Unfallhistorie und Laufleistung: Widersprüche im Fahrzeuginserat kosten Vertrauen

06.10.2026 11:09 Uhr | Lesezeit: 3 min
GW-Handel
Eine Umfrage von mobile.de zeigt, dass fehlende oder widersprüchliche Angaben zu Kilometerstand, Unfallschäden und Fahrzeughistorie zu den wichtigsten Ausschlusskriterien beim Gebrauchtwagenkauf gehören.
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Ein falscher Kilometerstand, fehlende Unfallschäden oder ein verdächtig niedriger Preis: Schon kleine Ungereimtheiten können Kaufinteressenten abschrecken. Eine Umfrage von mobile.de zeigt, welche Warnsignale beim Gebrauchtwagenkauf besonders kritisch gesehen werden.

Mehr als die Hälfte der Kaufinteressenten würde ein Gebrauchtwagenangebot wegen fehlender oder widersprüchlicher Informationen ausschließen. Besonders kritisch werden ein unplausibler Kilometerstand (62 Prozent), fehlende Angaben zu Unfällen oder Schäden (60 Prozent) sowie auffällig niedrige Preise (58 Prozent) bewertet. 

Auch häufige Halterwechsel gelten für viele Käufer als Warnsignal. Fast jeder Zweite (49 Prozent) sieht darin einen möglichen Risikofaktor. Unvollständige oder widersprüchliche Angaben im Inserat nennen 44 Prozent als Grund für Skepsis.

"Die Daten zeigen: Beim Gebrauchtwagenkauf verlassen sich Menschen nicht allein auf den ersten Eindruck. Sie vergleichen Preise, machen Probefahrten und prüfen Angaben zur Vergangenheit des Fahrzeugs genau", sagt Florian Baur von mobile.de.

Probefahrt bleibt Standard

Vor einem Fahrzeugkauf würden 75 Prozent der Befragten eine Probefahrt machen. 69 Prozent vergleichen die Preise ähnlicher Modelle. Knapp die Hälfte (49 Prozent) würde zusätzlich einen unabhängigen Fahrzeugcheck durchführen lassen. "Eine dokumentierte Fahrzeughistorie kann zusätzliche Orientierung liefern und dabei helfen, offene Fragen frühzeitig zu klären", erklärt Florian Baur.

Laut einer ergänzenden Carfax-Befragung fühlten sich 70 Prozent der Nutzer eines Fahrzeugberichts beim Kauf sicherer. 34 Prozent gaben an, mithilfe der gewonnenen Informationen einen niedrigeren Kaufpreis ausgehandelt zu haben. Von diesen Käufern erzielten 29 Prozent einen Preisnachlass zwischen 500 und 2.000 Euro. Zwölf Prozent konnten den Kaufpreis sogar um 2.000 bis 5.000 Euro reduzieren.

Diese Angaben sind Käufern besonders wichtig

Bei der Fahrzeugsuche stehen nachvollziehbare Informationen im Vordergrund. Für 74 Prozent der Befragten sind Angaben zu Unfällen und Schäden besonders wichtig. Es folgen die Servicehistorie (70 Prozent), der Kilometerstand (68 Prozent) und das Fahrzeugalter (60 Prozent).

Für Händler wird eine vollständige Fahrzeughistorie damit zunehmend zum Verkaufsargument. Lückenhafte oder widersprüchliche Angaben können potenzielle Käufer abschrecken, während nachvollziehbare Dokumentationen Vertrauen schaffen und die Vermarktung von Gebrauchtwagen unterstützen.


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