Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) will der US-Regierung angeblich rasch einen neuen Sanierungsplan mit neuen, noch härteren Einschnitten vorlegen. Das bereits dritte Konzept könnte schon am Montag vorgestellt werden, berichtete die "New York Times" am Wochenende unter Berufung auf informierte Personen. Der Plan werde wahrscheinlich weitere Werkschließungen und Stellenabbau vorsehen sowie eine neue Absatzprognose enthalten. Laut weiteren Medienberichten könnte GM auch die mehr als 80 Jahre alte Marke Pontiac sterben lassen. Keine Informationen gab es dazu, ob die neuen Einschnitte nur den US-Markt oder auch das Europa-Geschäft unter anderem mit Opel treffen sollen. GM hat von der US-Regierung Zeit bis zum 1. Juni bekommen, ein tragfähiges Zukunftskonzept vorzulegen. Die vorherigen zwei Sanierungspläne schmetterte Washington als realitätsfern ab. Die Opel-Mutter hat bisher insgesamt 15,4 Milliarden Dollar staatliche Unterstützung erhalten und will weitere 14,6 Milliarden. Das Weiße Haus will vor weitere Hilfen jedoch sicher sein, dass GM überhaupt überleben kann. Mit einem Aus für Pontiac würde ein Stück amerikanische Autogeschichte zu Ende gehen. Das erste Pontiac-Auto kam 1926 auf den Markt, zu ihren besten Zeiten in den 60er und 70er Jahren war die Marke eine Spielwiese für junge Designer wie den berühmten John DeLorean. Derzeit ist sie schwer von der Branchenkrise betroffen: Laut Marktexperten steht ein dreimonatiger Pontiac-Ausstoß bei den Händlern, schrieb das "Wall Street Journal". Zuletzt hatte GM im Jahr 2000 mit Oldsmobile eine seiner Traditionsmarken eingestampft. Die Hummer-Geländewagen, die US-Marke Saturn und der schwedische Hersteller Saab stehen bereits zum Verkauf und könnten notfalls auch aufgegeben werden. (dpa)
Opel-Mutter: GM will neuen Sanierungsplan vorlegen
Der Opel-Mutterkonzern General Motors will ein drittes Sanierungskonzept mit noch drastischeren Einschnitten vorlegen. Es soll Details zu weiteren Werksschließungen und Stellenstreichungen enthalten.