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Tesla-Fabrik Grünheide: Neue Antragsunterlagen eingereicht

Tesla hat für sein im Bau befindliches Werk in Grünheide neue Antragsunterlagen eingereicht.
© Foto: Tesla

Der Elektroautobauer will unter anderem im geplanten Werk in Grünheide auch Batteriezellen herstellen. Nun hat Tesla neue Antragsunterlagen eingereicht. Bislang baut das Unternehmen nur mit vorzeitigen Zulassungen.


Datum:
04.06.2021
Autor:
dpa
Lesezeit: 
3 min
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Der US-Elektroautobauer Tesla hat beim Landesamt für Umwelt neue Antragsunterlagen für den Bau seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin eingereicht. Das teilte das Umweltministerium in Potsdam am Donnerstag mit. Die Änderungen im laufenden Genehmigungsverfahren waren unter anderem nötig geworden, weil das Unternehmen vor Ort auch die Herstellung von Batteriezellen plant. Hierfür hat Tesla nun eine entsprechende Nebeneinrichtung zur Fahrzeugherstellung beantragt.

Im Januar war bekannt geworden, dass Tesla in der geplanten Batteriezellenfabrik eine Massenproduktion mit neuer Technologie aufbauen will. In der Fabrik soll nach Angaben aus Branchenkreisen ein neuer Zelltyp produziert werden, der eine fünfmal höhere Energie und sechsmal mehr Leistung hat. Die Fabrik soll auf dem Tesla-Areal in Grünheide in direkter Nähe zur Autofabrik entstehen.

Außerdem plant Tesla eine Erweiterung des Presswerks durch zwei weitere Presslinien. Der Karosseriebau wird dem Antrag zufolge auf eine Fertigungslinie reduziert. Ebenfalls neu hinzu kommen Fertigungsschritte zur Herstellung und Lackierung von Kunststoffbauteilen wie Stoßstangen- und Rückspiegelabdeckungen.

Noch liegt keine umweltrechtliche Genehmigung vor 

Tesla will in Grünheide jährlich rund 500.000 Exemplare der kompakten Fahrzeugreihen Model 3 und Model Y bauen. Für den Bau der Autofabrik fehlt bisher die endgültige umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen. Der Zeitpunkt für endgültige Entscheidung ist unklar.

Ursprünglich wollte das Unternehmen im Juli mit der Produktion beginnen. Bei einem Besuch in Grünheide Mitte Mai hatte Tesla-Chef Elon Musk das Jahresende als Termin für den Start der Produktion genannt. Der geänderte Antrag des Autobauers enthält auch Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs.

Die Genehmigungsbehörde entscheide zunächst über eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit, wie es vom Umweltministerium hieß. Eine erneute Auslegung gelte als wahrscheinlich. Naturschutzverbände hatten dies gefordert.

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