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AUTOHAUS Podcast mit Norbert Irsfeld: Ausweg Planinsolvenz

Norbert Irsfeld ist geschäftsführender Gesellschafter der Prudentes Management GmbH.
© Foto: Prudentes Management GmbH/AUTOHAUS

Einnahmen bleiben aus, Ausgaben laufen weiter, Schulden müssen beglichen werden. Im zweiten Lockdown steigt insbesondere bei angeschlagenen Autohäusern die Sorge um den Erhalt des eigenen Betriebs.


Datum:
19.02.2021
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Wie kann das Überleben meines Autohauses im Zeichen der Coronavirus-Pandemie gesichert werden? Diese Frage treibt derzeit sicherlich eine Reihe von Kfz-Unternehmer um – gerade wenn sich in den Bilanzen wegen geschlossener Verkaufsräume und eines rückläufigen Servicegeschäfts große Löcher auftun. Ein Weg, den eigenen Betrieb erhalten zu können, ist die Eigenverwaltung im Rahmen des Insolvenzverfahrens.

"Mit der Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren bleibt die Geschäftsführung Herr des Sanierungsprozesses. Man sitzt im 'driver seat' und wird nicht durch einen externen Insolvenzverwalter fremdbestimmt", schreibt Unternehmensberater Norbert Irsfeld in der aktuellen Ausgabe von AUTOHAUS. Technisch gesprochen verbleibe die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis bei der Geschäftsführung. Diese übernehme die Rolle des Insolvenzverwalters selbst.

Mit Hilfe eines Insolvenzplans kann es gelingen, eine durchgreifende Unternehmenssanierung mit allen Gläubigern zu realisieren, ohne die gesellschaftsrechtliche Rolle der Inhaber zu gefährden. "Gläubiger, die außergerichtlich einen Sanierungsbeitrag negieren, werden diszipliniert und können sich nicht als Akkordstörer gerieren, also zulasten aller anderen Gläubiger positionieren", erklärt der Chef der Prudentes Management GmbH.

In seinem Fachbeitrag für AUTOHAUS 4/2021 beleuchtet Irsfeld alle Spielregeln und Handlungsschritte der Planinsolvenz, etwa wie die Zahlungsfähigkeit des angeschlagenen Unternehmens erhalten bleibt, welche Strukturkosten auf den Prüfstand müssen und wie ein Kapitalschnitt zur Passivsanierung der Bilanz führt.

Das "Happy End" muss geplant werden

Ebenfalls wichtig ist die Planung des "Happy End": "Es muss von Anfang an klar sein, inwieweit Hausbanken und Automobilbanken nach Abschluss des Insolvenzverfahrens weiterhin als Finanzierungspartner zur Verfügung stehen oder ob sich andere, konkrete Finanzierungsoptionen anbieten", betont der Experte. Als Alternative kämen Investorenlösungen in der Eigenverwaltung zum Tragen, um frisches Eigenkapital zu gewinnen und die notwendige Kreditwürdigkeit herzustellen.

AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel hat Norbert Irsfeld zum Thema Planinsolvenz in einer neuen Folge des AUTOHAUS Podcast ausführlich befragt. Jetzt gleich anhören!

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