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HB ohne Filter vom 17. Dezember 2010

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Datum:
17.12.2010

7 Kommentare

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Heute mit dem Thema: Signale 2010

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Signale 2010

-  Das Jahr 2010 setzte Rauchzeichen der Re-Signation (Astronomische Staatsschulden, US-Staatsdefizit 2010: 3.800.000.000.000 Billionen Dollar (!), Ölpest im Golf von Mexiko, geldgetriebene Söldner u.a.).

-  Was kann der Einzelne zum Umbau beitragen? Wir setzen mit jeder Ausgabe von AUTOHAUS als "Fachmedium des Jahres 2010" Zeichen der Pro-Signation.

-  Entscheidende Entwicklungen der Wirtschaft sind extrem unvorhersehbar (Exporterfolge der Premiumhersteller, Restwertrisiken, Kreditklemme u.a.).

-  Nicht das Finanz- und Humankapital, sondern das Naturkapital wird das Wachstum begrenzen.

-  Entscheidungen werden schwieriger, weil alte Gewissheiten plötzlich wegbrechen (Abwertungswettlauf aller Währungen, Bevölkerungswachstum, Erderwärmung, Rücktritt des Bundespräsidenten u.a.).

-  Die Politik wird in ihren Positionen immer mehr vom Zeitgeist bestimmt. Notwendige Reformen lässt die "bürgerliche Regierung" auf halber Strecke liegen.

-  Die Vertrauenskrise hält auf breiter Front an (500 Milliarden Euro Rettungsschirm für die Banken, für Griechenland, Veränderungsbereitschaft für Zukunftsfähigkeit u.a.).

-  Der Mittelstand hat Deutschland zur Konjunkturlokomotive der EU gemacht. Dennoch ist das bürgerliche Endlager, der Mittelstand, der Stand, der die Mittel bezahlt, heimatlos geworden  und über die "bürgerliche Koalition" maßlos enttäuscht. Neben Verteilungsgerechtigkeit brauchen wir auch Belastungsgerechtigkeit. Es ist politisch nicht hinnehmbar, dass kontinuierlich die Steuern steigen und das für kontinuierlich sinkende staatliche Leistungen. Jede Ausgabenkürzung wird sofort als Sozialabbau stigmatisiert.

-  Das Kfz-Gewerbe kann auf ein zufriedenstellendes Jahr zurückblicken.

-  Die politischen GVO-Weichen 2010 ff. sind gestellt.

-  Das Auto der Zukunft nimmt "grüne" Mobilitätsformen an.

-  Die Qualifizierung wird daher zur eigentlichen Herausforderung.

Nehmen wir zur Kenntnis. Weltweit existiert nur noch gut ein Dutzend selbständiger Automobilhersteller. Können die "Kleineren" die Zukunftstechnologie noch stemmen? Die Zulieferer konditionell in die Knie zwingen? Zwangsläufig resultiert daraus ein Netz aus Beteiligungen und dichten Kooperationen. Wo entwickeln sich die mittelständischen Kooperationen in unserer Branche?

2010 war das Jahr des Aufschwungs. Erstmals wurden mehr Fahrzeuge im Ausland als im Inland produziert! Die Propagandisten setzen auf das Motto: Die Produktion muss den Märkten folgen. Der Einheiten wegen, der Währungsschwankungen wegen. Die Arbeitsplatzgarantien wie beispielsweise bei VW bis 2014 sagen, das Ganze darf nicht zu Lasten der Arbeitnehmer gehen. Ist das auf Dauer überhaupt durchzustehen?

China wurde 2010 zum süßen Rausch der Premiumanbieter. Jeder weiß, dass China alles andere als kalkulierbar ist. Wehe, da werden morgen die Märkte abgeschottet! Derzeit kommen in China auf 1.000 Einwohner 60 Autos, in Deutschland 560. Welche Potenziale! Dann kommt mit Zeitverzug Indien. Die Einheitenparty kann so für die Hersteller noch lange anhalten. Europa zeigt sich aber nicht mehr als Wachstumsmarkt.

