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Höhere Steuerzahlungen: Tesla-Chef lässt sich von Twitter-Nutzern zu Aktienverkauf verpflichten

Elon Musk
© Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

Der Kursanstieg der Tesla-Aktien hat Elon Musk zumindest auf dem Papier zum Abstand reichsten Menschen der Welt gemacht. Steuern auf die Kursgewinne würden aber erst bei einem Anteilsverkauf fällig. In einer Twitter-Umfrage ließ er nun abstimmen, ob es dazu kommen soll.


Datum:
08.11.2021
Autor:
dpa
Lesezeit: 
4 min
1 Kommentare

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Tesla-Chef Elon Musk hat sich von Twitter-Nutzern dazu verpflichten lassen, für höhere Steuerzahlungen ein Zehntel seines Anteils am Elektroauto-Hersteller zu verkaufen. In einer von Musk angestoßenen Twitter-Umfrage wurden 57,9 Prozent der Stimmen für den Aktienverkauf abgegeben. Das Paket wäre zum Schlusskurs vom Freitag etwa 21 Milliarden Dollar (rund 18 Milliarden Euro) wert.

Anleger stellen sich aber bereits darauf ein, dass nach Musks Anteilsverkauf mehr Tesla-Aktien auf dem Markt sein werden. Das Papier startete in den US-Handel am Montag mit einem Abschlag von sechs Prozent, dann arbeitete sich der Kurs auf ein Minus von rund drei Prozent hoch.

Als mit Abstand reichster Mensch der Welt sah sich der 50-jährige Musk zuletzt verstärkt mit Forderungen konfrontiert, mehr zur Lösung der Probleme der Welt beizutragen und mehr Steuern zu zahlen. Der Wert von Musks Vermögen ist in den vergangenen Monaten zwar mit dem steten Kursanstieg der Tesla-Aktie zumindest auf dem Papier stark gewachsen. Steuern werden nach den aktuellen Regeln aber erst fällig, wenn er die Kursgewinne durch einen Verkauf einstreicht.

Musk hatte bei Twitter zum Start der Umfrage erklärte, da er kein Gehalt oder Bonuszahlungen bekomme, seien Aktienverkäufe für ihn die einzige Möglichkeit, Steuern zu zahlen. Er werde sich an das Ergebnis der Twitter-Abstimmung halten, egal wie es ausfalle, versicherte Musk. Insgesamt wurden dabei bis Sonntagabend mitteleuropäischer Zeit binnen 24 Stunden gut 3,5 Millionen Stimmen abgegeben.

Musk machte keine Angaben dazu, wie schnell er das Aktienpaket abstoßen würde. Für Aktienverkäufe von Top-Managern gibt es in den USA oft vorher vereinbarte Zeitpläne. Musk hatte bereits im September von Aktienverkäufen gesprochen.

Unter anderem in den USA wird aktuell viel über eine Reform des Steuersystems diskutiert, die schon beim Vermögen ansetzen könnte. Musk nahm bei Twitter Bezug darauf: "Zuletzt wurden unrealisierte Gewinne oft als Weg zur Steuervermeidung bezeichnet, also schlage ich vor, zehn Prozent meiner Tesla-Aktien zu verkaufen."

338 Milliarden Dollar Gesamtvermögen

Nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg würde das Paket 80 Prozent des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens von Tesla-Aktien entsprechen. Basierend auf den 170,5 Millionen Aktien, die bei Musk liegen, wären die zehn Prozent zum aktuellen Kurs rund 21 Milliarden Dollar (etwa 18,1 Milliarden Euro) wert. Bloomberg berechnet Musks Gesamtvermögen in seiner Milliardärsliste mit 338 Milliarden Dollar. Der Starunternehmer hält auch einen hohen Anteil an der Raumfahrtfirma SpaceX.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Musk eine Twitter-Debatte mit dem Chef des US-Welternährungsprogramms, David Beasley, geliefert. Nachdem Beasley den Milliardär um Unterstützung im Kampf gegen den Hunger bat, forderte Musk ihn auf, zunächst detaillierte Informationen zu den Ausgaben zu veröffentlichen, "damit die Leute sehen können, wohin genau das Geld geht".

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KOMMENTARE


Annotator

08.11.2021 - 17:43 Uhr

Mal schauen welch kluger Schachzug dahinter steckt?


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