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Toyota: Ehrgeizige Wachstumspläne im LCV-Markt

Toyota
Ehrgeizige Wachstumspläne im LCV-Markt
Toyota mischt ab 2020 auf dem Markt für Hochdachkombis mit. Hier das Pkw-Modell des neuen Proace City
© Foto: Toyota

Produktoffensive, Elektrifizierung und ein spezialisiertes Vertriebsnetz – Toyota will im Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen stark zulegen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der neue Proace City.

Toyota sieht großes Potenzial im europäischen Markt für leichte Nutzfahrzeuge. Bei der Vorstellung des neuen Stadtlieferwagens Proace City gab der Autobauer erste Einblicke in seine neue Markenstrategie "Toyota Professional". Diese beinhalte auch ein neues Konzept für das Vertriebsnetz, das "auf das perfekte Kundenerlebnis im LCV-Bereich einzahlen wird", erklärte das Unternehmen. In diesem Zusammenhang wolle man das bereits etablierte Fleet- & Business-Programm von Toyota Deutschland gemeinsam mit dem Händlernetz weiterentwickeln. Details nannte der Hersteller zunächst nicht.

Mit dem Proace City steigt Toyota Anfang 2020 in das volumenträchtige Geschäft mit Hochdachkombis ein. Dabei nutzen die Japaner die Nutzfahrzeugarchitektur des französischen Kooperationspartners PSA. Wie die Schwestermodelle Peugeot Partner/Rifter, Citroën Berlingo und Opel Combo wird es den Toyota-Lieferwagen in Kurz- und Langversion sowie als gewerblichen Kastenwagen und als Pkw-nahen Kombi geben, darüber hinaus auch als Doppelkabine sowie in Sitzkonfigurationen mit bis zu sieben Sitzplätzen.

Das Motorenangebot umfasst vorerst einen 1,5 Liter-Vierzylinder-Diesel mit wahlweise 55 kW / 75 PS, 75 kW / 102 PS oder 177 kW / 130 PS. Einziger Benziner ist ein 81 kW / 110 PS starker 1,2-Liter-Dreizylinder. Für die Kraftübertragung sorgen manuelle Getriebe mit fünf oder sechs Gängen, der Top-Diesel ist auch mit einer Achtstufenautomatik zu haben. Was der Proace City kosten wird, ist noch nicht bekannt. Die Konkurrenz startet bei knapp 17.000 Euro für die Nutzfahrzeugausführung. Die Pkw-Varianten kosten ab rund 20.000 Euro.

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Toyota Proace City (2020)

E-Variante ab 2021

Mittelfristig, so die Toyota-Strategen, wird für die Nutzfahrzeugbranche auch der batterieelektrische Antrieb an Bedeutung gewinnen. Mit dem hat der Konzern bislang gefremdelt, doch in der zweiten Hälfte 2020 will man den größeren Proace sowie ein Jahr später den Proace City als Electric anbieten. Zunächst sollen allerdings nur Norwegen und Holland sowie später Frankreich und Spanien in den Genuss der elektrisch angetriebenen Proace-Modelle kommen. Eine Einführung in den deutschen Markt könnte möglicherweise erst 2025 erfolgen.

Beim Neufahrzeuggeschäft seiner Professional-Sparte plant Toyota bereits für das nächste Jahr europaweit einen Absatz von etwa 100.000 Einheiten. Das entspricht rund zehn Prozent des Gesamtabsatzes der Marke. "Den Ausbau und die Elektrifizierung des Nutzfahrzeugprogramms begleiten wir mit der neuen LCV-Markenstrategie 'Toyota Professional' und unterstreichen damit unser Bestreben, der steigenden Anzahl von Kunden die passenden Produkte und Services anbieten zu können", betonte Matt Harrison, Executive Vice President von Toyota Motor Europe. Künftig decke die Marke mehr als zwei Drittel des Nfz-Marktes ab.

Schon für nächstes Jahr ist eine Neuauflage des Pick-up-Klassikers Hilux angekündigt, die dann verlorengegangene Marktanteile zurückerobern soll. Einzelheiten wurden allerdings noch nicht verraten. Kurzfristig wird es zudem vom Proace eine aufgewertete Ausstattungsversion namens "Black Edition" geben, die neue Kaufanreize bieten soll. (rp/SP-X)

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