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Einigung: Renault zurrt Sparplan fest

Aus Sorge um ihren Arbeitsplatz akzeptieren die Renault-Beschäftigten erhebliche Einschnitte.
© Foto: Renault

Gewerkschaftsvertreter und Management haben eine deutliche Erhöhung der Arbeitszeiten sowie ein Einfrieren der Löhne und Gehälter vereinbart. Künftig fallen 7.500 Stellen weg.


Datum:
13.03.2013
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Aus Sorge um ihren Arbeitsplatz haben die Beschäftigten des französischen Autobauers Renault einen weitreichenden Sparplan der Unternehmensführung akzeptiert. Ein am Mittwoch von Gewerkschaftsvertretern und Konzernchef Carlos Ghosn unterzeichnetes Abkommen sieht eine Verlängerung der Arbeitszeiten sowie ein Einfrieren der Löhne und Gehälter bis mindestens Ende 2013 vor. Zudem sollen bis 2016 rund 7.500 freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt werden.

Im Gegenzug verpflichtet sich Renault, vorerst kein französisches Werk zu schließen. Die Produktion im Heimatland soll bis 2016 sogar auf 710.000 Fahrzeuge jährlich steigen. Im vergangenen Jahr wurden dort lediglich 530.000 gebaut, wie das Unternehmen mitteilte.

Konzernchef Ghosn lobte die nach monatelangen Verhandlungen zustande gekommene Einigung als exemplarisch. Gemeinsam habe man Weitsicht unter Beweis gestellt, kommentierte der Manager. In einem Interview der französischen Wirtschaftszeitung bezifferte er das jährliche Einsparpotenzial der Pläne auf mindestens 500 Millionen Euro.

Erhebliche Gewinneinbußen

Der nach PSA Peugeot Citroën zweitgrößte französische Autobauer hatte wegen der Absatzkrise in Europa zuletzt erhebliche Gewinneinbußen verkraften müssen. Im vergangenen Jahr sank das Ergebnis um 15 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Der Kernbereich des Unternehmens rutschte sogar mit einem operativen Verlust von 25 Millionen Euro in die roten Zahlen.

Dass unter dem Strich dennoch ein Milliardengewinn stand, hatten die Franzosen nur ihrer Beteiligung am japanischen Konzern Nissan, guten Bankgeschäften sowie dem Verkauf von Aktien des Nutzfahrzeugherstellers Volvo AB zu verdanken. Insgesamt geht es Renault allerdings noch deutlich besser als Konkurrent PSA. Die französische Nummer eins wies im Vorjahr einen Rekordverlust in Höhe von mehr als fünf Milliarden Euro aus. (dpa)

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