Britischer Motorsportenthusiast übernimmt Aston Martin

12.03.2007 12:20 Uhr
Verkauft: Für über 700 Millionen Euro wechselt die Ford-Tochter Aston Martin den Besitzer.

Ford behält einen Anteil von rund 77 Millionen US-Dollar / Dave Richards wird Vorstandspräsident ohne exekutive Vollmachten

Die britische Nobelsportwagenmarke Aston Martin ist nach mehr als zwölf Jahren in US-Besitz wieder in britischer Hand. Der Ford-Konzern bestätigte am Montag den Verkauf der Autofirma an eine Investorengruppe unter Führung des britischen Rennsport-Unternehmers Dave Richards. Das Geschäft bewerte Aston mit 925 Mio. US-Dollar, teilte Ford mit. Der US-Autogigant behalte einen Anteil an der Marke im Wert von rund 77 Mio. US-Dollar. "Dies ist eine wundervolle Gelegenheit", sagte der Sportwagenenthusiast Richards, der sich Monate lang um finanzkräftige Partner bemüht hatte, um die Nobelmarke für Großbritannien erhalten zu können. "Aston Martin ist eine der größten Markenikonen der Welt. Wir sind zuversichtlich, dass wir alle Zutaten haben, um Aston Martin zu noch größeren Höhen zu führen." Richards wird nun Präsident des Vorstandes, allerdings ohne exekutive Vollmachten. Geschäftsführer und damit Firmenchef bleibt der deutsche Ulrich Bez. "Im Besitz von Ford wurden wir eine erfolgreiche, profitable Firma", sagte Bez. "Auf dieser Grundlage werde ich gemeinsam mit den neuen Besitzern aufbauen." Beteiligung aus Liebe zur Marke Zu dem Eigentümer-Konsortium gehören laut Firmenangaben der US-Banker John Sinders aus Houston (US-Bundesstaat Texas) und der Sammler und Sponsor John Davids, die sich ähnlich wie Richards aus Liebe zu der Marke beteiligen. Gelder in nicht genannter Höhe kamen auch von zwei kuwaitischen Firmen sowie weiteren Investoren aus dem Nahen Osten. Ford will mit dem Erlös vor allem seine Pläne zur Sanierung des angeschlagenen Konzerns umsetzen. Der Aston-Martin-Verkauf unterstütze die Hauptziele von Ford, die Operationen zu restrukturieren, um bei niedrigerem Absatz und einer geänderten Produktpalette profitabel zu operieren und um die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen, erklärte Ford-Konzernchef Alan Mulally in Dearborn (US-Bundesstaat Michigan). Der Verkauf gebe Aston Martin seinerseits Zugang zu zusätzlichem Kapital, womit das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen könne. (dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.