Wenn Audi-Chef Rupert Stadler meint: "Das Automobil wird sich in den kommenden zehn Jahren mehr verändern als in den hundert Jahren zuvor", dann wird sich die Automobilwelt nicht nur aufgrund der alternativen Antriebe verändern. Das Elektroauto ist das eine, das Ein-Liter-Fahrzeug, das bewusst zurückgehalten wird und viel wichtiger wäre, das andere. Es war der Internetriese Google, der das selbstfahrende Fahrzeug ab 2018 bereits in diesem Jahr vorstellte! Ein "Außenseiter" liefert den Herstellern die Software für das selbstfahrende Auto zu! Nochmals: Die Intention für diese Revolution ging nicht von den Herstellern aus.

Wie auch immer die ganz große Sicht der Dinge lauten mag – für den einzelnen Betrieb gilt: Gewinn erwirtschaften! Die Rentabilität des eigenen Unternehmens steigern bzw. sichern! Die eigentlichen Schlüsselfaktoren sind die Produktzufriedenheit, die Kaufzufriedenheit und die Service-Zufriedenheit des Kunden. Die Profilierungsschwerpunkte liegen in der Transparenz, der Exklusivität, der Zielgruppenorientierung, der Markenspezialisierung und der Erlebnisorientierung. Das alles erfordert für die Umsetzung viel Kraft und gelebte Freude.

Das Fest der Feste steht an. Alle Jahre wieder! Einige stellen die ankommenden Weihnachtskarten auf der Fensterbank oder ihrem Schreibtisch im Büro auf. Es ist, als ob sie die Menschen, denen sie nahestehen, um sich herum versammeln. Eine schöne Symbolik! Wir alle stellen die Sorgenlast nun für eine Weile beiseite. Das befreit die Seele, macht sie frei vom Alltagsstaub. Wir haben in dieser "gesegneten" Zeit die Chance, neue Feuer zu entfachen. Viele fahren an Weihnachten nach Hause. Für eine kurze Rast, je länger, desto besser, um Ruhe aufzunehmen und zu geben. Wie man diese Gedankenwelt vorweihnachtlich live erleben kann, ist atmosphärisch in der Advents- und Weihnachtswelt der Mercedes Benz-Niederlassung zu München erfahren. In stimmungsvoller Sphäre gibt es viele weihnachtliche Überraschungen:

-  Münchens größter Weihnachtsbaum unter Dach (14 Meter hoch)

-  die längste leuchtende Weihnachtsgirlande

-  Europas größter automobiler Adventskalender

-  15 Originalgrafiken von Pop-Art-Künstler Romero Britto, der den diesjährigen automobilen Adventskalender in der Niederlassung gestaltet hat. Der Eintritt ist kostenlos. Im Restaurant "Daimlers" gibt es Snacks und Weihnachtspunsch zum Sonderpreis.

-  Im Mercedes-Center am Münchner Odeonsplatz wird Auto und weihnachtliche Vorfreude mit bleibenden Impressionen kombiniert. Nachstehende Bilder geben einen Eindruck davon.






 

Liebe Geschäftspartner und Freude von AUTOHAUS,

wagen wir 2011 – trotz allem – ein neues Ja!

Im Geist der Fairness.

Mit "I" hoch fünf: neuen Ideen, Impulsen, Innovationen , Initiativen und Investitionen.

So gelingt es uns, neue Türen im neuen Jahr zu öffnen.

Besinnliche Feiertage, Glück und Erfolg in 2011!

Ich sage Dank für viele Begegnungen, Impulse, für erhaltenes Vertrauen, für viele Zuschriften und Anfragen im abgelaufenen Jahr. Man sehe mir wohlwollend nach, dass dabei manches mit unbefriedigender Antwort auf der Strecke blieb. Es gibt nicht auf alle Fragen eine Antwort. Dennoch, es ist ganz wichtig, immer wieder Fragen zu stellen.

Herzlichst

Ihr

Prof. Hannes Brachat

Herausgeber AUTOHAUS
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KOMMENTARE

Dieter Mondt

18.12.2010 - 20:02 Uhr

Herrn Hannes Brachert - eine Dankeschön für diesen hervorragenden Artikel ! Mögen sich die maßgeblichen Herren der Wirtschaft, sowie die Politiker aller Parteien den Inhalt dieses Artikels mit der gebotenen Sorgfalt und Weitsicht zu Gemüte führen und das ewige, parteipolitische Geplänkel endlich mit dem nötigen Ernst auf ein Minimum beschränken um mehr Kraft für die Realitäten zu bündeln. Ein erfolgreiches Jahr 2011 dem AUTOHAUS und den "Autohäusern" wünscht mit Grüßen aus dem Allgäu Dieter Mondt


