Der amerikanische Schadenersatz-Prozess gegen den Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler wird im Januar fortgesetzt. Darauf einigten sich die Streitparteien nach Angaben des Klägeranwalts Alan Stone am Montag (Ortszeit) bei einer Anhörung in Wilmington (US-Bundesstaat Delaware). Schwerpunkt der Anhörung war, dass DaimlerChrysler mehr als 60 Seiten wichtige Dokumente vergangene Woche erst zwei Tage vor dem geplanten Prozessende übergeben hatte. Richter Joseph Farnan hatte das Verfahren, in dem US-Investor Kirk Kerkorian das Unternehmen auf mehr als eine Mrd. US-Dollar Schadenersatz verklagt hat, deshalb vergangenen Montag abrupt ausgesetzt. Papiere und Zeuge sind da "Die Anhörung ist gut gelaufen", sagte Stone. "Es ist aber schwer zu sagen, wie es weitergeht. Der Sonderrichter hat sich dazu nicht geäußert." Nach Angaben von Stone halten die Kläger an ihrem Antrag fest, das Verfahren wegen des DaimlerChrysler-Fehlers zu Gunsten von Kerkorian für beendet zu erklären. Rechtsexperten halten das für unwahrscheinlich. "Die Papiere sind da und der Zeuge auch. Es gibt keinerlei Grund, den Prozess zu beenden", sagte DaimlerChrysler-Sprecher Han Tjan. DaimlerChrysler nannte die späte Dokumentenübergabe vergangene Woche ein unbeabsichtigtes Versehen. Das habe die Klägerseite jedoch nicht beeinträchtigt. Bei den Papieren handelte es sich um Aufzeichnungen des ehemaligen Finanzchefs von Chrysler, Gary Valade. Valade wollte in dem Prozess zu Gunsten von DaimlerChrysler aussagen. (dpa)
DaimlerChrysler-Prozess: Fortsetzung im Januar
"Keinerlei Grund, den Prozess wegen Verfahrensfehler zu beenden"