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Tesla-Rivale: Fulminanter Börsenstart für Rivian

Der Rivian R1T ist das erste Modell der neuen Elektroautomarke.
© Foto: Rivian

Der E-Autobauer Rivian feiert ein fulminantes Debüt an der Nasdaq. Trotz tiefroter Zahlen und bislang kaum Umsatz startet die US-Firma mit einem Börsenwert von über 90 Milliarden Dollar - deutlich mehr als langjährig etablierte Branchengrößen wie GM, Ford oder BMW.


Datum:
10.11.2021
Autor:
dpa
Lesezeit: 
3 min
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Anleger haben sich beim mit Spannung erwarteten Börsengang des US-Elektroautobauers Rivian um die Aktien des Tesla-Rivalen gerissen. Beim Handelsstart an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq lag der erste Kurs am Mittwoch bei 106,75 Dollar und damit rund 37 Prozent über dem Ausgabepreis von 78 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vortag rund 11,9 Milliarden Dollar durch die Ausgabe von 153 Millionen Aktien erlöst und damit den bislang größten Börsengang in diesem Jahr gestemmt. Dabei waren Aktienpreis und Emissionsvolumen zuvor bereits deutlich erhöht worden.

Höherer Börsenwert als BMW - trotz tiefroter Zahlen

Mit einem Börsenwert von rund 93 Milliarden Dollar oder umgerechnet etwa 81 Milliarden Euro wird Rivian zum Start deutlich höher gehandelt als etwa die deutsche Branchengröße BMW, die es zuletzt auf gut 59 Milliarden Euro brachte. Sogar den größten US-Autobauer General Motors übertrifft Rivian mit rund sechs Milliarden Dollar. Dabei steckt das US-Unternehmen, zu dessen Großinvestoren der Online-Riese Amazon und Ford zählen, noch tief in den roten Zahlen. Bei der letzten Finanzierungsrunde vor dem Börsengang im Januar war Rivian lediglich mit knapp 28 Milliarden Dollar bewertet worden.

Die E-Autofirma hat nach eigenen Angaben etwa 9.500 Mitarbeiter, von denen über 3.300 im US-Hauptwerk im Bundesstaat Illinois beschäftigt sind. Rivian macht bislang zwar noch keinen nennenswerten Umsatz, hat jedoch im September sein erstes Elektromodell im umkämpften Pick-up-Segment herausgebracht und so einen Wettlauf unter anderem mit Tesla für sich entschieden. Zudem hat das Unternehmen einen E-SUV in der Pipeline, dessen Auslieferungen Ende des Jahres beginnen sollen. Darüber hinaus hat Rivian einen lukrativen Großauftrag von Amazon für 100.000 elektrische Lieferwagen in der Tasche.

Rivale Tesla derzeit haushoch überlegen

Rivian-Gründer RJ Scaringe sieht seine Firma als Vorreiter bei der Mission, Elektromobilität im Massenmarkt zu etablieren und setzt damit auf eine ähnliche Marketing-Strategie wie Tesla-Chef Elon Musk. Es seien außergewöhnliche Schritte notwendig, um die natürlichen Ökosysteme zu bewahren und eine sichere Zukunft für künftige Generationen aufzubauen, verkündete der Rivian-Chef beim Börsengang.

"In den nächsten zwei Jahrzehnten müssen wir die Transport- und Energiesysteme unseres Planeten vollständig verwandeln." Auch wenn Rivian Tesla beim ersten E-Pick-up zuvorkam, ist der Musk-Konzern mit einem Börsenwert von über einer Billion Dollar dem neuen Rivalen noch weit überlegen.

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