"Können wir uns gerade nicht leisten": VW legt Entwicklung des ID.Golf auf Eis

30.10.2026 16:29 Uhr | Lesezeit: 3 min
VW-Markenchef Thomas Schäfer bei der Vorstellung des ID. Cross Concept in München
Volkswagen pausiert vorerst die Entwicklungsvorleistungen für den geplanten elektrischen ID.Golf.
©Foto: VW

Volkswagen zieht beim geplanten ID.Golf vorerst die Kostenbremse. "Wir können uns diese Arbeiten gerade schlicht nicht leisten", sagt VW-Markenchef Thomas Schäfer in einem internen Interview, berichten mehrere Medien. Aufgegeben ist der elektrische Golf aber nicht.

Volkswagen setzt die Entwicklungsarbeiten für den geplanten ID.Golf vorübergehend aus. Das berichtet unter anderem das "Handelsblatt". Nach dem ersten Quartalsverlust seit 2020 erhöht VW-Markenchef Thomas Schäfer den Spardruck – vor allem auf das Werk Wolfsburg.

Ziel sei es, die Arbeiten so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Dazu müssten die Kosten weiter gesenkt werden, wird Schäfer zitiert. Die Werke in Emden und Zwickau seien bei der Reduzierung ihrer Fabrikkosten auf Kurs. Das Stammwerk in Wolfsburg erreiche seine Ziele aktuell aber nicht, hier fehlten rund 300 Millionen Euro im laufenden Jahr. "Die Lage ist ernst", sagte Schäfer. Das Sparprogramm sei ein Marathon. "Aber eines ist auch klar: Ein kleiner Sprint würde uns gerade helfen."

ID.Golf bleibt wichtiges Elektromodell

Der ID.Golf soll weiterhin auf der neuen Elektroarchitektur SSP entstehen. Als erstes Fahrzeug auf dieser Plattform ist ein elektrischer T-Roc vorgesehen, anschließend soll der ID.Golf folgen. Der Marktstart des elektrischen Golf ist für Anfang der 2030er-Jahre vorgesehen.

Der Sparkurs steht auch mit der Profitabilität der Elektromobilität in Verbindung. Die Nachfrage nach Elektroautos steigt, Volkswagen erzielt mit BEV nach Unternehmensangaben derzeit jedoch niedrigere Margen als mit vergleichbaren Verbrennern. Gleichzeitig nimmt das Volumen der ertragsstärkeren Verbrennermodelle ab.

Der Volkswagen-Betriebsrat teilte laut "Handelsblatt" am Freitag mit, die Pause bedeute nicht, dass der ID.Golf tatsächlich verzögert an den Start gehen werde. Zeitverzug lasse sich aufholen. Außerdem werde der T-Roc als "Ersteinsetzer" der Technologie wie geplant in Wolfsburg gebaut. Die Arbeit dafür werde nicht pausiert.


Diese VW-Modelle sind Geschichte

Der VW Eos kam zur Hochzeit der Stahldach-Cabrios - und verschwand schnell wieder Bildergalerie


Jetzt bei LinkedIn vernetzen

Folgen Sie dem AUTOHAUS LinkedIn-Kanal und erhalten Sie die aktuellsten News aus der Welt des Autohandels. Wichtige Personalien, Blicke hinter die Kulissen und den LinkedIn-Newsletter "AUTOHAUS - die Woche" -  das alles finden Sie auf dem AUTOHAUS-Account.

Zu LinkedIn

HASHTAG


#VW-Krise

Mehr zum Thema


#VW

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.