Die Übernahme ist unter Dach und Fach – nun richtet sich der Blick nach vorn: Infomedia und Veact wollen gemeinsam den Aftersales neu vermessen. Im Zentrum steht dabei weniger die Transaktion selbst als die Frage, wie sich datenbasierte Geschäftsmodelle im europäischen Autogeschäft künftig verzahnen lassen.
Bei einem Treffen im Münchner Veact-Headquarter wurde deutlich, wohin die Reise gehen soll. Infomedia-Chef Jens Monsees, Veact-Gründer Philipp Posselt, Intellegam-Mitgründer Tobias Hetfleisch und Michelle Wells, Vice President von Infomedia, diskutierten mit der AUTOHAUS-Redaktion über die strategischen Perspektiven der neuen Konstellation. Im Fokus stand die Verbindung von Daten, Plattformtechnologie und Künstlicher Intelligenz (KI) – drei Faktoren, die im Automotive Aftermarket zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden.
Infomedia bringt dabei seine Expertise rund um Fahrzeug-, Service- und Teileinformationen ein, während Veact seit Jahren auf datengetriebenes Kundenmanagement sowie Predictive Service Marketing spezialisiert ist. Der gemeinsame Nenner: Daten sollen nicht nur gesammelt, sondern systematisch genutzt werden, um Kunden entlang des gesamten Fahrzeuglebenszyklus gezielter anzusprechen.
Infomedia-CEO Jens Monsees betonte vor Ort die strategische Bedeutung des Segments: "Die Übernahme ist ein wichtiger Schritt unserer Wachstumsstrategie." Aftersales bleibe ein zentraler Werttreiber der Branche. Gleichzeitig gewinnt die Internationalisierung an Gewicht: Veact erhält über den neuen Eigentümer Zugang zu globalen Kundenstrukturen.
Neben der geografischen Expansion geht es vor allem um Skalierung. Datenplattformen entfalten ihren Nutzen erst dann voll, wenn sie große Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzen. Genau hier sehen die Beteiligten den Hebel für die nächsten Entwicklungsschritte.
Ein ausführlicher Bericht zu den strategischen Implikationen und den konkreten Projekten von Infomedia und Veact folgt in AUTOHAUS.