Das China-Geschäft von Volkswagen hat sich im ersten Quartal 2006 deutlich erholt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die Umsätze um fast 40 Prozent gestiegen, berichtete der Automobilkonzern am Montag in Peking. Nach dem starken Absatzrückgang im Vorjahr soll sich der lange rückläufige Marktanteil von Volkswagen mit seinen beiden Joint Ventures in Schanghai und Changchun nach bisher unbestätigten Angaben bei 16 Prozent stabilisiert haben. Vor allem die von Schanghai Volkswagen entwickelte Passat-Variante "Lingyu" verkaufe sich gut und führe mit rund 30.000 verkauften Autos die Statistiken im vergleichbaren Marktsegment an. "Das zeigt, dass wir uns dem chinesischen Geschmack angepasst haben", sagte Winfried Vahland, China-Chef von VW. Die Gruppe habe in diesem Jahr bis Ende März rund 164.000 Autos in China verkauft, hieß es in einer Mitteilung. Etwa 19.000 davon seien Audi-Modelle. Die Marke sei in China Marktführer in der Premium-Klasse. Die Verkaufszahlen des A6 hätten sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Der Konzern versucht, den Umsatzrückgängen durch die Einführung von neuen, dem chinesischen Markt angepassten Modellen entgegenzuwirken. Bis 2009 will VW zehn bis zwölf neue Modelle in China vorstellen. Im nächsten Monat soll der neue Jetta unter dem Namen "Sagitar" auf den Markt kommen. Für das nächste Jahr ist die Einführung der Marke Skoda geplant. Um die Produktionskosten zu senken, plant VW für 2006, mehr Autoteile von Zulieferern in China zu übernehmen und in das weltweite Produktionsnetz einzuführen. Bis zum Ende des Jahres sollen Lieferverträge mit einem Gesamtwert von einer Mrd. US-Dollar abgeschlossen werden. Im Vorjahr wurden Autoteile aus chinesischer Produktion im Wert von 250 Mio. US-Dollar in die weltweite Volkswagen-Produktion eingespeist. (dpa)
Volkswagen steigert Umsätze in China
Marktanteil soll sich bei 16 Prozent stabilisiert haben / Bis März 164.000 Autos verkauft