Die Medienwelt stand wochenlang Kopf. In Australien ließen sich mehr oder weniger bekannte Stars und Sternchen täglich dabei filmen, wie sie allerlei Unannehmlichkeiten der Wildnis ertragen. Die Einschaltquoten erreichten Rekordniveau, entsprechend breit ist das Medieninteresse rund um das Dschungelcamp von RTL – auch in der Nachberichterstattung von "Bild" & Co.
Der Deutsche Anwaltverein (DAV), der auch über 6.500 Verkehrsanwälte vertritt, hat sich vom Dschungelfieber anstecken lassen. Bei BILD-online bewarb der DAV zwischen dem 28. Januar 2011 und 2. Februar seine Plattform "www.anwaltauskunft.de" per Banner mit dem Versprechen: "Sie sind kein Star? Ihr Anwalt holt sie trotzdem raus."
DAV-Pressesprecher Swen Walentowski dazu gegenüber AUTOHAUS-Schaden§manager: "Schließlich birgt die Zivilisation weit mehr unangenehme Situationen als jeder Fernsehurwald. Da hilft der richtige Anwalt viel weiter als ein Publikumsvoting." Denn die Maxime des Vereins laute: "Vertrauen ist gut, Anwalt ist besser."
Grundsätzlich befasst sich der Verein verstärkt mit der Justizgesetzgebung, wobei der Schwerpunkt auf dem Verfahrensrecht liegt. Die Stellungnahme zu Gesetzentwürfen – oftmals schon zum ersten Referentenentwurf – werden von den DAV-Gesetzgebungs- und Fachausschüssen erarbeitet und genießen bei Ministerien, vor allem aber bei Parlamentariern, große Wertschätzung. Seit dem Bestehen der Bundesrepublik ist nach eigenem Bekunden des DAV keines der großen Verfahrensgesetze zustande gekommen, ohne dass der DAV zu seinem Entwurf eine umfangreiche Stellungnahme abgegeben hätte. (ses)