-- Anzeige --

Kältemittel-Streit: Brüssel will Gefährlichkeit von R1234yf testen

07.08.2013 09:22 Uhr
R1234yf-Schriftzug an WOW Klimaservicegerät
Wie gefährlich ist R1234yf? Die EU will nun im Expertenstreit schlichten.
© Foto: WOW

Daimler will ein neues Kältemittel nicht einsetzen. Die Alternative ist jedoch inzwischen für die meisten Neuwagen in der EU verboten. Im Streit der Experten bietet nun die EU-Kommission Hilfe an.

-- Anzeige --

Im Streit um ein von Daimler genutztes Auto-Kältemittel will die EU-Kommission schlichten. Die Brüsseler Behörde erklärte am Dienstag, sie wolle eine Überprüfung verschiedener Tests durch eigene Wissenschaftler anbieten. Das soll bei Autobauern und verunsicherten Verbrauchern für Klarheit sorgen.

Daimler setzt das für Neuwagen in Europa weitgehend verbotene Mittel R134a weiterhin in seinen Klimaanlagen ein und stützt sich dabei auch auf Typgenehmigungen des Kraftfahrtbundesamtes. Der Autobauer beruft sich auf firmeneigene Tests, bei denen die EU-konforme Alternative mit dem Namen R1234yf Feuer gefangen habe. Mittlerweile überprüft auch das Kraftfahrtbundesamt die Sicherheit der Chemikalie. In Frankreich beschäftigt der Streit um einen Verkaufsstopp die Gerichte.

Um Klarheit in der Kontroverse der Experten zu schaffen, will die EU-Kommission nun ihren hauseigenen wissenschaftlichen Dienst zur Überprüfung der jeweiligen Testergebnisse zur Verfügung stellen. Der Dienst "könnte technische und wissenschaftliche Unterstützung liefern, falls die beteiligten Parteien nicht zu übereinstimmenden Einschätzungen der Testverfahren und -ergebnisse kommen", bestätigte ein Sprecher. Dabei gehe es um Tests des Kraftfahrtbundesamtes, des internationalen Ingenieursverbandes SAE und der Hersteller.

KBA-Untersuchung abwarten

"Das Hauptziel wird sein, Hersteller und Verbraucher zu versichern, dass alles getan wurde, um Objektivität und Transparenz bei der Risikobewertung sicherzustellen", sagte der Sprecher. Es gehe darum, die Methodik nachzuvollziehen, nicht um eigene Tests der EU-Kommission. Zunächst wolle die Behörde allerdings die Ergebnisse der Untersuchungen des Kraftfahrtbundesamts und von Daimler abwarten. (dpa)

-- Anzeige --

MEISTGELESEN


-- Anzeige --

STELLENANGEBOTE


-- Anzeige --
KOMMENTARE

dlin

07.08.2013 - 13:14 Uhr

Es wird ja auch langsam mal Zeit, daß seitens der EU-Kommision Bewegung in die ganze Sache kommt. Wie lange geht der Streit schon? Soweit kann man ja gar nicht mehr zurückdenken. Ich hoffe doch sehr, das hier im Sinne des Verbrauchers, SEHR zeitnah ein "Urteil" gefällt wird (und zwar eindeutig gegen R1234yf).


egon sunsamu

08.08.2013 - 07:44 Uhr

Wie sagte doch der Obereuropäer so treffend?“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab ob etwas passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen was da beschlossen wurde dann machen wir weiter. Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“- Jean Claude Juncker, (Ex-Euro-Gruppenchef) -Die Eurokraten könnten vielleicht doch VORHER gründlich prüfen, was sie uns alternativlos in ihrem Regulierungswahn vorschreiben wollen... oder etwa nicht?


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --
WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.