Statistik: Zahl der Verkehrstoten im Juli wieder gesunken

23.09.2011 17:26 Uhr
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Im Juli 2011 starben erneut weniger Menschen bei Verkehrsunfällen. Ein Grund dafür sind laut Destatis die schlechten Witterungsbedingungen in diesem Sommer.
© Foto: Polizei

Im Juli kamen 16 Prozent weniger Menschen auf deutschen Straßen ums Leben als im Vorjahr. Auch die Zahl der Verletzten sank recht deutlich, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt bekannt gab. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 ist die Bilanz der Toten und Verletzten jedoch nach wie vor ernüchternd.

Insgesamt 361 Menschen verloren laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2011 auf deutschen Straßen ihr Leben. Das waren 70 Verkehrstote oder 16 Prozent weniger als im Juli 2010. Damit lag die Zahl der Getöteten zum zweiten Mal in einem Juli unter 400 – das erste Mal gab es im Juli 2009 weniger als 400 tödlich Verunglückte. Die Zahl der Verletzten ging im Juli 2011 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zurück, und zwar um 11 Prozent auf etwa 35.700. Schlechtes Wetter sorgte für starken Rückgang Ein Grund für den starken Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten im Juli 2011 dürften laut Bundesstatistikern die schlechten Witterungsbedingungen gewesen sein. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Todesopfer im Juli, bedingt durch das überwiegend sonnige und trockene Wetter, stark gestiegen. Gutes Wetter führe unter anderem dazu, dass mehr ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Zweiradfahrer unterwegs sind und damit die Unfallschwere steigt. 12 Prozent weniger Verletzte Insgesamt musste die Polizei im Juli 2011 rund 196.200 Straßenverkehrsunfälle aufnehmen, das waren 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Während die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um rund 12 Prozent auf 27.800 gesunken ist, gab es bei den Unfällen mit ausschließlich Sachschaden eine leichte Zunahme um 0,9 Prozent auf etwa 168.400. Nur eine Momentaufnahme – Trend bleibt negativ Von Januar bis Juli 2011 registrierte die Polizei rund 1,3 Millionen Straßenverkehrsunfälle, das waren 2,2 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darunter waren rund 169.900 Unfälle mit Personenschaden (+ 4,3 Prozent) und 1,1 Millionen Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (- 3,1 Prozent). Insgesamt 2.163 Menschen verloren in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bei Straßenverkehrsunfällen ihr Leben. Das waren 64 Personen oder 3,0 Prozent mehr als von Januar bis Juli 2010. Im gleichen Zeitraum hat die Zahl der Verletzten um 4,0 Prozent auf rund 217.500 zugenommen. (lk)

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