Diverse Autohersteller haben Anfragen und konkrete Angebote zur Teilübernahme oder zur Weiterführung der Produktion von MG Rover vorgelegt. Wie die "Financial Times Deutschland" in ihrer Dienstagsausgabe meldete, sprach der Zwangsverwalter PricewaterhouseCoopers (PwC) von Interessenten aus "Russland, Iran, dem Mittleren Osten und Asien". So habe der iranische Autohersteller Dastaan Industrial Development mitgeteilt, dass man an einem Bestand produzierter Rover-Pkw interessiert sei. Sollte dieses Geschäft nicht zustande kommen, denke man über den Kauf der gesamten Produktionsanlagen nach, die in den Süden Irans verlegt werden könnten. Der russische Hersteller Ruspromauto hat den Angaben zufolge an der Vollübernahme von Rover Interesse. Allerdings werde eine Entscheidung erst nach Klärung der Finanzlage des britischen Konzerns fallen, so ein Sprecher. PwC bestätige derzeit nur, dass es zwei potenzielle Käufer des gesamten Rover-Konzern gibt. Auch das chinesische Unternehmen Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) habe sich bereits vergangene Woche für Teile der Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie das Motorenwerk interessiert. Vor dem Rover-Konkurs hatte der Konzern noch auf eine Übernahme der Briten spekuliert, dann jedoch das finanzielle Risiko gescheut. Obwohl einige der Kandidaten ein Wiederaufleben der Produktion in England in Aussicht stellen, dürften ihnen die technischen und finanziellen Mittel dafür fehlen, hieß es. Daher sei der Kauf von Rover-Fahrzeugbeständen oder von Teilen der Produktionsstraßen eher wahrscheinlich. (san)
Reges Interesse an MG Rover
Anfragen von Herstellern aus Iran, Russland und China / Noch keine Entscheidungen