Auf dem Pariser Salon stand das Konzeptauto Multiplina im Schatten deutlich spektakulärerer Studien und schaffte es kaum in die Schlagzeilen. Dabei hat der unscheinbare Stromer mit seiner Retrooptik durchaus das Zeug zum Herzensbrecher. Darüber hinaus soll er auf nur 3,04 Metern Länge Platz für vier Personen bieten.
Möglich macht das Raumwunder unter anderem eine weit nach vorne gerückte Fahrgastzelle. Als Vorbild diente der Fiat 600 Multipla von 1956, der bei nur 3,50 Metern Länge sogar sechs Personen Platz bot. An den historischen Kleinbus erinnern neben den Proportionen auch eine Zweifarblackierung und hintere Luftauslässe.
Fiat Multiplina Concept (2026)
Technisch ist der Multiplina allerdings kein vollwertiger Pkw, sondern ein vierrädriger Leichtbaustromer der Klasse L7e. Damit ist er oberhalb des ebenfalls elektrischen Zweisitzers Topolino angesiedelt, der als L6e-Fahrzeug maximal 45 km/h schnell fahren darf. In der L7e-Klasse sind maximal 15 kW/20 PS Nenndauerleistung erlaubt und damit Höchstgeschwindigkeiten um 90 km/h möglich. Angaben zu Antriebsleistung, Batteriegröße und Reichweite des Multiplina hat Fiat allerdings nicht gemacht.
Mit dem Multiplina wollen Fiat und Stellantis ausloten, wie sich alltagstaugliche Mobilität für vier Personen auf möglichst wenig Verkehrsfläche realisieren lässt. Ob aus der Studie ein Serienmodell wird, ist noch offen. Mit einem entsprechenden L7e-Fahrzeug könnte der Stellantis die Lücke zwischen seinen L6e-Mobilen und einer möglichen neuen europäischen Kleinwagenklasse M1E schließen. Sollte der Multiplina auf den Markt kommen, wäre ein Einstiegspreis um 12.500 Euro denkbar.