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Verkehrsgerichtstag: Top-Verkehrsjurist fordert Tempolimit-Studie

VGT-Präsident Ansgar Staudinger will die Folgen eines Tempolimits wissenschaftlich untersuchen lassen.
© Foto: picture alliance/Swen Pförtner/dpa

Tempolimit: Ja oder Nein? Für eine solide Entscheidung fehlt die Datenbasis, meint Ansgar Staudinger, Präsident des Verkehrsgerichtstags. Von der Bundesregierung fordert er eine wissenschaftliche Untersuchung.


Datum:
29.01.2020
2 Kommentare

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Der Präsident des Verkehrsgerichtstags (VGT), Ansgar Staudinger, fordert von der Bundesregierung eine umfassende wissenschaftliche Studie zum Tempolimit auf Autobahnen. Durch die Untersuchung solle geklärt werde, wie sich Tempo 130 auf die Verkehrssicherheit und auf die Umwelt auswirken würde, sagte der Bielefelder Rechtsprofessor der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch zu Beginn des 58. VGT in Goslar. Derzeit gebe es keine "wirklich belastbaren Daten", erklärte Staudinger. "Wir haben in diesem Bereich ein Forschungsloch."

"Wenn die Studie ergibt, dass Tempo 130 einen Gewinn an Verkehrssicherheit und ein Mehr für den Umweltschutz mit sich bringt, bin ich bereit, ein Tempolimit mitzutragen", sagte er weiter.

Den Gegnern eines Tempolimits warf der VGT-Präsident "eine Blockadepolitik" vor, ohne dass sie ihre Meinung durch wissenschaftliche Studien belegen könnten. "Ich finde es unverständlich, dass man das Nein wie ein Mantra vor sich herträgt", sagte Staudinger, ohne in diesem Zusammenhang Namen zu nennen. Ein entschiedener Tempolimit-Gegner ist Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Die Diskussion um ein generelles Tempolimit auf Autobahnen war in der vergangenen Woche erneut aufgekommen. Der Grund: Der ADAC ist "nicht mehr grundsätzlich" gegen ein Tempolimit, wie der Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ein ADAC-Sprecher wollte am Mittwoch zu Staudingers Forderung keine Stellungnahme abgeben.

Uneinigkeit in der Regierung

In der schwarz-roten Bundesregierung ist ein Tempolimit umstritten. Die SPD ist dafür, die Union in weiten Teilen dagegen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte vor Weihnachten gesagt: "Wir haben weit herausragendere Aufgaben, als dieses hoch emotionale Thema wieder und immer wieder ins Schaufenster zu stellen - für das es gar keine Mehrheiten gibt."

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich in dieser Woche - anders als früher - für ein Tempolimit ausgesprochen. "Ich bin dafür, dass wir jetzt mal einen Schnitt machen, dass wir sagen, jawohl, Tempolimit ist eine gute Sache und dann haben wir nach ein paar Jahrzehnten die Diskussion mal abgeschlossen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Hannover. "Die ganze Diskussion hängt fast allen Menschen inzwischen ziemlich weit zum Halse raus." Beispiele aus anderen Ländern zeigten, dass der Unterschied in der Praxis nicht sehr groß sei. Die Diskussion über ein Tempolimit lenke zudem von wichtigeren Fragen ab. (dpa)

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KOMMENTARE


autofan

30.01.2020 - 07:04 Uhr

Nur mal zum auf der Zunge zergehen zu lassen:ÜBER 90 % in Worten 90 Prozent unserer Autobahnen haben ein Tempolimit ,welches unter 130 km/h liegt.Was soll der Irrsinn dann mit Tempolimit 130. Es ist mehr als vorgesorgt. Nur fahren unsre Politiker ja nicht selbst, sondern werden gefahren. Somit kriegen die nix, aber auch gar nix mit.


Dieter M. Hölzel

30.01.2020 - 07:59 Uhr

Fangen wir doch mal da an, was über 60% von 21 Millionen ADAC Mitgliedern sagen, sie sagen nämlich, sie wollen kein Tempolimit, ebenso die verbleibenden anderen Mitglieder anderer Autoclubs. Jetzt kommt der Ansgar Staudinger und der Stephan Weil und viele andere s.g. Meinungsmacher daher und wollen ein Gutachten erstellt wissen. Was wollen die denn jetzt wieder begutachten ? uns Autofahrer , ob unsere Meinung richtig ist ??? Im Bundestag wurde ein Tempo Limit abgelehnt und damit basta !!! Herr Vize Präsident Hillebrand vom ADAC, mit welchem Recht setzen Sie sich über die Meinung Ihrer Mitglieder hinweg ??? 21 Millionen die ihre Mitgliedsbeiträge an den ADAC bezahlen, Herr Hillebrand, was erlauben Sie sich ? Meine Mitgliedsnummer wird Sie genauso wenig interessieren wie die Ihrer 21 Millionen Mitglieder, somit befinden Sie sich im " erlauchten " Kreis von Mehrheitsignoranten aus der " Politik " und anderen Leuten die glauben besonders schlau zu sein, klug sind sie nicht.


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