HB ohne Filter vom 17. Mai 2013

präsentiert von

Heute: Die neue S(onder)-Klasse aus Sindelfingen, Strompreisbremse, Zielgruppe Freiberufler, Musterbeispiele Service-Marketing, Reifen-Management-Aspekte.
Steigen Sie ein in die Diskussion! Am Ende des Beitrags finden Sie den Button “Kommentare“. Klicken Sie darauf und kommentieren Sie Prof. Brachats Kommentar!
13. Mai – Montag<br><br>Die neue S(onder)-Klasse aus Sindelfingen
Mercedes greift ab dieser Woche wieder zu den Sternen. Die neue S-Klasse-Generation wird eingeführt. Der Anspruch: Das Beste oder nichts! Ergo: Das beste Auto der Welt. An jeder Ecke und Kante: Sicherheit und Komfort. Seit 1972 setzt Daimler in der Bel Etage der Top-Dienstwagen immer wieder neue, markante Zeichen. Jetzt kommen die ersten Massagesitze mit Hot-Stone-Funktion. 14 warme Stempel bearbeiten die erschlafften Rückenmuskeln. Ein Plug-in-Hybrid wird die Möglichkeit schaffen, die acht acht Zylinder mit einem drei Literverbrauch in Schach zu halten. Siebenstufenautomatik sowie Infrarot-Scanner (MBC - Magic Body Control) garantieren rumpelfreies Fahren. Der "Neue" wird der Erste sein, der mit Auto-Pilot unterwegs sein kann. Mit Stau-Folge-System, Verkehrsschild-Erkennung, Spurhalte-Funktion, Abstandsradar u.a. Bitte, beheizbare Armlehnen, beheizbare Türen.
Es ist Konzernchef Dieter Zetsche zu wünschen, dass der Führungsanspruch für Daimler mit der neuen S-Klasse gelingt. Fortuna hatte für Zetsche die ersten viereinhalb Monate nicht nur gute Nachrichten. Angefangen von der eingeschränkten Vertragsverlängerung um drei Jahre, dem Daimler-Sparprogramm, einem teuren Traditions-Produktionsstandort Sindelfingen bis hin zur Crash- Kiste des Kangoo-Klons Citan sowie dem Problemland China, in dem Daimler dringlich die Wende gelingen muss. Ganz aktuell – "Bild" berichtete es auf der ersten Seite – das Liebesaus mit Désirée Nosbusch. Möge der neue Erlkönig zum hoffnungsträchtigen Leitstern werden.
Die Markteinführung der neuen S-Klasse bei den deutschen Mercedes-Benz-Partnern ist am 20 Juli.

Die neue S-Klasse, Titelblatt auf dem Werbefolder
14. Mai – Dienstag<br><br>Strompreisbremse
Das EEG (Erneuerbare Energie Gesetz) sorgt für den Ausbau der erneuerbaren Energie, also der Solar-und Windkraftenergie. Das ist die Voraussetzung für das Abschalten der Atomkraftwerke. Die EEG-Umlage stieg allein von 2006 bis heute von 0,88 Cent auf 5,277 Cent und soll sich nun weiter auf sieben Cent aufblähen, nachdem sich der Bund und die Länder bislang nicht auf die Details einer Strompreisbremse einigen konnten. Der Zubau mit Photovoltaik in Deutschland erreichte in 2012 Rekordniveau. Jede Anlage bekommt für 20 Jahre feste Einspeisevergütungen garantiert. Bitte, der Aufschlag je Kilowattstunde ist heute schon höher als der reine Preis für die Strombeschaffung (vier Cent). 2012 wurden an die Betreiber von EEG-Anlagen mehr als 20 Milliarden Euro ausbezahlt. Die angesprochene Umlageerhöhungen treffen auch die meisten Autohäuser. Die Ausnahmen greifen erst ab einer bestimmten Stromverbrauchsmenge. Der Rekordhöhen bei der Photovoltaik treibt also die Energiekosten im Autohaus ganz markant nach oben. Hier gilt es dringlich, einen Riegel vorzuschieben.
15. Mai – Mittwoch<br><br>Zielgruppe Freiberufler
Interessant: In den letzten zehn Jahren haben noch nie so viele Menschen in Deutschland den Gang in die Selbständigkeit angetreten wie zuletzt. Vor allem den Weg in die Gattung der Freiberufler. Ihr gehören inzwischen 1,2 Millionen Menschen an. Sie beschäftigen insgesamt drei Millionen Mitarbeiter. Neue Gruppen sind vor allem Software-Entwickler, Umweltberater, Homepageberater. Nachstehende Tabelle zeigt die einzelnen Gattungen auf. Daraus ergeben sich vielfach interessante Überlegungen hinsichtlich gezielter Modellofferten. Stichwort: Small Commercials! Und da wollen sich gerade verstärkt diverse Importmarken engagieren. Steuerberater machen im Schnitt einen Jahresumsatz von 400.000 Euro, Architekturbüros 200.000 Euro, selbständige Journalisten 75.000 Euro. Weitere Informationen dazu finden sie beim Bundesverband der Freien Berufe (www.freie-berufe.de)

