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Schwacher Jahresstart: Britische Autoproduktion sinkt weiter

Schwacher Jahresstart
Britische Autoproduktion sinkt weiter
Autoproduktion bei Jaguar Land Rover
© Foto: Abel Mitja Varela Getty Images / Graham Oliver Getty Images
Zum Themenspecial Brexit

Nach dem Brexit und weiter rückläufigen Zahlen sorgt sich der Branchenverband SMMT um den künftigen Handel mit der EU. Die Organisation hofft auf ein "ehrgeiziges" Abkommen.

Die britische Autoindustrie hat sich angesichts sinkender Produktionszahlen kurz vor dem Beginn der Verhandlungen mit der EU für ein "ehrgeiziges" Handelsabkommen ausgesprochen. Die Fahrzeugproduktion in Großbritannien war im Januar weiter zurückgegangen, wie der Verband der britischen Autobauer und -händler SMMT mitteilte. Demnach rollten im Januar rund 118 300 Fahrzeuge vom Fließband – rund zwei Prozent weniger als im Vormonat.

Damit schrumpft die Autoproduktion in Großbritannien bereits den fünften Monat in Folge. Von den 20 vergangenen Monaten war das genau ein Mal nicht der Fall. Besonders drastisch ging die Herstellung für den heimischen Markt zurück, sie fiel im Januar um knapp 24 Prozent. Teilweise abgefedert wurde das durch einen leichten Anstieg der für den Export bestimmten Produktion – ohnehin das Rückgrat der britischen Automobilindustrie. Knapp 83 Prozent der in dem Land gebauten Fahrzeuge sind für die Ausfuhr bestimmt.

"Der größte Schub wäre der Abschluss eines ehrgeizigen Freihandelsabkommens mit Europa. Das würde die andauernde Unsicherheit beenden und Großbritannien helfen, seinen hart erarbeiteten Ruf als großartiger Ort für Investitionen in die Automobilbranche zurückzugewinnen", sagte SMMT-Chef Mike Hawes einer Mitteilung zufolge.

Die britische Regierung wollte noch am Donnerstag ihr Verhandlungsmandat für die Gespräche mit der EU vorstellen. Gerechnet wird damit, dass London weiter auf Konfrontationskurs geht. Premierminister Boris Johnson hat bereits mehrfach deutlich gemacht, dass er die Forderungen aus Brüssel nach Anpassung an EU-Wettbewerbsstandards nicht erfüllen will. Beginnen sollen die Verhandlungen bereits am Montag in Brüssel. (dpa)


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