch in Europa meistverkaufte Kleinwagen Sandero 299.295 Kunden fand, was einen Rückgang um 6,5 Prozent entspricht. Der Jogger musste mit 23,6 Prozent den höchsten Rückgang auf 73.695 Fahrzeuge hinnehmen. Auch der Duster schwächelte und kam auf 193.974 Modelle (minus 9,8 Prozent). Allerdings bleibt das Modell auf dem zweiten Platz in seinem Segment.

Die Rückgänge glich am Ende das neue SUV Bigster aus, der aus dem Stand 67.573 Käufer fand und aus dem Stand bei den Privatkunden den ersten Platz erreichte. 60 Prozent der abgesetzten Bigster hatten zudem einen Hybridantrieb. Bei den anderen Modellen erreicht der elektrifizierte Antrieb rund 30 Prozent, was sich insgesamt in rund 150.000 Fahrzeuge übersetzt.


Dacia Bigster (Fahrbericht)

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Den Rückgang erklärte Marotte mit einer starken Kaufzurückhaltung in den für seine Marke drei wichtigsten Märkten. "In Rumänien, Italien und Frankreich gingen die Verkäufe vor allem am Ende des Jahres zurück, und diese drei Märkte entsprechen rund 40 Prozent unseres Absatzes. Allerdings haben wir uns im Vergleich zu unseren Mitbewerbern gut gehalten, aber ohne den Bigster hätten wir keine Steigerung erreicht."

Dacia: "LPG bleibt im Zentrum unserer Strategie"

In diesem Jahr wird Dacia ein Elektromodell im A-Segment auf den Markt bringen, das, so Marotte, "weniger als 18.000 Euro kosten wird." In den kommenden Jahren wird Dacia seine Baureihen konsequent weiter elektrifizieren und sich außerdem auf den Antrieb mit Autogas oder LPG konzentrieren. "LPG bleibt im Zentrum unserer Strategie", erklärte Marotte. Als Kunden für diesen Treibstoff sieht Marotte vor allem Kunden, die "in dieser Übergangszeit CO2 vermeiden wollen." Die LPG-Modelle liegen in der Dacia-Preispolitik zwischen den Benzinern und Hybridmodellen.

In diesem Jahr wird die Marke die Elektrifizierung weiter fortsetzen und für jedes Modell eine Hybrid- oder vollelektrische Variante anbieten. Gegen Ende des Jahres will Dacia zudem zwei weitere Modelle im C-Segment auf den Markt bringen, die, so Marotte, "ganz anders sein werden als alles, was wir bisher gemacht haben."


Dacia Hipster Concept

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