Die Autobranche sieht die Entwicklung bei Opel mit Sorge. "Wir müssen die Stabilität der Industrie erhalten", sagte der deutsche Ford-Chef Bernhard Mattes dem Nachrichtenmagazin "Focus". Er wünsche sich nicht, dass ein großer Anbieter ausfalle. "Dessen Bestellungen gehen den Zulieferern verloren und das verursacht große Spannungen in der Hersteller-Lieferanten-Kette", betonte Mattes. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sprach sich am Montag für eine staatliche Unterstützung für Opel aus. "Hier geht es um die Beschäftigten und ihre Familien", sagte der Arbeitnehmervertreter in Wolfsburg. "Opel hat eine tolle Belegschaft. Es lohnt sich, sie in ihrem Kampf um Arbeitsplätze und industrielle Zukunft zu unterstützen. Ich sehe es positiv, wenn die große Koalition und die Bundesländer sich alle Handlungsoptionen für die Rettung einer Traditionsmarke wie Opel offen halten." Osterloh sagte, er sehe sich mit dieser Aussage nicht im Widerspruch zu VW-Vorstandschef Martin Winterkorn. "Ich habe erst gestern Abend mit unserem Vorstandsvorsitzenden darüber gesprochen. Er hat mir versichert, dass auch er dafür ist, die Arbeitsplätze bei Opel zu erhalten. Ihm geht es bei der Frage um den Weg, nicht um die Tatsache, dass die Regierung den Beschäftigten helfen muss." "Staat darf keine Rettungsgesellschaft werden" Winterkorn hatte dem "Spiegel" auf die Frage, ob der Staat Opel retten solle, gesagt: "Der Staat sollte sich raushalten. Wenn er punktuell einem Unternehmen mit Bürgschaften beispringt, ist das legitim. Aber das sollte nur für eine Übergangszeit gelten. Der Staat darf nicht zur Rettungsgesellschaft für Firmen werden, denen möglicherweise der Bankrott droht." (dpa)
Opel-Sorgen: Autobranche demonstriert Einigkeit
Ford-Chef Mattes wünscht sich nicht, dass ein großer Anbieter wie Opel ausfällt. Die Stabilität der Autoindustrie müsse erhalten bleiben. VW-Betriebsratschef Osterloh spricht sich für eine staatliche Unterstützung aus.