Bankenfachverband: Ratenkredite immer beliebter

20.11.2009 12:00 Uhr
Unter den Konsumgütern wird das Auto am häufigsten per Kredit finanziert.
© Foto: VWFSAG

Laut GfK-Studie finanzieren aktuell 28 Prozent der deutschen Haushalte ihren Konsum mit Ratenkrediten. Im Kfz-Bereich gewinnen aber auch die Ballon-Finanzierung und das Leasing an Bedeutung.

In der Wirtschaftskrise finanzieren die Verbraucher ihren Konsum verstärkt mit Ratenkrediten. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Bankenfachverbandes hervor. Demnach nutzen aktuell 28 Prozent der deutschen Haushalte Ratenkredite zur Anschaffung von Konsumgütern. Ein Jahr zuvor waren es 26 Prozent. Die Steigerung geht auf Kosten des Dispokredits: Die vertrauteste Kreditform wählten in den vergangenen zwölf Monaten 16 Prozent der Käufer – zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Grund: Laut Verband liegen die Zinsen für Ratenkredite im Schnitt mehr als drei Prozentpunkte unter den Dispokonditionen. Unter den Konsumgütern wird das Auto wegen seines hohen Anschaffungspreises am häufigsten per Kredit finanziert. Den Angaben zufolge können sich zwei Drittel aller Befragten, die sich in den nächsten zwei Jahren einen Neuwagen anschaffen wollen, vorstellen, ihn zu finanzieren. Dazu würden zwei Drittel ein Darlehen abschließen. An Bedeutung gewännen jedoch die Drei-Wege-Finanzierung und das Leasing mit jeweils 18 Prozent, hieß es. Bei Gebrauchtwagen bleibe der Ratenkredit mit einem Anteil von 84 Prozent mit Abstand die wichtigste Finanzierungsform. Drei Viertel der Kredite unversichert Weiteres Ergebnis der Studie: Rund jeder vierte Ratenkredit ist mit einer Restkreditversicherung (RKV) abgesichert. Knapp die Hälfte der Versicherten schützt sich gegen alle drei Hauptrisiken Tod, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit. Etwa ein Viertel versichert ausschließlich das Todesfallrisiko. Acht von zehn Versicherten halten die RKV laut Befragung für sinnvoll bzw. sehr sinnvoll. Im Bankenfachverband sind 57 Kreditinstitute organisiert. Dazu gehören Herstellerbanken ebenso wie unabhängige Finanzdienstleister. Die Unternehmen haben nach eigenen Angaben mehr als 115 Milliarden Euro an Verbraucher und Unternehmen ausgeliehen. (rp)

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