Thomas Müller

20.12.2010 - 02:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Brachat, zunächst möchte ich mich für die vielen unterhaltsamen Anekdoten aus der Automobilwelt, den oft wirklich treffenden Denkanregungen und Analysen in Ihrem Freitags-Kommentar bedanken. Es ist mir sozusagen seit Jahren Pflichtlektüre geworden! Und dann wünsche ich Ihnen ebenfalls ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gigantisches Jahr 2011. Ein einfacher Auto-Verkäufer aus Mannheim... Thomas Müller


Hans von Ohain

20.12.2010 - 09:09 Uhr

Herzlichen Glückwunsch an die Unternehmerinnen in Köln. Sie haben ihren ganz persönlichen Weg gefunden, etwas diversifiziert und erfolgreich weiterentwickelt. Ich freue mich, dass es in diesem harten Geschäft auch solche Erfolgsstories gibt.


Peter Meier

20.12.2010 - 12:08 Uhr

Sehr geehrter Prof. Brachat, Sie treffen, wie immer, den ´Nagel auf den Kopf. Ich hab nur das Gefühl das sich bei den Hersteller- Händlerbeziehungen in dieser Evolutionsstufe der Manager nichts ändern wird. Es werden weiterhin Investition gefordert und Margensysteme entwickelt, die eine Rentatbilität kaum möglich machen. Aber genau darum geht es ja wohl. Jüngstes Beispiel LANCIA. Eine Marke mit 0,0% Marktanteil verlangt einen Showroom mit edlem Fußboden inkl. LED- Leuchten und entsprechenden Möbeln. Ein Invest von wenigestens €100.000,- plus plus. 2,5% Bonusanteil für Mystery Shopping obwohl jeder weis das es nur um die Margenkürzung geht. Der Unsinn dieser Maßnahme ist längst bewiesen. Wie das Gebilde Lancia- Jeep mit verfremdeten Chrysler (Marktanteil 0,20%)Modellen auf einmal erfolgreich sein soll, verschliesst sich einem logisch denkenden Menschen. Jedenfalls schliesst dieses Experiment eines aus: Investitionen.


Rick Marlowe

20.12.2010 - 15:33 Uhr

Thema Investitionen: @ Peter Maier: Wenn der Wunsch oder die Forderungen der Hersteller bei allen Händlern in Deutschland bei gleichzeitiger Null Rendite und Margenkürzung auf taube Ohren stoßen würde, dann wäre dieses Problem sehr schnell ausgestanden. Offensichtlich gibt es aber immer noch Händler, die die Fakten kennen und trotzdem ihr Geld investieren. Woran könnte dies Liegen----hier ein Paar Vorschläge ohne Anspruch auf Vollständigkeit. a. Der Händler ist komplett schwachsinnig und hat jeden Bezug zur Realität verloren. b. Der Händler hat Geld und will sich mit Bauten in der Region ein persönliches Denkmal setzen. Ein Return on Investment benötigt er nicht. c. Der Händler hängt am Tropf des Herstellers und kann es sich nicht leisten, dessen Wohlwollen durch Widerstand zu verlieren. d. Eine Mischung aus den Punkten a, b, c mit unterschiedlicher Ausprägung Möglicherweise fallen Ihnen oder anderen Lesern noch weitere eingängige Möglichkeiten ein. Frohe Weihnachten


A. Lauerer

23.12.2010 - 15:36 Uhr

Sehr geehrter Hr. Professor Brachat, ich kann mich den Worten des Hr. Thomas Müller nur anschließen und "DANKE" sagen für ihre wöchentliche Kolumne. Wenn möglich sitze ich jeden Freitag abend - vor dem "nach Hause gehen" am Computer und lese aufmerksam Ihre Berichte; daß da - Gott sei Dank - oft auch vieles zum Schmuzeln einlädt, macht die Angelegenheit nicht nur hochinteressant sondern eben auch kurzweilig! Ich bitte Sie, machen Sie weiter so! Bis dahin wünsche ich Ihnen ein friedvolles, gesegnetes Weihnachtsfest und einen grandiosen Rutsch in ein erfolgreiches und gesundes 2011 ! Ihr A.Lauerer


Manuel

24.12.2010 - 00:26 Uhr

Danke für die interessanten Beiträge, in denen ohne Filter Klartext gesprochen wird, und für stimmungsvolle Bilder vom Mercedes-Center Odeonsplatz. Frohe Weihnachten!


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