16. Mai – Donnerstag<br><br>Musterbeispiele Service-Marketing
Wer dem Rückgrat Service Stütze geben möchte, sollte trommeln. Hier einige Praxisbeispiele aus dem Ford-Autohaus Sorg in Fulda. Jeder Kunde, der auf das Serviceareal fährt, wird mit dieser Plakat-Landschaft , die auf der Innenseite der Fenster des Teilelagers angebracht ist, beglückt.
Renault setzt seine Service-Werbekampagne in "Bild" fort. Hier mit dem Thema Klima-Desinfektion. Zuletzt waren die Sommerreifen dran.
Weitere Auslastungschancen im Service sollte die Branche in Sachen Pflegemarkt ausschöpfen. Das Motto: Wir machen ihr Auto wie neu! Jeder zweite Wagen, der zur Inspektion kommt, lechzt nach einer gründlichen Innenreinigung. Und wie sehen unsere Pakete dafür aus? Nachstehend die praktische Umsetzung im MB-Autohaus Iglhaut in Kitzingen.

17. Mai – Freitag<br><br>Reifen-Management-Aspekte
Jetzt liegen die aktuellen Zahlen der Reifenriesen vor. Danach führt weltweit der Japaner Bridgestone das Feld an. Europamarktführer Conti liegt 2012 nach Michelin (Frankreich) und Goodyear (USA) an vierter Stelle. Fragen wir nach dem Markenimage der Reifen-Hersteller. Wie viele Autofahrer kennen die Reifenmarke, die sie mit ihrem Auto fahren? Von zehn sind das maximal zwei! Es sollte also dringlich das Markenimage verstärkt werden.
Auffällig ertragreich laufen die Premiumreifen, vor allem bei den "Geländewagen". Markenimage prägen: Immer wieder sollte im Verkaufsgespräch die Marke genannt werden. Die Präsenter im Zubehörshop strahlen mit Reifen-Marke. Reifenangebote und Rechnungstexte sollten immer mit dem Markennamen versehen sein. Leider vermarkten die Reifenhersteller bzw. Reifenhandelsgrossisten ihre Ware über jeglichen Kanal, weshalb da für dieselbe Ware dann erstaunliche Preisbandbreiten auszumachen sind.
Lassen sie uns mal einen Blick auf das Reifenlabel werfen. Offensichtlich ist dabei die Abmahnmafia bislang so gut wie nicht unterwegs. Umgekehrt sollte aber gerade das Reifenlabel vom Handel als starkes Verkaufsargument für Qualität genutzt werden. Gute Reifen verkürzen nun mal den Bremsweg um rund 20 Prozent. Und diese können entscheidend sein. Wer die Preislandschaft im Internet verfolgt, staunt über diverse Reifenpreise. Einzelpreis pro Reifen ab 18 Euro! Da wünschte man sich die Kontrolle, ob auf diesen chinesischen Reifenkopien überhaupt drin ist, was auf dem Label draufsteht!
Auf einer Tagung von Bridgestone in Melk wurde eine Studie veröffentlicht, wonach 78 Prozent der Fahrzeuge mit zu geringem Luftdruck unterwegs sind. Bei 25 Prozent der Fahrzeuge lag in der Untersuchung das Reifenprofil unterhalb der vorgegebenen Grenzwerte. Damit wird ohne Frage die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt, vom Spritmehrverbrauch um bis zu fünf Prozent und den CO2- Folgen ganz zu schweigen. Die Konsequenz: Bei jedem Werkstattbesuch Luftdruck kontrollieren!

Spruch der Woche:
"Dasein ist eine Tatsache, Leben eine Kunst!"
Auf einen guten Pfingstgeist – mit den besten Grüßen
Ihr
Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
Keller