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Branchenfinanzierer auf Schlingerkurs: Investoren sollen Autobank AG retten

Branchenfinanzierer auf Schlingerkurs
Investoren sollen Autobank AG retten
© Foto: Spectral-Design / Fotolia

Die österreichische Spezialbank ist in unruhiges Fahrwasser geraten. Doch Rettung ist in Sicht: Zwei potenzielle Geldgeber unterzeichneten in dieser Woche Absichtserklärungen für einen Einstieg.

Die angeschlagene Autobank AG steht vor dem Einstieg zweier strategischer Investoren. Wie der Branchenfinanzierer am Mittwoch in Wien mitteilte, wurde mit den potenziellen Geldgebern am Dienstag ein sogenannter "Letter of Intent" über den Kauf neuer Aktien unterzeichnet. Der Erwerb soll demnach in einem ersten Schritt in den Jahren 2020 und 2021 erfolgen, weitere spätere Investitionen sind nicht ausgeschlossen.

Die Aktien sollen im Zuge von Barkapitalerhöhungen (genehmigtes Kapital) unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre neu begeben werden. Grundvoraussetzung dafür ist eine dementsprechende Ermächtigung für Vorstand und Aufsichtsrat. Diese soll bei der am 30. November 2020 stattfindenden Hauptversammlung erteilt werden.

Mit dem Investoren-Einstieg solle die Eigenmittelquote der Autobank AG erhöht und damit die Kapitalbasis deutlich gestärkt werden, hieß es. Mitte Juli hatte die österreichische Spezialbank für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Verlust von 9,7 Millionen Euro bekannt gegeben. Im September musste das Institut weitere Wertberichtigungen in Höhe von über 2,7 Millionen Euro einräumen. Für das Corona-Jahr 2020 wagte das Unternehmen bislang keine Prognose.

Aktuell arbeitet der Autobank-Vorstand mit einer von der Finanzmarktaufsicht zur Seite gestellten Verwalterin zusammen. Diese verlaufe sehr gut, erklärten die Verantwortlichen. "Gemeinsam arbeiten wir daran die Bank so rasch als möglich wieder in ruhigere Gewässer zurückzuführen." Die nun unterzeichneten Absichtserklärungen seien ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Stärkung der Bank.

Die Namen der möglichen Investoren veröffentlichte die Autobank nicht. Bei einem Unternehmen soll es sich um ein Finanzinstitut aus dem D-A-CH-Raum handeln, das aufgrund seiner Geschäftstätigkeit die 2019 gestartete strategische Neuausrichtung unterstützen würde. Der andere Investor soll ein gut etabliertes Unternehmen aus Österreich sein. Es wolle vor allem das Produktportfolio der Autobank AG erweitern und diese breiter aufstellen.

Die Autobank AG ist auf Kfz-Finanzierung und -Leasing, Factoring, Händlerfinanzierung sowie Tages- und Festgeld für Privatkunden spezialisiert. Neben der Zentrale in Wien betreibt die Non-Captive eine Zweigniederlassung in Oberhaching bei München. (rp)


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