Daimler will einem Medienbericht zufolge den Streit mit Führungskräften beilegen, die sich vor Arbeitsgerichten gegen ihre Herabstufung zu Sachbearbeitern wehren. Unternehmensleitung, Gesamtbetriebsrat und der Anwalt, der die meisten Kläger vertritt, hätten sich darauf geeinigt, die Fälle mit Hilfe von Musterverfahren zu klären, berichtet die "Stuttgarter Zeitung" (Dienstag). Dies habe das Unternehmen dem Blatt bestätigt. Damit solle die Zahl der Prozesse begrenzt werden. Der Daimler-Konzern hat dem Bericht zufolge bei seinem Verwaltungsumbau, der unter anderem zum Abbau von 6.000 Stellen führte, etwa 350 Führungskräfte der untersten Managementebene (Gruppen- oder Teamleiter) zu Sachbearbeitern herabgestuft. Dagegen haben sich 28 Betroffene vor Arbeitsgerichten zur Wehr gesetzt. Aus diesen 28 Klagen sollen laut Zeitung vier Gruppen vergleichbarer Fälle gebildet werden. Aus diesen solle dann jeweils ein Prozess ausgewählt und durch die Instanzen geführt werden. Die meisten Herabstufungen habe es in der Verwaltung von Mercedes-Benz Cars sowie des Nutzfahrzeugbereichs gegeben, hieß es. (dpa)
Prozessflut: Daimler will Manager-Klagen in Musterverfahren klären
Die 28 Klagen von Führungskräften, die sich juristisch gegen ihre Herabstufung zu Sachbearbeitern wehren, werden mit Hilfe von Musterverfahren geklärt. Darauf haben sich Unternehmensleitung, Gesamtbetriebsrat und Kläger-Anwalt verständigt.